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Sebastian Vettel - GP Singapur 2019
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Sebastian Vettel - GP Singapur 2019
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Radio Fahrerlager GP Singapur

Wer ist für das neue Reglement?

In unserer Rubrik Radio Fahrerlager haben wir wie immer die kleinen, interessanten Randgeschichten vom Rennwochenende in Singapur gesammelt. Hier finden Sie bunte News und brandheiße Gerüchte.

Wem gefallen die neuen Regeln?

Formel-1-Chef Chase Carey stellte den Teamchefs in Singapur die Frage, wem die neuen Technikregeln für 2021 zusagen. Die Vertreter von McLaren, Williams, Renault und Toro Rosso hoben die Hand. Alfa-Teamchef Frédéric Vasseur zu 50 Prozent. Alle anderen fordern einen Kompromiss zwischen der „Einheitsformel GP1“ (Zitat Horner) und den aktuellen Autos.

Doch wieder Heizdecken

Die Formel 1-Teams und Pirelli haben Angst vor der eigenen Courage. Der Plan, die Reifenheizdecken wie in anderen Rennserien verschwinden zu lassen, scheint zu scheitern. Pirelli will sich neben den 18-Zoll-Reifen nicht noch eine zweite Unbekannte zumuten. Deshalb lautet der Vorschlag jetzt: Lasst uns noch zwei Jahre mit Heizdecken fahren und sie erst 2023 abschaffen. Bis dahin soll es Einheitsheizdecken geben.

Blundell statt Brundle

Der Name Racing Point geht vielen immer noch schwer über die Lippen. Selbst Experten wie Martin Brundle. Als der Ex-Rennfahrer vor dem Sky-Mikrofon wieder mal von „Force India“ sprach, meldete sich Teamchef Otmar Szafnauer bei dem TV-Sender. Mit einem Schuss Humor richtete er den Produzenten aus: „Sagt bitte Mark Blundell, dass unser Team Racing Point heißt.“

Streit um zusätzlichen Reifentest

Beim traditionellen Frühstück mit Formel 1-Boss Chase Carey und FIA-Präsident Jean Todt ging es hoch her. Racing Point will weiter die im Oktober neu angesetzten Reifentests in Barcelona blockieren und droht mit rechtlichen Schritten. Die FIA bleibt gelassen. Erstens kann der Verband jederzeit das Sicherheitsargument vorschieben, andererseits würde so ein Prozess Jahre dauern. „Bis dahin hat der Test längst stattgefunden“, richtete Todt Racing Point aus.

Fahrer wollen engeres Feld

Die Fahrer stellen sich auf die Hinterfüße. Bei einem Treffen der GPDA in Singapur einigten sich die Fahrer auf eine gemeinsame Agenda, die sie der FIA vorlegen wollen. Sie fordern bessere Reifen, eine weniger sensible Aerodynamik und weniger Gewicht. Bis auf das Gewicht stimmt das mit den Plänen der FIA überein. „Beim Gewicht können wir leider nicht viel machen“, bedauert FIA-Präsident Jean Todt. Außerdem wollen die Piloten ein ausgeglicheneres Feld, so dass am Ende nicht nur drei Teams gewinnen können. Das geht nach Meinung von Vettel, Verstappen und Co. nur über eine gerechtere Geldverteilung und Budgets, die nicht so weit auseinanderliegen. Damit stellen sich die Top-Piloten gegen ihre eigenen Teams. Die wollen verhindern, dass man ihnen ihre Vorteile wegnimmt.

