Radio Fahrerlager GP USA 2018

Doch noch Chancen für Ticktum?

Daniel Ticktum - Formel 3 2018 Foto: Red Bull 22 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Austin passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt.

Doch noch Chance für Ticktum?

Daniel Ticktum wurde Zweiter in der Formel 3-EM. Damit fehlen dem Red Bull-Schützling noch ein paar Punkte für die Superlizenz und damit für die Toro Rosso-Fahrkarte in der Formel 1. Red Bull überlegt jetzt, den Engländer in der Winterserie der GP3 in Asien antreten zu lassen. Dort könnte er die fehlenden Punkte für die Superlizenz noch zusammenhamstern.

Kein Mexiko-Test für Räikkönen

Gerüchte, wonach Kimi Räikkönen für Sauber nach dem GP Mexiko schon Reifentests fährt, sind aus der Luft gegriffen. „Die Tests in Mexiko wird Giovinazzi für uns fahren“, stellt Teammanager Beat Zehnder fest. Es gab in der Geschichte nur einen Ferrari-Fahrer, der bei Sauber fremdgegangen ist. Das war Michael Schumacher für einen Tag in Fiorano. Dagegen ist das Test-Debüt von Austin-Sieger Räikkönen bei Sauber in Abu Dhabi immer noch in der Planung. So wie Lance Stroll nach dem Saisonfinale zum ersten Mal im Force India sitzen soll.

Sirotkin hofft auf Williams

Sergey Sirotkin - GP USA 2018 Foto: xpb
Sirotkin hofft auf einen Verbleib bei Williams.

Sergey Sirotkins Zukunft ist immer noch ungewiss. Trotzdem macht sich der Russe keine Sorgen. „Ich bin zuversichtlich. Warum soll ich alle zwei Minuten bei Williams nachfragen? Ich habe getan, was ich tun konnte und sehe im Vergleich zu meinem Teamkollegen sehr ordentlich aus.“ Ein Plan B hat Sirotkin nicht: „Williams ist meine einzige Option.“ Seine Konkurrenten heißen Esteban Ocon und Robert Kubica. Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist bereit, sein Juwel Ocon ein Jahr aussetzen zu lassen, falls Williams für den Franzosen zu viel Geld aufruft. „Wir sind für Plan B bereit. Esteban wird 2020 sicher ein Cockpit in einem guten Auto haben. Entweder bei uns oder woanders. Wir haben viele gute Angebote.“

Honda macht ernst

Toro Rosso ist das Testlabor für Honda. Pierre Gasly und Brendon Hartley kassierten auch in Austin Startplatzstrafen. Aber nicht, weil die neuen Honda Spec3-Motoren beim Debüt in Suzuka Schäden erlitten hätten. Nein, weil Honda in den USA bereits Spec 3B auf den Weg brachte. Die Japaner probierten neue Kolben aus und modifizierten die Kennfelder so, dass der Motor beim Hochschalten nicht mehr so harsch einsetzt und damit das Getriebe ruiniert.

Indy-Stars in Austin

Das halbe IndyCar-Feld hat sich im F1-Fahrerlager von Austin blicken lassen: Josef Newgarden, Conor Daly, J.R. Hildebrand und Alexander Rossi. Die US-Stars werden nächstes Jahr selbst in Austin antreten. Der Circuit of the Americas steht zum ersten Mal im IndyCar-Kalender.

Grosjeans eigene Rechnung

Romain Grosjean hat nach eigener Rechnung nicht 31, sondern 39 WM-Zähler auf dem Konto. „Die acht Punkte, die sie mir in Monza gestohlen haben, zähle ich dazu.“

80.000 Fans in Miami

Miami F1 Festival 2018 Foto: Red Bull
Bei bestem Wetter machte die Formel 1 in Miami Werbung in eigener Sache.

Zeitgleich zum GP USA in Austin lief in Miami das fünfte Fan-Festval der Formel 1 mit Emerson Fittipaldi im 74er McLaren, Formel 1-Autos von Red Bull und Honda, dem Zweisitzer und Konzerten. 80.000 Zuschauer kamen in den Bayfront Park. Wie man hört, waren die Organisatoren in Austin nicht so begeistert über die Konkurrenzveranstaltung, die Aufmerksamkeit vom Grand Prix weglenkte.

