Ferrari - Heizdecken - F1 - 2019 Motorsport Images

Radio Fahrerlager GP Kanada

2021 mit oder ohne Heizdecken?

Was sonst noch so am Rennwochenende in Montreal passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel-1-Gerüchteküche gesammelt.

Kampf um Heizdecken

Im Reglement für 2021 sind Reifenheizdecken verboten. Doch viele Teams versuchen die FIA und Pirelli schon wieder davon zu überzeugen, dass es ohne Heizdecken nicht geht. Das ärgert Alfa-Teammanager Beat Zehnder: „Natürlich geht es. Die DTM hat gezeigt, dass die Rennen ohne die Reifenheizerei besser werden. Außerdem ist es billiger. Wir sparen Frachtkosten von 300.000 Euro pro Jahr. Alle vier Jahre brauchen wir einen neuen Satz an Heizdecken. Der kostet 750.000 Euro.“

Brawn verteidigt Budget-Deckel

Formel 1-Chef Ross Brawn verteidigt die geplante Budgetdeckelung, die mit 175 Millionen Dollar und jeder Menge Ausnahmen vielen Teams zu hoch ausfällt. „Wir mussten für den Anfang Kompromisse eingehen. Mit dieser Summe steht das System nicht unter Stress und kann sich entwickeln. Sollte eine Krise kommen, können wir das Limit runtersetzen. Wir haben jetzt einen Fuß in der Tür, und das war wichtig.“

Extra-Punkte für die Show

Haas-Teamchef Guenther Steiner fordert Extra-Punkte für die beste Show. „In Barcelona haben wir sie mit dem Duell unserer Fahrer geliefert. In der Qualifikation in Montreal mit dem Crash von Kevin.“ Red Bull-Sportchef Helmut Marko hat er noch einen weiteren Vorschlag: „Wir wollen Extra-Punkte für die besten Überholmanöver. Die gewinnt meistens der Verstappen.“

Kein Männersport mehr

Lewis Hamilton findet das Formel-1-Fahren zu einfach geworden ist. „Ich steige aus dem Auto und schwitze nicht mal. Mit den Autos könnte ich drei Rennen hintereinanderfahren. Früher war das mal ein Männersport. Heute setzen sich junge Fahrer in unsere Autos und sind sofort schnell damit.“ Romain Grosjean stimmte dem Weltmeister zu: „Wenn ich am Wochenende zum Spaß mit einem Schaltkart unterwegs bin, dann ist das anstrengender als ein Formel-1-Rennen.“

Kubica und die Flasche

Alfa Romeo hatte in seiner Vorschau auf den GP Kanada noch einmal an den einzigen GP-Sieg des Sauber-Teams 2008 in Montreal erinnert. Dabei kam zur Sprache, dass man eine Replika der Champagnerflasche in Hinwil habe, die Robert Kubica damals für seinen Sieg bekam. Das Original steht bei BMW. Natürlich leer. Bei der Kopie ist der Korken noch drauf. Im Internet kursierten prompt Gerüchte, Kubica habe seinerzeit vergessen, den Champagner zu versprühen. Als Williams den Polen darauf ansprach, meinte der: „Googelt doch einfach mal Bilder von der Siegerehrung. Da könnt ihr alle sehen, dass ich den Champagner verspritze.“

Robert Kubica - GP Kanada 2008
Wilhelm
Der Beweis: Kubica spritzte 2008 in Montreal mit Champagner.

Großer Andrang in Spielberg

Der Veranstalter des GP Frankreich hat 50 Prozent weniger Karten verkauft als im Vorjahr. Red Bull erzählt, dass der Ticketverkauf in Spielberg um 30 Prozent gegenüber 2018 gestiegen ist. Und da war das Haus schon voll. „Wir haben eine Zusatztribüne aufgestellt“, verrät Helmut Marko. Aus Holland werden 28.000 Besucher erwartet.

