Lewis Hamilton - Mercedes - GP Singapur 2018 Wilhelm
Lewis Hamilton - GP Singapur 2018
Lewis Hamilton - GP Singapur 2018
Hamilton & Vettel - GP Singapur 2018
Lewis Hamilton - GP Singapur 2018
GP Singapur 2018 - Start 27 Bilder

Radio Fahrerlager GP Singapur 2018

Erst Reise-Marathon, dann Sieg

In unserer Rubrik Radio Fahrerlager gibt es wie immer die kleinen, interessanten Randgeschichten vom Wochenende in Singapur. Diesmal mit Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo, Stoffel Vandoorne, Nico Hülkenberg und weiteren.

Neue Regel für Re-Start

Im nächsten Jahr ändert sich die Re-Start-Regel. Überholen ist dann erst erlaubt, wenn die Autos die Ziellinie überquert haben. Im Moment darf man schon ab der SafetyCar 1-Linie überholen. Sie markiert den Beginn der Boxengasse.

Weit weg von Alonso

Als Kevin Magnussen vor dem GP Singapur nach seinen Plänen für das Wochenende gefragt wurde, hatte er eine schnelle Antwort parat: Ich will so weit weg wie möglich von Alonso bleiben.„ Alonso und Magnussen verbindet seit ihren hitzigen Zweikämpfen in Silverstone und Monza eine tiefe Abneigung.

Nico Hülkenberg - GP Singapur 2018
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Hülkenbergs Jubiläum

Nico Hülkenberg fuhr in Singapur seinen 150.Grand Prix. Seine Bilanz: “Klar, hätte ich gerne mal ein Rennen gewonnen und hätte gerne mehr erreicht. Aber ich bin immer noch hier. Das ist auch eine Leistung. Das Champagnerspritzen hebe ich mir für später auf.„ Sein Wunsch für die Zukunft: “Ich will mindestens noch einmal 75 Rennen fahren.„

Pokal für Mayländer

Das gibt es auf keiner anderen Rennstrecke im Kalender. Elf Mal fand ein Grand Prix in Singapur statt, und alle elf Mal rückte bei mindestens einer Gelegenheit das Safety Car aus. Seit 2008 hat Bernd Mayländer insgesamt 72 Runden geführt. Mehr als eine ganze Renndistanz. Das wäre eigentlich einen Pokal wert.

Zweifel an IndyCar

Stoffel Vandoorne blickt wie Esteban Ocon in eine ungewisse Zukunft. “Jeden Tag geht eine neue Türe zu, aber ich habe die Hoffnung auf einen Formel 1-Sitz noch nicht aufgegeben.„ Der Belgier bastelt aber bereits an einem Plan B. “Ich will unbedingt Rennen fahren.„ Notfalls auch in der IndyCar-Serie. “Das Indy 500 hätte schon seinen Reiz, weil es so ein berühmtes Rennen ist. Wenn ich aber den Unfall von Wickens sehe, kommen mir Zweifel. Diese Ovalrennen sind mit einem höheren Risiko verbunden.„

Fernando Alonso - IndyCar-Test 2018 - Barber Motorsports Park
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Hamilton gleicht aus

Bis jetzt war Sebastian Vettel der König von Singapur. Der Deutsche hatte bei elf Starts vier Pole Positions 2011, 2013, 2015, 2017 und vier Siege (2011, 2012, 2013, 2015) erzielt. Jetzt hat Lewis Hamilton ausgeglichen. Der Engländer startete 2009, 2012, 2014 und 2018 jeweils von der Pole Position und gewann in den Jahren 2009, 2014, 2017 und 2018.

Sauna für Ricciardo

Daniel Ricciardo ist der Mann, der bei Red Bull geht. Ab sofort ist der Australier von allen Technik-Meetings und Simulatorfahrten ausgeschlossen. Auf die Hitzeschlacht in Singapur bereitete sich Ricciardo mit Spezialtraining vor “Ich habe in der Sauna trainiert, im Kraftraum die Heizung angedreht und mir sieben Lagen Klamotten übergeworfen. So kannst du dieses beklemmende Gefühl bei Hitze im Cockpit simulieren.„

