Rätseln über Schumis Motorschaden

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Die neue Achtzylinder-Generation hält die Ingenieure in Atem. In 17 Rennen gingen bei elf Teams 21 Triebwerke zu Bruch. Ferrari fahndet bei Michael Schumachers Japan-Motor im Zylinderkopf nach dem Schaden.

Wenn überhaupt, kann nur der komplett sezierte Motor bei der Untersuchung in Maranello Aufschluss über die Schadensursache in Suzuka geben. Der Achtzylinder im Auto mit der Nummer fünf war komplett zerstört.

Technik-Chef Ross Brawn sagt: "Temperaturen und Drücke waren okay." Im Ziel wurde gerätselt: Hatte es mit dem kurz zuvor erledigten Boxenstopp zu tun? Die Standzeit ohne Kühlluft und die Bummelfahrt mit 100 km/h sind immer ein Risikofaktor. Altersschwach war das Aggregat noch nicht. Mit einer Laufleistung von 1.022 Kilometern lag er noch knapp 500 Kilometer unter dem Limit.

Der einzige Anhaltspunkt der Fahnder: Sie sind sich sicher, dass das Unheil vom Zylinderkopf ausging. Sofort werden Erinnerungen an Shanghai wach, wo Felipes Massas Motor gewechselt werden musste. Ein Ventil zeigte einen feinen Riss. Doch alles sprach eher für einen Einzelfall, nicht für eine faule Serie.

Faule Kolben bei Renault

Bei Renault ist man bei der Ursachenforschung einen Schritt weiter. Nach Alonsos Motorplatzer in Monza entdeckten die Ingeniure, dass auch Fisichellas Achtzylinder keine drei Runden mehr gehalten hätte. Die Kolben waren der Schwachpunkt. Bei Tests in Jerez traten zwei identische Schäden auf, daraufhin änderten die Konstrukteure das Rezept der Aluminiumlegierung.

Risiken gingen beide Kontrahenten trotz des näherrückenden Finales nicht ein. Renault gab den Fahrern für die Asien-Rennen lediglich 19.500/min statt 19.800 Touren frei. Die neue Spezifikation E wird beim Finale in Sao Paulo (22.10.) wohl kaum zum Einsatz kommen. Alonso braucht nur einen Punkt. Auch Ferrari wird sich den Einbau der vierten Ausbaustufe gut überlegen. Für den Kampf im Konstrukteurspokal brauchen die Roten beide Autos im Ziel.

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