Kimi Räikkönen - GP Belgien 2019 xpb
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Kimi Räikkönen 2000 Sauber
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Kimi Räikkönen mit Muskelfaserriss

Alfa-Ersatzmann Ericsson in Spa

Kimi Räikkönen verletzte sich in der Sommerpause beim Sport. Hinter seinem Einsatz in Belgien steht deshalb ein Fragezeichen. Im Training wird der viermalige Spa-Sieger herausfinden, ob er trotz einer lädierten linken Wade fahren kann.

Es gibt im 20-köpfigen Fahrerfeld keinen erfolgreicheren Piloten als Kimi Räikkönen in Spa-Francorchamps. Der 39-Jährige feierte vier seiner 21 Karriere-Siege in Belgien. Mehr als Lewis Hamilton und Sebastian Vettel, die jeweils drei Mal in Spa gewannen.

2004 und 2005 triumphierte der Iceman, wie Räikkönen genannt wird, für McLaren. 2007 und 2009 für Ferrari. „Der letzte Sieg kam besonders unerwartet. Damals war unser Auto nicht wettbewerbsfähig“, erinnert sich Räikkönen.

Der Routinier ist für Alfa Romeo in dieser Saison ein Punktegarant. In acht der 12 Rennen lieferte Räikkönen Zähler ab. 31 der 32 Teampunkte sammelte der Finne. Teamkollege Antonio Giovinazzi steuerte nur einen Punkt zu. Mit anderen Worten: Alfa Romeo, früher unter dem Namen Sauber eingeschrieben, ist abhängig von Räikkönen.

Räikkönen mit Muskelfaserriss

Und weil Räikkönen ein Spa-Spezialist ist, waren die Erwartungen vor dem 13. Rennwochenende der Saison groß. Doch jetzt könnte es ganz anders kommen. Der Weltmeister von 2007 meldete sich verletzt aus der Sommerpause zurück. „Ich habe mir eine Muskelzerrung beim Sport zugezogen. Ich werde halt langsam alt“, flachst Räikkönen. Teamintern ist sogar von einem Muskelfaserriss in der linken Wade die Rede.

Hinter Räikkönens Einsatz in Spa steht deshalb ein Fragezeichen. Als Absicherung hat Alfa Ersatzfahrer Marcus Ericsson aus den USA einfliegen lassen. Eigentlich müsste der Schwede, der von 2015 bis 2018 Stammfahrer bei Sauber war, am Wochenende bei den IndyCars in Portland fahren.

Marcus Ericsson - GP Belgien 2019
Motorsport Images
Ericsson steht bereit, sollte Räikkönen nicht einsatzfähig sein.

Doch die Formel 1 hat Vorrang. „Es wäre fahrlässig, wenn er nicht hier wäre“, sagt Räikkönen. „Deshalb haben wir einen dritten Fahrer. Wir müssen das Worst-Case-Szenario abdecken.“ Das wäre ein Nichteinsatz.

Räikkönen spielt seine Verletzung herunter. „Ich würde nicht von einem Handicap sprechen, bin aber auch nicht bei 100 Prozent.“ Und der Ex-Weltmeister ist trotz der lädierten Wade zu Scherzen aufgelegt. „Ich habe gelernt, dass Sport gefährlicher ist als zu trinken. Beim Trinken bekommt man höchstens einen Kater.“

Nur drei harte Bremspunkte

Am Trainingsfreitag von Belgien wird Räikkönen herausfinden, inwiefern ihn die Verletzung am linken Bein behindert. Und ob er fit genug ist, das gesamte Wochenende durchzufahren. Immerhin hilft das Streckenlayout. In Spa gibt es nur drei harte Bremszonen: Kurve 1, 5 und 18. Die Fahrer bremsen mit dem linken Fuß nur auf 13 Prozent der Runde. Maximal verzögern sie mit 4,2g. Entsprechend geringer fällt die Belastung aus verglichen mit Rennstrecken wie beispielsweise Kanada.

Der Vollgasanteil beträgt gesehen auf die Rundendistanz über 80 Prozent. Es kommt also mehr auf den Einsatz des rechten Gasfußes an. „Es ist deshalb besser, dass es den Bremsfuß erwischt hat“, meint Räikkönen und lächelt.

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