Keine Angst vor Ocon

Valtteri Bottas ist froh, dass Mercedes seinen Vertrag schon beim GP Deutschland verlängert hat. Da konnte ein anderer Mercedes-Schützling noch zwischen zwei Angeboten wählen. Esteban Ocon hatte Offerten von McLaren und Renault. Der Franzose und Mercedes entschieden sich für Renault. Zwölf Tage später hatte Ocon gar nichts mehr. Renault zog plötzlich Daniel Ricciardo an Land. Wäre Ocon früher in Schwierigkeiten geraten, hätte Bottas womöglich einen Konkurrenten für das zweite Mercedes-Cockpit bekommen. Was ihm dann 2019 blühen könnte. Bottas macht sich deshalb keine großen Gedanken: “Wenn ich meine Leistung nicht bringe, kann mich jeder Fahrer ersetzen. Dann bin ich das Mercedes-Cockpit nicht wert.„

21 Stunden im Flugzeug

Die längste Anreise hatte Lewis Hamilton. Der Weltmeister reiste direkt von der Fashion Week aus New York an. “Ich bin 21 Stunden im Flieger gesessen„, stöhnte Hamilton. Vor New York hatte Hamilton noch einen Abstecher nach Shanghai gemacht. Teamchef Toto Wolff lässt ihn gewähren. “Er treibt sich auf den Catwalks herum, fliegt um die Welt und dann verbläst er alle anderen. Lewis weiß am besten, was ihm guttut.„

Ferrari-Tür offen für Mick Schumacher

Ferrari-Rennleiter Maurizio Arrivabene warnt davor, Mick Schumacher überstürzt in die Formel 1 zu holen. “Lasst ihn sich ohne Druck entwickeln. Im Augenblick zeigt er starke Leistungen. Mit diesem Namen, der in der Ferrari-Historie so viel bedeutet, ist die Tür in Maranello immer offen für ihn.„

Wehrlein raus

Die Wege von Mercedes und Pascal Wehrlein trennen sich. Der Vertrag wird nicht verlängert. Wehrlein erhofft sich bessere Chancen auf dem Fahrermarkt, wenn er den Mercedes-Stern nicht mehr auf der Brust rägt. Der DTM-Meister von 2015 steht auf einer langen Liste von Kandidaten für das zweite Toro Rosso-Cockpit neben Daniil Kvyat.

Streit um die gelbe Linie

Wieder einmal war Kurve 7 ein Streitpunkt bei der Fahrerbesprechung. Die Fahrer wollten wissen, wie weit sie in der Kurve am Ende der langen Gerade über die Streckenbegrenzung hinausfahren dürfen. FIA-Rennleiter Charlie Whiting antwortete, dass es kein vorgeschriebenes Limit gebe. Wer bei Verlassen der Strecke schneller werde, würde bestraft. Worauf ihn Sebastian Vettel fragte: “Und was passiert, wenn ich jede Runde außerhalb der Strecke fahre. Dann hast du keinen Vergleichsmaßstab.„ Hamilton fügte hinzu: “Du gewinnst Zeit, wenn du dich in Kurve 7 weit raustragen lässt. Nicht am Ausgang, wo ihr messt. Du machst am Eingang Zeit gut, weil du mehr Speed in die Kurve mitnimmst.„ Whiting ließ sich daraufhin breitschlagen. Eineinhalb Meter neben dem äußeren Randstein wurde eine gelbe Linie auf den Asphalt gemalt. Wer die Linie berührte, bekam die Runde gestrichen. Drei Mal berühren im Rennen gab eine Verwarnung.

Grosjean mault

Romain Grosjean hat in den Fahrerbesprechungen immer etwas zu meckern. Diesmal beklagte er sich über Sergey Sirotkin. “Der wechselt auf der Geraden dauernd die Spur.„ FIA-Rennleiter Charlie Whiting wollte ein Beispiel wissen. Als Grosjean Monza erwähnte, holte Whiting mit ein paar Klicks die Akte Sirotkin hervor. Die Aufzeichnung zeigte ganz klar, dass der Russe unschuldig war. Er fuhr zwei Sekunden vor Grosjean her. “Der einmalige Spurwechsel gilt nur bei Verteidigung. Du warst viel zu weit weg„, belehrte der Engländer den Fahrer.

Motorsport Aktuell Lewis Hamilton - Mercedes - GP Singapur 2018 Taktikcheck GP Singapur 2018 Ferrari zum Risiko gezwungen

Sebastian Vettel verlor den GP Singapur bereits im Training.

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