Ferrari gegen Monza

Die großen Fahrer halten nichts von Qualifikationsrennen als Ersatz für das aktuelle Format. „Das ist Bullshit“, sagt Sebastian Vettel offen. Lewis Hamilton und Max Verstappen schließen sich an. Teams und Regelhüter diskutieren trotzdem. Vier Strecken werden für 2020 in Betracht gezogen. Unter anderem auch Monza. Doch damit hat Ferrari ein Problem. Man will beim Heimrennen an einem Samstag nicht aus den letzten Reihen starten. Derzeit liegt der Vorschlag auf dem Tisch, die möglichen Quali-Rennen in umgekehrter Reihenfolge des WM-Stands zu starten. Ross Brawn versuchte die Diskussion zu beruhigen: „Es handelt sich nur um ein Experiment. Es ist nicht für alle Zeiten in Stein gemeißelt.“

Nico Hülkenberg - Renault  - Formel 1 - GP Italien - Monza - 7. September 2019
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Das Qualifying von Monza sorgte dieses Jahr für viele Schlagzeilen.

Verstappen gegen 22 Rennen

Max Verstappen spricht sich nicht nur gegen Qualifikationsrennen aus. Sondern auch gegen den großen Kalender. „22 Rennen sind zu viel. Wir sollten nur auf den besten Strecken fahren.“ Der Holländer führt noch einen weiteren Grund an. „Für die Fahrer und die Teamoberhäupter sind die vielen Rennen kein Problem. Die Bosse kommen erst am Freitag oder Samstagmorgen. Die Mechaniker aber müssen fünf, sechs Tage schuften.“

Masi lehnt starre Regeln ab

Beim Fahrerbriefing in Singapur ging es heiß her. Auslöser war die Art und Weise, wie sich Charles Leclerc in Monza gegen Lewis Hamilton verteidigt hat. Das Gros der Fahrer fordert klare Regeln dafür, wie oft man auf der Bremse die Spur wechseln darf. FIA-Rennleiter Michael Masi will jedoch vorerst nichts ändern. Beim ersten Verstoß gegen die Regel gibt es eine Verwarnung, beim zweiten werden die Sportkommissare konsultiert. Die Fahrer fürchten, dass es vorher zu einem großen Crash kommen könnte. Daniel Ricciardo machte den Vorschlag: „Warum einigen wir uns nicht untereinander auf eine einheitliche Regel?“

Seidl für strengere Regelauslegung

Seit dem GP Österreich, seit dem Aufeinandertreffen von Charles Leclerc und Max Verstappen, regieren die Rennkommissare mit lockerer Hand. Auch in Singapur gab es zahlreiche Zweikämpfte mit Berührungen, jedoch keine Strafen. Die Mehrzahl im Fahrerlager begrüßt die Politik. Nicht aber McLaren-Teamchef Andreas Seidl. „Mir persönlich wäre eine strengere Regelauslegung lieber. Aus meiner Sicht bringt das mehr Konsistenz in die Entscheidungen. Manche Fahrer und manche Teams haben sich beschwert. Seither werden die Regeln lockerer ausgelegt. Jetzt probieren wir es so weiter – und ich habe auch kein Problem damit.“

Renault für Zeitstrafe

Die Motoren sind kompliziert. Das Strafsystem ebenfalls. Manchmal rätseln selbst die größten Experten, wie die Startaufstellung aussehen wird, wenn mehrere Fahrer eine Motorenstrafe kassieren. Renaults Teamchef Cyril Abiteboul macht einen Vorschlag: „Wir sollten besser Zeitstrafen einführen, die der Fahrer in der Box absitzt, oder die am Rennende addiert wird. Ich verstehe nicht, warum unser Vorschlag auf so wenig Gegenliebe stößt.“ McLaren-Boss Zak Brown stimmt Abiteboul: „Meine Stimme hast du. Zeitstrafen sind einfach zu verstehen.“

Albon beim Premier

Red Bulls Alexander Albon traf vor dem Rennen den thailändischen Premierminister und brachte ihm als Geschenk einen Rennanzug mit. Der GP Singapur war für den 23-Jährigen fast ein Heimrennen. „Es fühlt sich ein bisschen so an, auch wenn es immer noch zwei Flugstunden von Thailand aus sind.“

