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Räikkönen muss hinten starten

Unterboden nicht regelkonform

Kimi Räikkönen muss vom Ende des Feldes starten. Der Unterboden seines Lotus E21 ist nicht regelkonform. Romain Grosjean kam bei einem ähnlichen Vorfall in Ungarn ohne Strafe davon.

Die Stewards haben den Unterboden des E21 von Kimi Räikkönen untersucht. Er entspricht nicht den Vorgaben der FIA. Schon in Ungarn war an Romain Grosjeans Auto das gleiche Problem diskutiert worden. Der Franzose kam allerdings ungeschoren davon, weil Lotus nachweisen konnte, dass sich die Abweichung durch das Überfahren eines Kerbs ergeben hat.

Eher Nachteil als Vorteil

Der Finne verliert den 5. Startplatz und muss von hinten losfahren. Lotus-Chefingenieur Alan Permane erklärte allerdings, dass der Unterboden in Kurve 3 bei einem Schlag mit 25g gebrochen sei. Eher ein Nachteil, als ein Vorteil.

Eigentlich war Räikkönen nach dem Qualifying zufrieden, denn mit dem kürzeren Radstand am Lotus kam er gut zurecht. Diese Version passt besser zu seinem Fahrstil. Räikkönen ist der Meinung, dass sich seine Entscheidung, wieder auf den zehn Zentimeter kürzeren Radstand zurückzurüsten, ausgezahlt hat.

Kurzer Radstand passt besser zum Fahrstil

"Es braucht keine große Veränderung. Aber wenn du die Front so einstellen kannst, wie du es magst, dann kann ich normal fahren und alles läuft, wie es sollte", sagt der Iceman. Zuletzt haderte er immer wieder mit starkem Untersteuern. "Wir wollten schon bei vergangenen Rennen den kurzen Radstand fahren, aber bei manchen ging es nicht. Das ist ein Bereich, in dem ich das Auto so verändern kann, wie ich es will. Es liegt nicht an der Strecke, sondern es kommt mir vom Auto her mehr entgegen."

Für das Rennen rechnet sich Räikkönen gute Chancen aus. Er geht davon aus, dass man mit den Red Bull kämpfen kann. "Das Auto ist meistens besser im Rennen. Wenn wir keine Probleme haben, sollten wir dabei sein. Wir waren gestern ganz gut unterwegs. Wir haben das Auto etwas verändert, es war heute im Qualifying noch besser."

Ob Räikkönen den kurzen Radstand nun auch für den Rest der Saison fahren wird, steht noch nicht fest. "Wir werden sehen wie es morgen aussieht. Bisher war es gut. Aber das mag auf einer anderen Strecke anders aussehen. Es ist auch nicht einfach, von einer Version auf die andere zu wechseln."

Räikkönen will nicht über Gehalt reden

Da stellt sich die Frage, ob sich der 34-Jährige überhaupt noch damit beschäftigen muss. Denn er setzte am Freitag öffentlich Lotus das Messer auf die Brust und erklärte, dass er die letzten beiden Rennen streiken wird, sollte sein Gehalt nicht überwiesen werden. Auf die Frage eines Journalisten, wie es mit einer Einigung aussieht, wollte Kimi allerdings nicht antworten. Zu diesem Thema schwieg er sich am Samstag aus.
 

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