Radio Fahrerlager GP Italien

FIA verbietet Ferrari Eisbeutel-Trick

Ferrari Eisbeutel - GP Italien 2018 Foto: ams 30 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Italien passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel-1-Gerüchteküche gesammelt.

Eisbeutel-Verbot

Die FIA hat Ferrari verboten, einen Eisbeutel auf die TV-Kamera oberhalb des Überrollbügels zu legen. Der diente nicht etwa dazu, die Technik kühlen. Der Beutel wurde stattdessen immer so platziert, dass er die Linse der Onboard-Kamera verdeckte. Ferrari wollte verhindern, dass die Konkurrenz die Lenkradeinstellungen und die Displaymeldungen ausspionieren kann, wenn das Auto in der Garage oder der Startaufstellung steht.

US-Uni kooperiert mit der Formel 1

Die Formel 1 arbeitet mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) zusammen. In vier Präsentationen zeigen die Formel 1-Teams, wie die reale Welt von der Technik im Motorsport profitieren kann. In der ersten Videokonferenz ging es um die Datenerfassung, und wie die Teams damit nicht nur die eigene Leistung analysieren können, sondern auch die der Gegner. Formel 1-Chef Ross Brawn erklärt den Hintergrund: „Wir wollen so neue Sponsoren in den Sport locken. Wegen der strengen Verhaltensregeln für Firmen, wird es immer schwieriger Geldgeber zu finden. Die Vorstände müssen schon einen Grund vorweisen, warum sie Geld in den Motorsport investieren.“

Keine Hilfe für Vettel

Safety-Car - Formel 1 - GP Belgien 2018 Foto: Wilhelm
Die FIA schickte das Safety-Car in Spa erst auf die Strecke, als Vettel vorbei war an Hamilton.

Der Zeitpunkt, an dem die Rennleitung beim GP Belgien das Safety-Car auf die Strecke schickte, sorgte in Fankreisen für Verschwörungstheorien. Das Kommando kam exakt fünf Sekunden nachdem Sebastian Vettel an Lewis Hamilton vorbei in Führung gegangen war. Doch warum hat die FIA so lange gewartet? Es war nach dem Flug von Fernando Alonso über Charles Leclerc klar, dass ein Safety-Car kommen muss. Die Hamilton-Fans vermuteten, dass die Rennleitung erst das Überholmanöver abgewartet hat, um Ferrari zu helfen. FIA-Rennleiter Charlie Whiting dementierte auf Nachfrage: „Spa ist eine lange Runde. Da nehmen wir uns mit der Entscheidung mehr Zeit als auf kurzen Strecken wie zum Beispiel dem Red Bull-Ring, wo die Autos deutlich schneller nach einer Runde wieder zurückkommen. In Spa ging es zum Beispiel darum, ob wir das Feld am Unfallort vorbeiführen oder über die Boxengasse umleiten sollen. Dazu brauchten wir erst eine Information von den Streckenposten.“

Mein schönstes Monza

Drei Fahrer wurden nach ihrem schönsten Monza-Erlebnis gefragt. Kimi Räikkönen musste passen: „Ich hatte bis jetzt nie gute Rennen in Monza.“ Sebastian Vettel wählte seinen ersten GP-Sieg 2008 im ToroRosso. „Das könnte nur durch einen Ferrari-Sieg in Monza egalisiert werden.“ Sergio Perez legte sich genau fest: „Mein zweiter Platz 2012, als ich im Finale beide Ferrari überholt habe.“

Gasly und die Strecke von Rouen

Als Pierre Gasly 1996 in Rouen geboren wurde, da waren die letzten stummen Zeugen der Formel 1-Rennstrecke vor den Toren der Stadt bereits abgerissen. Trotzdem weiß der Toro Rosso über die Geschichte der Berg- und Talbahn in der Normandie erstaunlich gut Bescheid. Und er war auch schon dort. „Ein Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, dass die mit Formel 1-Autos da gefahren sind. Den Berg runter mit den vielen schnellen Kurven, das muss höllisch gewesen sein. Ist da nicht ein Landsmann von mir gestorben?“ Richtig! Jo Schlesser verbrannte beim GP Frankreich 1968 in der Kurve Six Frères. Gasly hat sich den historischen Ort genau angeschaut: „Dort, wo früher die Zielgerade war, sieht man daneben einen alten Betonstreifen, der total zugewachsen ist. Das war mal die Boxengasse.“

Kein Bock auf Kart

Max Verstappen war einst das Supertalent im Kart, heute hat er keine Lust mehr darauf. „Ich bin eineinhalb Jahre nicht mehr Kart gefahren”, sagte er. “Wenn ich mal frei habe, verbringe ich die Zeit lieber mit Freunden. Ich fahre ja genug Rennen.”

