Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - 2017 Ferrari
Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Monaco 2017
Marcus Ericsson - Formel 1 - GP Monaco 2017
Marcus Ericsson - Formel 1 - GP Monaco 2017
Kimi Räikkönen - Formel 1 - GP Monaco 2017 66 Bilder

Stallregie gegen Räikkönen?

„Entscheidungen nicht 100 Prozent ideal“

Kimi Räikkönen wurde in Monaco Opfer der Ferrari-Strategie. Von der Pole Position gestartet landete er im Ziel hinter Teamkollege Sebastian Vettel. Vorwürfe will der Finne seinem Team aber nicht machen.

Die Aufregung nach dem Rennen in Monaco war groß. Hatte Ferrari falsches Spiel mit Kimi Räikkönen gespielt? Durch ein schlechtes Timing beim Boxenstopp hatte der Finne den sicher geglaubten Sieg verloren. Nach dem Rennen zeigte sich der Pilot verständlicherweise übel gelaunt auf dem Podium. Er verlangte Antworten von seinen Strategen.

Viele Experten im Fahrerlager warfen Ferrari eine versteckte Stallregie vor, damit der in der WM besser postierte Sebastian Vettel die 25 Punkte für den Sieg mitnimmt. In Kanada zeigte sich der Iceman allerdings nicht nachtragend. „Es kamen viele Dinge zur falschen Zeit zusammen. Aber man findet nach jedem Rennen Dinge, die man anders hätte machen können“, lautete das milde Urteil Räikkönens zur Monaco-Strategie.

Fehler bei Ferrari passieren

Der 37-Jährige nahm den Fehler seines Teams äußerlich locker: „Ich musste noch einmal an den gleichen Autos vorbei, die ich schon vor dem Boxenstopp überholt habe. Aber so etwas passiert in Monaco schon mal und ist. Man muss die Entscheidungen schnell treffen. Dieses Mal waren sie nicht 100 Prozent ideal für mich. So läuft es manchmal. Wir arbeiten als Team zusammen. Es passieren immer mal Fehler. Das ist ganz normal.“

Dass Räikkönen auf dem Podium nicht begeistert dreinschaute, habe nichts mit dem Vorwurf der Stallregie zu tun, betonte der Pilot. „Mein Ziel war es zu gewinnen. Wenn man dann Zweiter wird, ist man natürlich nicht glücklich. Da stelle ich mich hinterher nicht hin und freue mich auf dem Podium.“

Vettel zufällig begünstigt

Auch Vettel betonte in Kanada noch einmal, dass es sich nicht um eine Stallregie gehandelt habe: „Es wurde nach dem Rennen unnötig viel diskutiert. Wenn ich als Erster die Chance bekommen hätte, an die Box zu kommen, dann hätte ich mich gefreut. Das ist normalerweise der bessere Weg zu gewinnen“, erklärte der Heppenheimer.

„So wie sich das Rennen dann ergeben hat, war es aus Teamsicht besser länger draußen zu bleiben, um den Angriff von Daniel (Ricciardo) zu verteidigen. Wir mussten warten, bis er reinkommt. Sonst hätte er das Rennen bei einem Safety-Car in der Tasche gehabt. In den Runden war ich Gottseidank schnell genug, um den Spieß rumzudrehen. Aber wie gesagt: Im Normalfall läuft das anders.“

Räikkönen nicht die Nummer 2

Nach Auskunft Räikkönens habe sich an der Hierarchie im Teams nichts geändert. Es gebe keinen Nummer-1-Fahrer. „Es läuft weiter wie immer. Wir haben unsere Regeln. Wir kämpfen so hart wie wir können. Wenn es zu dem Punkt in der Meisterschaft kommt, an dem nur noch einer von beiden Chancen auf den Titel hat, dann ist es normal zurückzustecken. Damit habe ich auch kein Problem. Das ist ein faires Spiel“, so Räikkönen.

In der WM-Wertung steht es nun 129 zu 67 für Vettel. Im Kampf gegen Mercedes kann es sich Ferrari eigentlich nicht leisten, Punkte zu verschenken. Auf die Frage, was seinen Teamkollegen so stark macht, hat Räikkönen eine klare Antwort: „Er ist schnell und konstant. Er macht kaum Fehler. Das hat ihm schon viele Punkte eingebracht dieses Jahr.“

Zukunft ungewiss

Nach dem Rennen in Monaco gab es Gerüchte, dass Räikkönen der Platzwechsel immerhin die Vertragsverlängerung bei Ferrari für 2018 eingebracht habe. Das dementierte der Finne in Montreal allerdings: „Ich habe für nächstes Jahr noch keinen Vertrag. Es gibt jedes Jahr immer viele Gerüchte. Was in Monaco passiert ist, hat nichts mit meiner Zukunft zu tun. Ich weiß, was ich will für nächstes Jahr. Aber ich möchte das noch nicht öffentlich machen. Die Leute, die es angeht, wissen aber Bescheid.“

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