Sebastian Vettel - GP Brasilien 2018 Wilhelm
Jos Verstappen - GP Brasilien 2001
Lewis Hamilton - GP Brasilien 2018
Lewis Hamilton - GP Brasilien 2018
Lewis Hamilton - GP Brasilien 2018
Lewis Hamilton - GP Brasilien 2018 26 Bilder

Radio Fahrerlager GP Brasilien 2018

News und Gerüchte aus dem Paddock

Was sonst noch so am Wochenende in Sao Paulo passiert ist, erfahren Sie im Radio Fahrerlager. Hier haben wir wie immer die kleinen, interessanten Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt.

Darum musste Vettel 25.000 Euro zahlen

Warum hat Sebastian Vettel 25.000 Euro Strafe zahlen müssen, nachdem er in der Qualifikation die FIA-Waage mit seiner ungeduldigen Abfahrt zerstört hat? FIA-Rennleiter Charlie Whiting klärt auf: „Ich habe Jo Bauer gefragt, was die Waage kostet. Er hat gesagt: 22.000 Euro. Also haben wir noch 3.000 draufgeschlagen, damit wir uns ein paar Ersatzkabel kaufen können.“ Zu Vettels Aktion kommt von Whiting ein Kopfschütteln. „Er weiß genau, dass wir in der Qualifikation Autos wiegen, solange es trocken ist. Es war ein Risiko von Ferrari, an der Waage angehalten zu werden. Dieses Risiko musste er kennen.“ Mercedes-Teammanager Ron Meadows erklärt uns die Regel mit der Waage: „Nur in den letzten drei Minuten der Sitzung verzichtet die FIA darauf, um keinen zu benachteiligen.“

Pirelli mit dünnerer Lauffläche

Pirelli hat in diesem Jahr bei den Rennen in Barcelona, Paul Ricard und Silverstone die Lauffläche um 0,4 Millimeter reduziert, um zu verhindern, dass die Reifen zu schnell überhitzen. Der Grund für die Vorsichtsmaßnahme war der neue Asphalt auf den genannten Strecken. Der extrem schwarze Streckenbelag hatte bei den Wintertestfahrten für Probleme gesorgt. Im nächsten Jahr will Pirelli bei allen Rennen mit dünnerer Lauffläche fahren. Das hält die Temperatur im Reifen niedrig und soll den Fahrern Gelegenheit geben, wieder mehr zu attackieren, ohne Gefahr zu laufen, dass die Reifen schnell überhitzen.

Großes Polizeiaufgebot

Nach den Überfällen im letzten Jahr auf dem Weg von der Rennstrecke in die Stadt, hat Sao Paulo reagiert. Das Polizeiaufgebot auf den letzten zwei Kilometern vom Grand Prix-Kurs durch die Favelas von Interlagos war gewaltig. Alle 200 Meter standen bis spät in die Nacht an die Zähne bewaffneten Polizisten und sicherten alle Zugänge aus den Slums zur Straße hin ab. Selbst das Militär half aus. Es wurde beim 36. Auftritt der Formel 1 in Sao Paulo seit 1973 nicht ein Zwischenfall rapportiert.

10/2013 - Porsche Le Mans Historie
Porsche
Helmut Marko verpasste die Chance, sich sein Le-Mans-Siegerauto von 1971 zu sichern.

Marko ärgert sich

Helmut Marko ärgert sich. Nein, diesmal nicht weil Esteban Ocon seinen Max Verstappen von der Strecke bugsiert hat. Als ihn ein Fan ein Modell seines Siegerautos von Le Mans 1971 signieren lässt, grummelt der Grazer: „Ich sollte Tantiemen dafür verlangen.“ Viel mehr aber wurmt des den Doktor, dass er den Porsche 917 von damals nicht gekauft hat. „Ich hätte ihn für 100.000 Mark haben können.“ Zehn Jahre später landete der Porsche mit dem Magnesium-Chassis in einem Museum. Versichert für 10 Millionen Mark. Später bot ein Sammler 30 Millionen Euro. „Ich darf gar nicht daran denken, was der heute wert wäre“, schüttelt Marko den Kopf. Das Auto hat mittlerweile eine Heimat gefunden: Das Porsche-Museum in Zuffenhausen.

Viel Geld zum Fenster rausgeworfen

Bei den Teams, die an der Vorderachse mit einer Luftdurchleitung durch die Radnabe fahren, sind die Radmuttern ein Kunstwerk. Sie bestehen aus bis zu 46 Einzelteilen und sind entsprechend teuer. Im Winter wandern die Radmuttern alle auf den Müll. Die Luftdurchleitung durch die Achse ist 2019 verboten.

Besser Fünfter als Vierter

Um in Abu Dhabi den 24-Punkte-Rückstand auf Renault aufzuholen, bräuchte HaasF1 ein Wunder. Teamchef Guenther Steiner kann aber auch mit dem 5. Platz in der Konstrukteurs-Wertung leben: „Werden wir halt Fünfter. Das ist im dritten Jahr nicht so schlecht. Und uns bleibt noch ein neues Ziel für nächste Saison. Besser als Vierter geht ja nicht, so weit wie die Top-Teams weg sind.“