Sette Camera bei McLaren

Formel 2-Pilot Sergio Sette Camera bewirbt sich bei McLaren als Reservepilot. McLaren-Sponsor Petrobras soll ihn dabei unterstützen. Der Brasilianer ist in diesem Jahr bei Carlin schon F2-Teamkollege von Lando Norris, der 2019 einen Stammplatz bei McLaren hat.

Leclerc mit Selbstvertrauen

Charles Leclerc antwortet keck auf die Frage, was man von Hamilton lernen könne: „Bis jetzt nicht viel. Ich habe ihn ja immer nur getroffen, wenn er mich überrundet hat. Nächstes Jahr wird das hoffentlich anders sein. Dann sollte ich näher an ihm dran sein.“ Der zukünftige Ferrari-Fahrer hat Selbstvertrauen.

Welche Verkleidung bei Stroll-Vertrag?

Force India-Teamchef Otmar Szafnauer verkleidet sich bei den Vertragsunterschriften mit seinen Fahrern je nach Nationalität. Bei Sergio Perez hatte Szafnauer einen mexikanischen Sombrero auf. Und bei Lance Stroll? „Vielleicht verkleide ich mich als kanadischer Mountie.“

Ricciardo beim Football

Daniel Ricciardo hat vor dem GP USA ein College Football-Spiel von den Texas Longhorns in Austin angeschaut. „Es war eine coole Erfahrung. Das war ja nur die College Meisterschaft, und die Bude war gerammelt voll.“

Texas-Outfits

Daniel Ricciardo - GP USA 2018 Foto: Red Bull
Ricciardo mit Spezialhelm für den US-Grand-Prix.

Red Bull ließ seinen beiden Fahrern für das Austin-Rennen spezielle Overalls und Race-Boots im Texas-Stil von Ausrüster Puma anfertigen. Ricciardo war zudem mit einem speziellen Helmdesign beim US-Grand-Prix unterwegs. Der aufgemalte Honigdachs („Honey Badger“) auf der Rückseite bekam eine Sheriff-Uniform angezogen. Auch Sebastian Vettel hatte sich einen speziellen Kopfschutz für den US-Grand-Prix anfertigen lassen. Sein gewohntes Helmdesign wurde mit einem Innenpolster im Look der US-Flagge kombiniert.

Kein Texas-Wetter

Austin erlebte ein zweites Schlechtwetter-Chaos nach 2015. Zu Dauerregen im Training kam auch noch Kälte dazu. Die in der GP-Woche gemessenen Temperaturen waren die niedrigsten Mitte Oktober, die je in Austin aufgezeichnet wurden.

Alonsos Top 5

Fernando Alonso ließ sich zu einer Einschätzung seiner Top 5-Piloten aller Zeiten hinreißen. „Für mich sind das Fangio, Schumacher, Senna, Prost und Hamilton. Lewis, weil er von Anfang an ein Siegfahrer war und auch auf schlechten Autos gewonnen hat.“

Gottvater Fangio

Lewis Hamilton findet es „crazy“, das man ihn nach dem fünften WM-Titel auf eine Stufe mit Juan-Manuel Fangio stellen wird. „Er ist der Gottvater aller Fahrer in diesem Sport.“ Hamilton kann sich nicht vorstellen, dass er in den 50er Jahren Rennen gefahren wäre, obwohl er das Gefühl aus seinen Demo-Fahrten mit dem Mercedes W196 in Monza kennt. „Stirling Moss hat mir erzählt, dass man bei einem Unfall gehofft hat aus dem Auto geschleudert zu werden, weil dann die Überlebenschancen größer waren. Heute sind wir froh, wenn wir im Cockpit fest angeschnallt sind.“

US-Fan Hamilton

Lewis Hamilton reist regelmäßig in die USA. Er sagt auch, warum er so ein großer Amerika-Fan ist: „Ich liebe das Land, seit ich mit 17 Jahren zum ersten Mal in New York war. Amerika, das steht für mich für breite Straßen, das beste Unterhaltungs-Business und die leckersten Pfannkuchen der Welt. Ich könnte sie jeden Tag essen.“

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