Kein Tattoo für Leclerc

Lewis Hamilton verbringt weniger Zeit in den sozialen Netzwerken. Auf Instagram machte der Weltmeister sogar den Kahlschlag. Er folgt niemandem mehr. „Ich wollte etwas ändern. Ich stehe jetzt in Ruhe auf und lese, statt sofort nachzuschauen, was auf Instagram abgeht. Ich mag die Plattform immer noch. Nur verbringe ich dort nicht mehr so viel Zeit.“ Charles Leclerc lieferte in Singapur eine weitere Netzgeschichte. „Irgendwo stand geschrieben, ich habe mir nach meinen Siegen ein Tattoo stechen lassen. Aber ich bin genauso wie vorher.“

Smog in the City

Zur Dunkelheit und schweißtreibenden Hitze kam noch dicke Luft. Brandrodung im 350 Kilometer entfernten Sumatra kam in Singapur als trüber Smog an. Bei der Feinstaubbelastung, unter der Singapur am Rennwochenende ächzte, wäre jede deutsche Stadt komplett gesperrt worden. Der Veranstalter hatte für die Zuschauer für alle Fälle eine Atemmaske bereit. Am Renntag kletterte die Luftverschmutzung kurzfristig über die erlaubten Werte.

Verwirrung bei Williams

Williams schickte Robert Kubica im Q1 zu spät auf die Strecke. Der Pole schaffte es mit einer Chaosrunde trotzdem noch rechtzeitig über die Linie. Doch dann hörte er an Funk, dass die Runde abbrechen soll. Das Team war der Meinung, er hätte es nicht mehr geschafft. Kubica antwortete entgeistert: „Als ich über die Linie bin, war die schwarzweiß karierte Flagge noch nicht draußen.“

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Sergio Perez zum zweiten Mal Vater

Der GP Singapur brachte Sergio Perez einen Ausfall. Die Woche vor dem Rennen lief besser für den Mexikaner. Er wurde zum zweiten Mal Vater.

Alle Plätze dicht bei Red Bull

Nico Hülkenberg weiß es selbst. Ein Cockpit bei Red Bull bleibt ein „Träumchen“. Dabei schwärmt Red Bull-Teamchef Christian Horner in höchsten Tönen von ihm: „Nico ist ein großartiger Fahrer, der noch nicht zeigen konnte, wie gut er wirklich ist. Er verdient einen Platz in der Formel 1, weil er besser ist als einige Fahrer, die ein Cockpit haben.“ Er selbst kann dem Renault-Fahrer ohne Anstellung für 2020 keinen Sitz anbieten. „Alle Fahrer, die für unsere vier Autos in Frage kommen, sind bei uns unter Vertrag. Wir haben nur die Aufgabe, für sie den richtigen Platz zu finden. Deshalb haben wir auch keine Eile mit der Fahrerwahl.“

100 Prozent Safety-Car

Der GP Singapur hat auch dieses Mal Wort gehalten. Zum zwölften Mal im zwölften Rennen rückte das Safety-Car aus. Diesmal hatte Bernd Mayländer gleich drei Einsätze über insgesamt elf Runden. Auch 2017 musste das Rennen drei Mal neutralisiert werden. In Summe macht das 19 Einsätze seit 2008. Der erste war der berühmteste: Nelson Piquet junior löste ihn absichtlich aus, damit Renault-Teamkollege Fernando Alonso gewinnen konnte.

Leclerc dankt 1.300 Mitarbeitern

Nach den Siegen in Belgien und Italien pausierte Charles Leclerc erst einmal ein paar Tage zuhause in Monte Carlo. „Ich lebe dort seit eineinhalb Jahren nicht mehr bei meiner Mutter, sondern in einem eigenen Apartment.“ Der Monegasse reiste in der Rennpause auch nach Maranello in die Ferrari-Fabrik, um sich dort für den Heimsieg feiern zu lassen – und um sich zu bedanken. „Die Siege kamen genau zur richtigen Zeit nach einer schwierigen Saison für uns. Ich wollte mich persönlich bei den 1.300 Mitarbeitern bedanken.“

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