Antonio Giovinazzi - GP Monaco 2019 Motorsport Images

Radio Fahrerlager GP Monaco 2019

Wurde die Strecke heimlich geändert?

Was sonst noch so am Rennwochenende in Monte Carlo passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt.

Eine andere Strecke

Hat sich der Stadtkurs von Monte Carlo seit letztem Jahr verändert? Die FIA und der Veranstalter behaupten steif und fest: Nein, es sind die gleichen 3.337 Meter wie 2018. Das bestreiten die Fahrer. Sie sind überzeugt, dass die zweite Kurve der Schikane am Eingang der Schwimmbad-Passage enger geworden ist und wollten beim Fahrer-Briefing eine Antwort darauf. Sergio Perez berichtete seinem Team: „Letztes Jahr konnte ich die Passage locker voll fahren. Jetzt muss ich am Ausgang leicht lupfen.“

Keine neue Quali

Die Qualifikation wird weiter wie gehabt in drei Segmenten durchgeführt. Liberty hat die Idee mit einer Aufteilung in vier K.O.-Runden wieder verworfen, weil die TV-Zahlen für die Qualifikation am Samstag um 50 Prozent gestiegen sind. Dafür fallen sie für die Rennen gerade in den Keller.

Kein Standard-Getriebe

Das Getriebe wird nun doch kein Standardteil. Ursprünglich sollte ab 2021 ein Hersteller die Kassette mit den Innereien liefern. Die Teams konnten die FIA aber überzeugen, dass es billiger ist, die Teile selbst zu bauen und sie an Kundenteams zu verkaufen. Auch bei der geplanten Standardisierung der Bremsen, Felgen und des Benzinsystems regt sich Widerstand. Aus Angst vor einem technischen Problem, das dann die ganze Formel 1 lahmlegen würde. Sauber-Teamchef Frédéric Vasseur ärgert sich: „Das gleiche könnte man von der Einheitselektronik sagen. Die funktioniert aber seit Jahren.“

Haas rüstet auf

Haas bekommt ab dem GP Kanada eine neue Hinterradaufhängung. Federn und Dämpfer werden durch Hydraulikelemente ersetzt, die gleichzeitig die Bodenfreiheit je nach Fahrsituation anpassen. Ferrari liefert die Teile.

Bottas statt Hamilton

Lewis Hamilton war eigentlich für die FIA-Pressekonferenz am Mittwoch vor dem GP Monaco vorgesehen. Der Engländer ließ sich kurzfristig durch Teamkollege Valtteri Bottas vertreten. Er sei noch nicht in der Lage über den Tod eines Freundes zu sprechen, ließ Hamilton ausrichten. Die FIA drückte ein Auge zu.

Charles Leclerc - GP Monaco 2019
Motorsport Images
Charles Leclerc fuhr beim Heimspiel mit einem zweigeteilten Helm.

Leclerc erinnert an Vater Herve und Bianchi

Charles Leclerc fuhr in Monaco mit einem speziellen Helmdesign. Die eine Hälfte war in der Lackierung wie das Helmdesign seines 2017 verstorbenen Vaters Herve Leclerc gehalten, die andere im Design des Helmes von seinem Freund und Mentor Jules Bianchi, der 2015 verstarb.

Rosbergs großer Erfolg

Nico Rosberg kam direkt von ePrix aus Berlin nach Monte Carlo angereist. Rosberg war dort Veranstalter des Greentech Festivals. „Das hat acht Monate Arbeit gekostet.“ Berühmtester Redner war Prinz Haakon von Norwegen. 40.000 Besucher machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg.

Kuriose schwarze Flagge

Den Haas-Piloten wurden 24 Minuten nach Beginn des ersten Trainings die schwarze Flagge gezeigt. Der Grund: Das Team hatte die Rennleitung darum gebeten. Der Funkverkehr zu den Fahrern war zusammengebrochen, und weder Kevin Magnussen noch Romain Grosjean reagierten auf Boxensignale. „Wir hatten Angst, dass unsere Fahrer ohne Sprit auf der Strecke stehenbleiben“, erklärte Teamchef Guenther Steiner.

Der „Hückelberg“

Nico Hülkenberg kannte Niki Lauda nur von Gesprächen im Fahrerlager. Trotzdem fällt ihm eine lustige Anekdote ein. „Als RTL-Reporter konnte er meinen Namen nicht aussprechen. Er hat immer Hückelberg gesagt.“

Skript bei McLaren

Kevin Magnussen ist froh, dass er bei Haas fährt und nicht mehr bei McLaren. „Bei uns geht es locker zu. Keiner verbietet mir den Mund. Bei McLaren gab es ein Skript, was du sagen durftest und was nicht.“

Cristiano Ronaldo - GP Monaco 2019
Wilhelm
Ronaldo Jr. durfte im Silberpfeil von Hamilton probesitzen.

