Räikkönen denkt schon an Rücktritt

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Kimi Räikkönen wechselt zum letzten Mal den Arbeitgeber. Kurz vor seinem 27. Geburtstag kündigt der Finne an, dass es nach Ferrari wohl keine Fortsetzung seiner Formel 1-Karriere geben wird.

Einerseits gehört "Iceman" Kimi Räikkönen zu den ehrgeizigsten Fahrern in der Formel 1, andererseits gilt der Finne nicht gerade als Arbeitstier. Während bei Ferrari das letzte Technik-Meeting um 19 Uhr endet, hat Räikkönen seinen McLaren-Dienst im Normalfall schon gegen 17 Uhr quittiert. "Ein Fahrer, der früh ins Hotel geht, demotiviert das Team", sagt Ross Brawn. Er habe kein Problem damit sich anzupassen, kündigt Räikkönen an.

Doch die Motivation des knapp 27-Jährigen hat im Gegensatz zu Vorgänger Schumacher Grenzen. Während der Deutsche 15 Jahre im Grand Prix-Sport auf höchstem Niveau bestritt und sieben Titel gewann, sagt Räikkönen: "Ich denke nicht daran, so lange wie Schumacher zu fahren."

Zu jung für die Superlizenz?

Sechs Formel 1-Jahre hat Räikkönen nun hinter sich. Als er 2001 als 20-jähriger Formel 3-Fahrer zu Sauber stieß, gab es Rumoren im Fahrerlager. Ein so junger und unerfahrener Pilot solle keine Superlizenz erhalten, argumentierten einige. Räikkönen wechselte schon nach einem Jahr zum Topteam McLaren - mit dem klaren Ziel, Weltmeister zu werden. Zwei Mal scheiterte er knapp, 2003 fehlte ihm lediglich ein Punkt zum ersehnten Titel. Nachtragend gegenüber den Silbernen will er nicht sein: "Ich bin McLaren dankbar. Sie haben mir meine ersten Siege ermöglicht."

Nun kündigt Räikkönen an: "Ferrari ist wahrscheinlich mein letztes Team." Räikkönen hat für drei Jahre unterschrieben. Wird er in dieser Zeit Weltmeister, hat er sein Ziel erreicht. Sein Gehalt liegt laut Schätzungen zwischen 20 und 25 Millionen Dollar pro Jahr. Räikkönen pflegt keinen außerordentlich teuren Lebensstil. Geld sollte er zum Jahresende 2009 genug verdient haben, um sich zur Ruhe zu setzen.

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