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Räikkönen vs. Verstappen

"Habe keinen Frontflügel gesehen"

Verstappen vs. Räikkönen - GP Ungarn 2016 Foto: xpb 67 Bilder

Das Duell zwischen Kimi Räikkönen und Max Verstappen in Budapest ist Geschichte. Doch die Meinungen dazu gehen immer noch weit auseinander. Während Räikkönen die fehlende Linie bei den Sportkommissaren anprangert, sieht Verstappen keinen Grund zur Aufregung.

Das Kapitel ist geschlossen. Kimi Räikkönen gegen Max Verstappen geht als Duell in die Geschichte ein, in dem es viele verschiedene Meinungen aber kein Urteil gab. Die Sportkommissare leiteten nicht einmal eine Untersuchung ein.

Die meisten Fahrer haben eine Meinung dazu. Sogar jene, die den Vorfall gar nicht gesehen haben. „Ich habe mir das Video vom Rennen nicht angeschaut“, meint Lewis Hamilton. „Aber wenn Kimi sich mal beschwert, muss etwas dran sein. Er sagt normalerweise gar nichts.“

Verstappens Reifen hatte einen Cut

Räikkönen hat den Vorfall zu den Akten gelegt. Und trotzdem treibt er ihn noch um. Nein, er hat nicht mit Verstappen geredet. Und noch nicht mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Und er weiß auch nicht, wie er Verstappen beim nächsten Duell gegenüber treten soll.

„Das Problem ist, dass wir uns nicht darauf verlassen können, was erlaubt ist und was nicht. Bei jedem Rennen gibt es andere Sportkommissare. Was die in Ungarn durchgehen ließen, kann beim nächsten Mal bestraft werden. Wir können uns auf nichts verlassen“, so der Iceman.

Max Verstappen versteht die Aufregung nicht. Auch nicht, dass der Ferrari den Frontflügel bei der Attacke verlor. „Ich hätte fast einen Reifenschaden gehabt. Wir haben hinterher einen Cut auf der Lauffläche festgestellt.“

Formel 1 kein Sonntagsausflug

Der 18-jährige Holländer sieht auch keinen Grund, seine Fahrweise zu ändern: „Ich habe nichts falsch gemacht. Wir sind hier doch nicht auf einem Sonntagsausflug. Soll ich einem Ferrari die Türe auflassen? Das hat Kimi ja auch nicht getan, als ich früher im Rennen mit frischen Reifen hinter ihm lag und viel schneller war. Überholen in Budapest ist halt schwierig. Ich hätte dabei auch meinen Frontflügel riskieren können.“

Einen späten Spurwechsel in der Bremszone will Verstappen nicht gesehen haben. „Ich habe seinen Frontflügel nicht neben mir gesehen. Also war der Spurwechsel in Ordnung.“ Und dann bemüht der jüngste Fahrer der Formel 1 die glorreiche Vergangenheit: „Schaut euch mal Senna gegen Prost an. Das waren noch ganz andere Bandagen.“

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