Vater und Sohn

Es ist der Traum von Kevin Magnussen einmal zusammen mit seinem Vater die 24 Stunden von Le Mans zu fahren. In diesem Jahr wird jedoch noch nichts aus dem Plan. „Wenn ich es mache, will ich mich anständig darauf vorbereiten. Dazu habe ich im Moment keine Zeit.“

Großes Meeting

Die Teams wurden von der FIA und dem Formel-1-Management zum absoluten Stillschweigen auf Fragen zum Reglement für 2021 vergattert. Nach diversen Treffen in Montreal hat die FIA alle Teamchefs, Technikdirektoren und Fahrer nach Paris zu einem großen Krisengipfel eingeladen, der am Donnerstag (13.6.2019) steigen soll. Die Entscheidung auch die Fahrer einzuladen wurde kurzfristig getroffen, nachdem sich Lewis Hamilton beschwerte, dass die Piloten nie nach ihrer Meinung gefragt werden.

Robin Herd gestorben

Einer der großen Formel 1-Konstrukteure ist am 4. Juni nach langer Krankheit verstorben. Robin Herd begann seine Laufbahn als Ingenieur in der Luftfahrt. Er gehörte zu einem der vielen Entwicklungsteams des Überschall-Flugzeuges Concorde. 1965 wechselte in den Motorsport. Bruce McLaren suchte Techniker für sein Konstruktionsbüro. 1969 gründete Herd zusammen mit Max Mosley, Alan Rees und Graham Coaker den Rennstall March. Coaker starb schon 1971 bei einem Testunfall in Silverstone. Später verließen Rees und Mosley das sinkende Schiff, so dass Herd ab 1977 als einziger aus dem Gründerquartett übrig blieb. 1989 verkaufte er das Team an Leyton House.

#betterthanredbull

Haas-Sponsor Rich Energy musste wegen des Markenrechtsstreits gegen einen Fahrradhersteller seine Logos vom Auto entfernen lassen. Auf Twitter pöbelte die Getränkefirma gegen den juristischen Gegner und auch gegen andere Kritiker. Ein besonders peinlicher Tweet wurde zwischenzeitlich wieder gelöscht. Als Kevin Magnussen sein Auto im Qualifying in die Mauer setzte, freute sich Rich Energy darüber, dass Max Verstappen damit im Q2 vorzeitig ausfiel. Versehen war die Nachricht mit dem Hashtag #betterthanredbull.

Haas - GP Kanada 2019
ams
Haas musste das Rich-Energy-Logo von den Autos und dem Equipment entfernen.

Feuchte Überraschung

Im Rennen am Sonntag schmorte bei Lando Norris die Hinterradaufhängung wegen einer überhitzenden Bremse durch. Nach dem Rennen gab es dann die Abkühlung. Die McLaren-Mechaniker schmissen den Rookie in das Olympische Ruderbecken, das hinter dem Fahrerlager liegt.

Einbruch bei Grosjean

Kaum war Romain Grosjean wieder zuhause angekommen, versuchten Einbrecher durch ein Fenster in sein Haus einzusteigen. Der Pilot vertrieb die Eindringlinge mutig und beschützte seine Familie. „Mein Mann ist ein echter Held“, schrieb Ehefrau Marion auf ihrem Instagram-Account.

Sieg für Ferrari

Immer wenn Ferrari ein Rennen gewinnt, werden vor dem Eingang der Ferrari-Fabrik in Maranello die Flaggen gehisst. Nach dem Grand Prix von Kanada war das Zeichen des Sieges wieder zu sehen. Teamchef Mattia Binotto hatte nach dem Rennen bereits erklärt: „Für uns ist Sebastian heute der Gewinner.“

Teure Garagen

Montreal hat ein neues Boxengebäude mit Garagen gebaut, die doppelt so groß sind wie früher. Die Miete der Garagen und der Teampavillons kostet für die Woche 50.000 Euro. Sebastian Vettel ist die Anlage zu perfekt: „Mir hat die alte Camping-Atmosphäre besser gefallen.“ Und Lewis Hamilton wunderte sich über die schnelle Bauzeit. „An der Brücke, die über den Fluss zur Rennstrecke führt, bauen sie seitdem ich hier Rennen fahre.“ Also seit 2007.

GP Kanada 2019: Bilder vom neuen Boxengebäude

Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2019
Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2019 Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2019 Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2019 Ferrari - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 6. Juni 2019 101 Bilder
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