Halo mit neuem Look für 2021?

HaasF1 - Halo - Cockpit - GP Italien 2018 Foto: Wilhelm
Ab 2021 könnte der Halo etwas ästhetischer in das Design des Autos integriert werden.

Die FIA arbeitet im Hintergrund an der Weiterentwicklung des Cockpitschutz Halo. Nach dem Unfall von Fernando Alonso und Charles Leclerc sorgte das Thema zuletzt wieder für Schlagzeilen. Auch wenn nach den neuesten Untersuchungen immer noch nicht sicher bewiesen werden kann, dass Halo Leclerc das Leben gerettet hat, sehen es viele Fahrer sehr positiv. Beschleunigungskräfte von ca. 56G wirkten bei dem Unfall auf den Schutzbügel ein. Doch es gibt immer noch Kritiker, die sich vor allem am Look der Formel-1-Autos mit Halo stören. FIA-Rennleiter Charlie Whiting gibt Hoffnung: „Wir arbeiten an einer überarbeiteten Version für 2021, die für viele womöglich ästhetisch ansprechender ist.”

Williams auf Irrwegen

Williams steckt in dieser Saison im Schlamassel. Man kann sich nur schwer aus der Hinterbänkler-Rolle befreien. Würde da womöglich ein erfahrener Pilot gemeinsam mit den Ingenieuren mehr zu einem Fortschritt beitragen können als Lance Stroll und Sergey Sirotkin? Stroll verweist auf McLaren. “Sie haben mit Fernando Alonso einen erfahrenen Piloten, müssen aber auch kämpfen. Ich will das nicht kommentieren, aber das ist ein gutes Beispiel.”

Selbstkritik von Grosjean

Romain Grosjean darf noch ein Jahr bei HaasF1 bleiben. Auch, weil der Franzose in den letzten sechs Rennen fünf Mal in die Punkteränge gefahren ist. Hätte der 6. Platz gezählt, wäre Grosjean mit 35 Punkten schon WM-Zwölfter gewesen. Dabei hatte der HaasF1-Pilot bis zum GP Frankreich keinen einzigen Punkt auf seinem Konto. „Unser Auto war vom ersten Rennen an stark“, erzählt Grosjean im Rückblick. „Aber ich habe einige dumme Fehler gemacht, die mir nicht passieren sollten.“ Teamchef Guenther Steiner lobte: „Das was Romain in Monza gezeigt hat, ist seine Normalform. Er muss einfach nur sicherstellen, dass er das immer abrufen kann.“

Todt mit vier Motoren-Herstellern happy

Jean Todt - GP Italien 2018 Foto: sutton-images.com
Jean Todt will die aktuellen Motoren-Lieferanten nicht verlieren.

Das Motoren-Reglement für 2021 soll demnächst endlich publik gemacht werden. Riesige Überraschungen sind nicht zu erwarten. FIA-Präsident Jean Todt erklärte dazu: „Meine Priorität ist es, dafür zu sorgen, dass wir die vier bestehenden Hersteller behalten. Ich habe immer gesagt, es wäre sehr ungerecht für sie, wenn wir wegen eines neuen Herstellers alles ändern. Die alten Motorenbauer haben über all die Jahre investiert. Ich war immer pessimistisch, dass wir mit speziellen Regeln für die Formel 1 mehr als vier Hersteller bekommen könnten. Ich persönlich finde es wirklich eine tolle Leistung, vier verschiedene Antriebsstränge für 10 Teams zu haben.“

Neue Helm-Standards

Stilo stellte in Monza den neuen Helm vor, der sich an den neuen Richtlinien orientiert, die 2019 für alle Formel-1-Fahrer Pflicht sind und mehr Sicherheit bieten soll. Der Helm ist im oberen Bereich verstärkt, das Sichtfeld des Fahrers etwas schmaler. Valtteri Bottas testete diese Version ohne Beanstandung bereits in Spa im Training.

Alles für eine Pizza

Daniel Ricciardo verriet, dass er einen Tag früher nach Monza reiste, obwohl er bis Donnerstagmittag keine Termine hatte. „Ich wollte einfach mal wieder eine Pizza in Italien essen.“

Japan Formel-1-begeistert

Der Ticketverkauf für den Grand Prix von Japan ist im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent gestiegen. Diese positive Entwicklung war einer der Hauptgründe dafür, warum die Veranstalter sich entschieden, dass das Rennen in Suzuka auch im nächsten Jahr zum Kalender gehören soll.

Neuester Kommentar

Monkeystar2 sollte wirklich mal einen Deutschkurs belegen, diese Rechtschreibung und dieser Ausdruck sind wirklich unterirdisch.

SVWM18 6. September 2018, 17:23 Uhr
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