Ronaldo besucht Hamilton

Das Rennwochenende in Monaco ist das Rennen der Stars. Schon am Trainings-Donnerstag bekam Lewis Hamilton in der Mercedes-Garage prominente Unterstützung: Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo von Juventus Turin drückte ihm die Daumen. Sein Sohn durfte sogar kurz im Silberpfeil Platz nehmen.

Monaco zieht Promis an

Neben Ronaldo tummelten sich noch jede Menge andere Stars im Fahrerlager von Monte Carlo. Darunter Football-Spieler Odell Beckham Jr. (NFL) und Eishockey-Spieler P. K. Subban (NHL), Skifahrerin Lindsay Vonn, Supermodels wie Winnie Harlow und Kendall Jenner, Schauspieler Liam Cunningham und Patrick Dempsey, Modedesigner Tommy Hilfiger und Philipp Plein sowie Musiker Nick Mason.

Perez bangt um GP Mexiko

Die Nachrichten aus Mexiko klingen nicht gut. Der Grand Prix in der Azteken-Metropole steht auf der Kippe, weil sich die Regierung nicht mehr beteiligen will. „Es sieht nicht gut aus. Ich hoffe inständig, dass wir unseren Grand Prix halten können. Es ist eines der besten Events des Jahres. Und Mexiko kann der Welt zeigen, was wir auf die Beine stellen können.“

Patrese Junior übt schon

In Monte Carlo trifft man Formel 1-Fahrer, die man nur ein Mal im Jahr sieht. Zum Beispiel Riccardo Patrese, den Sieger von 1982. „Ich bin der letzte, der Grace Kelly noch die Hand schütteln durfte.“ Patrese ist dem Motorsport immer noch verbunden. Sein Sohn fährt seit zwei Jahren Kart. Der 256-fache GP-Teilnehmer klagt: „Der Kartsport ist so unglaublich teuer geworden. Mit Geld geht da alles. Du brauchst kein Talent mehr.“

Charles Leclerc - GP Monaco 2019
Motorsport Images
Erst Fußball, dann Modenschau - Leclerc war bei beiden Charity-Events dabei.

Wenn Rennfahrer zu Models werden…

In Monaco gehört Glanz und Glamour zum Programm. So findet auch jedes Jahr eine Charity-Modenschau statt, bei der die Fahrer auf dem Catwalk posen. Dieses Mal bei der Amber Lounge Fashion Show mit dabei: George Russell, Charles Leclerc, Antonio Giovinazzi und Formel-1-Pilotin Tatiana Calderon. Zu den Stars und Sternchen gehörten Pamela Anderson und Eddie Irvine.

Wenn Rennfahrer zu Fußballern werden…

Ebenfalls eine Charity-Tradition ist das alljährliche Fußballspiel zwischen einem Allstar-Team des Fürsten Albert von Monaco gegen eine Auswahl von Rennfahrern. Mit dabei waren Mick Schumacher, Pierre Gasly, Antonio Giovinazzi, Carlos Sainz und Charles Leclerc. Die Allstars von Albert haben mit 3:2 gegen die Rennfahrer gewonnen.

Piquet und Kvyat werden Eltern

Daniil Kvyat und Kelly Piquet, Tochter von Nelson Piquet, machten ihre Liebe im Jahr 2017 öffentlich. Nun werden die beiden Eltern. Kelly Piquet drückte ihrem sechs Jahre jüngeren Freund in Monaco mit Babybauch die Daumen.

Abschied von Lauda

Der Tod von Niki Lauda legte eine dunkle Wolke über den GP Monaco. Der Formel 1-Kosmos stand voll unter der Gewissheit, dass wir den Mann mit dem Kapperl nie mehr sehen werden. „Niki war immer brutal direkt. Er redete nie um den heißen Brei herum. Ich konnte ihn auch in schwierigen Zeiten immer ansprechen. Als Rennfahrer konnte er sich gut in die Gedankenwelt eines anderen Fahrers hineinversetzen“, sagte Valtteri Bottas. Sebastian Vettel meinte zu Laudas größtem Charakterzug: „Niki war Niki. Er wollte nie einen anderen spielen. Ein echter Charakter und Racer.“ Alain Prost borgte sich eine Trauerbinde von Mercedes aus. Der frühere Teamkollege von Lauda war fassungslos: „Je mehr ich darüber nachdenke, dass Niki nie mehr zurückkommt, desto trauriger werde ich.“ Für Prost ist nicht nur ein Freund gestorben, sondern auch eine Ikone: „Niki stand für eine Zeit, die viele jungen Menschen heute nicht mehr kennen. Sein Gesicht erzählt die Geschichte des Motorsports dieser Ära.“

Erinnerung an Niki Lauda: Formel 1 sagt Servus Niki!

Sebastian Vettel - Lauda-Helm - GP Monaco 2019
Sebastian Vettel - Lauda-Helm - GP Monaco 2019 Sebastian Vettel - Lauda-Helm - GP Monaco 2019 Sebastian Vettel - Lauda-Helm - GP Monaco 2019 Sebastian Vettel - Lauda-Helm - GP Monaco 2019 25 Bilder
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