Sebastian Vettel - GP Belgien 2017 xpb
Vettel, Bottas & Hamilton - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Hamilton & Vettel - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Vettel, Bottas & Hamilton - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017 50 Bilder

Räikkönen zieht Ferrari zu Platz 2

Vettel mit 15 km/h Bonus

Ferrari hat Mercedes auf einer Mercedes-Strecke unter Druck gesetzt. Kimi Räikkönen spielte nach einem Fehler den Teamplayer und zog Vettel im Windschatten zu Platz 2. Das brachte 15 km/h und eine halbe Sekunde.

Spa ist eine Mercedes-Strecke. Die Pole Position von Lewis Hamilton hat das unterstrichen. Doch Ferrari war an den Silberpfeilen näher dran als erwartet. Auch auf eine Runde. Ferrari hat hochgerechnet, dass Kimi Räikkönen bei einer perfekten Runde Hamiltons Bestzeit hätte angreifen können. Räikkönen selbst winkt ab: „Ich halte nichts von diesen Kalkulationen. Du musste die Runde ohne Fehler zu Ende fahren, um es zu beweisen.“

Räikkönen lag in seinem letzten Versuch bereits zweieinhalb Zehntel unter seiner bis dahin schnellsten Runde, als er in Kurve 9 einen Quersteher korrigieren musste. Das ist jene Bergab-Linkskurve, in der Michael Schumacher 1996 im Training einen schweren Unfall hatte. Räikkönen wusste sofort, dass die Chance vertan war. Und er wusste, dass Teamkollege Sebastian Vettel ungefähr 20 Sekunden hinter ihm fuhr. „Da war klar, dass ich dem Team helfe“, erklärte der Finne und bat: „Macht bitte keine Verschwörungstheorien daraus.“

Was Kimi damit meinte: Keiner soll schreiben, er wäre nach Vettels Vertragsverlängerung zum Wasserträger degardiert und das Team hätte die Schützenhilfe angeordnet. Es war ein freiwilliger Akt aus der Situation heraus.

Vettel bedankt sich für die noble Tat

Für Vettel war die noble Tat des Teamkollegen eine echte Hilfe. GPS-Daten enthüllen, dass der WM-Spitzenreiter von Kurve 15 bis 18 gegenüber dem ersten Versuch im Q3 eine halbe Sekunde gewann. Der Topspeed kurz vor dem Bremspunkt zur Busstop-Schikane stieg von 315 auf 330 km/h. Der Windschatten steuerte einen gehörigen Teil dazu bei, aber nicht alles. Ferrari dreht wie Mercedes für den allerletzten Sturm auf die Pole Position die Power auf die höchste Stufe. Vettel schätzt den Zeitgewinn im Windschatten des anderen Ferrari auf „zwei Zehntel“.

Der WM-Spitzenreiter lag in allen freien Trainings und im Q2 hinter Spa-Spezialist Räikkönen. Erst in der Qualifikation begann sich die Situation langsam zu drehen. Im Q1 rangierte Vettel zum ersten Mal vor dem Teamkollegen. „Beim Q2 ging es nur drum, weiterzukommen. Der erste Versuch im Q3 ist mir nicht so gelungen. Ich habe die Vorderachse plötzlich nicht so gespürt wie davor. Zum Schluss hat mir ein guter Freund geholfen. Es war dann ein bisschen schwierig, den richtigen Bremspunkt für Kurve 18 zu finden, weil ich so viel schneller dort ankam“, berichtete Vettel.

Ferraris holt dank Upgrades zu Mercedes auf

Ferrari geht von den Startpositionen 2 und 4 optimistisch in das Rennen. Vettel bestätigte im dritten Training seinen guten Rennspeed auf den Ultrasoft-Reifen. „Ich glaube, wir sind für das Rennen gut gerüstet.“ Den viel zitierten Vergleich zu Silverstone, wo Ferrari gegen Mercedes chancenlos war, lässt Räikkönen nicht zu: „Die Strecken weisen wegen der schnellen Kurven vielleicht ein paar Ähnlichkeiten auf, sie sind aber nicht miteinander zu vergleichen. Schon deshalb nicht, weil wir in Spa weniger Abtrieb fahren.“

Und weil Ferrari seit der Niederlage beim GP England sein Auto massiv weiterentwickelt hat. Die Angst-Strecken haben ihren Schrecken verloren. Was Mercedes-Teamchef Toto Wolff mit einer gewissen Unruhe verfolgt. „Spa sollte eigentlich unsere Strecke sein. Dafür ist uns Ferrari ziemlich dicht auf den Fersen.“ Wolff wundert am meisten das Entwicklungstempo, das Ferrari vorlegt und rätselt. „Wo kommt dieser Schritt in der Aerodynamik her? Es ist ja praktisch die gleiche Mannschaft wie im Vorjahr.“ Das gleiche Design-Team mit anderen Anführern. Unter Mattia Binotto und Aerodynamikchef David Sanchez sind Dinge erlaubt, die früher nicht möglich waren. Mit Mut zum Risiko auch Grenzen ausloten.

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