Ende der Red-Bull-Jammerei

Die beiden Red Bull waren in Brasilien mit dem C-Motor von Renault bestückt. Der bringt 15 PS mehr. Aber wollte Red Bull auf 760 Meter Höhe in Sao Paulo nicht das B-Triebwerk nehmen, weil es angeblich weniger defektanfällig ist? Motorsportchef Helmut Marko winkt ab: „Es ist wurscht, was du da hinten reinschraubst.“ Kollege Christian Horner grinst: „Jetzt haben wir uns fünf Jahre in Folge über Renault beschwert. Es wird langsam langweilig. Ich freue mich, dass diese Zeit nächstes Jahr zu Ende ist und Honda kommt.“

21 Rennen zu viel

Lewis Hamilton sehnt sich dem Saisonende entgegen: „Die Saison ist so lang. Es fühlt sich an, als ob wir 25 statt 21 Rennen fahren.“ Der Weltmeister befindet 18 Grand Prix als die ideale Anzahl. „So wie vor ein paar Jahren. Die Ruhephasen sind inzwischen zu kurz. Sobald die Saison zu Ende ist, sollst du schon wieder an das nächste Jahr denken, gleichzeitig aber mal den Kopf abschalten und auf andere Gedanken kommen“

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Brasilien - Interlagos - Formel 1 - Samstag - 10.11.2018
sutton-images.com
Hamilton kam im Brasilien-Qualifying um eine Strafe herum.

Schuldfrage nicht eindeutig

Warum hat die Rennleitung keine Untersuchung nach der Qualifikation im Fall Hamilton eingeleitet? Der Weltmeister stand Sergey Sirotkin zwischen den Kurven 11 und 12 gefährlich im Weg. „Ich habe mit den Sportkommissaren darüber diskutiert“, räumt FIA-Rennleiter Charlie Whiting ein. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass beide gleich viel Schuld hatten. Lewis ist vielleicht ein bisschen zu weit in der Mitte der Straße gefahren, und Sirotkin hätte wissen müssen, dass sich die meisten Fahrer vor Kurve 12 so positionieren, dass sie in ihrer fliegenden Runde freie Fahrt haben. Das heißt, dass an dieser Stelle viele langsame Autos unterwegs sind.“ Was Whiting nicht gefallen hat, waren Hamiltons abfällige Kommentare über den Russen nach dem Vorfall. „Das war respektlos. Ich habe aber gehört, dass Lewis seine Anschuldigungen zurückgenommen hat.“

Winterpause für die Teams?

Die Formel 1 diskutiert über einen Winterurlaub. Analog zur zweiwöchigen Sommerpause könnten zwischen Weihnachten und Neujahr die Fabriken schließen. Keine Arbeit im Windkanal, keine CFD-Simulationen, keine Produktion. Für 2018 ist es zu spät. Sollte man sich wirklich einigen, kommt die Winterpause frühestens im Dezember 2019.

Fahrer klagen über Reifen

Die Fahrergewerkschaft GPDA traf sich am Rande des GP-Wochenendes. Thema: Wie kann der Sport verbessert werden? Die Piloten fordern haltbarere Reifen. „Sobald du drei Kurven hinter einem anderen Auto herfährst, beginnst du zu sehr zu rutschen und die Reifen kochen. Dann musst du zurückstecken“, erklärt Pierre Gasly. Die Fahrer beklagen auch, dass es renntaktisch besser ist, langsam zu fahren, um mit einem Stopp durchzukommen, statt zu pushen. „Die Rennen sind langweilig“, befindet Romain Grosjean.

Maue FIA-Pressekonferenz

Kevin Magnussen, Brendon Hartley, Marcus Ericsson, Stoffel Vandoorne und Lance Stroll waren am Donnerstag vor dem Rennen zur FIA-Pressekonferenz geladen. Interesse: Fehlanzeige. Nach dem offiziellem Part durften die Journalisten Fragen stellen. Es meldete sich nur ein einziger Reporter.

Daniel Ricciardo & Max Verstappen - GP Brasilien 2018
Red Bull
Ricciardo und Verstappen beim Samba-Kick.

Ricciardo in L.A.

Daniel Ricciardo ist der Pechvogel der Saison. Nach seinen zwei Ausfällen in Austin und Mexiko musste der Australier erst einmal den Kopf freibekommen. Er reiste dafür mit sechs Kumpels nach Los Angeles. Entgegen der Ankündigung nach dem Rennen in Mexiko-City stand ein Verzicht der letzten beiden Rennen aber nie zur Debatte. Vor dem Grand Prix in Brasilien zockte Ricciardo mit Teamkollege Max Verstappen dann noch eine Runde Futsal, eine Variante des Hallenfußballs.

Magisches Sao Paulo

Trotz der Gefahren, die auf der Anreise lauern, ist die Rennstrecke in Interlagos bei den Fahrern beliebt. Viele sprechen von einer gewissen Magie. Nico Hülkenberg dazu: „Diese Rennstrecke hat schon viele verrückte Geschichten geschrieben. Hier wurden viele Weltmeisterschaften entschieden. Die Anfahrt durch die Favelas und dann durch den Tunnel unter der Tribüne hindurch: Da spürt man schon etwas Magisches.“

Pietro Fittipaldi zu HaasF1

HaasF1 hat einen neuen Testfahrer. Pietro Fittipaldi, Enkel des zweimaligen Formel 1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi, wird bei den Testfahrten nach dem GP Abu Dhabi erstmals ein Formel-1-Auto lenken. Fittipaldi fuhr 2018 ein paar IndyCar-Rennen. Beim Lauf zur Sportwagen-WM in Spa brach er sich bei einem Unfall in Eau Rouge im Mai beide Beine.

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Die Mercedes-Belegschaft in den Formel-1-Fabriken in Brackley und...

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