Räikkönen wartet 3.261 Tage auf Pole

Vettel sauer über 43 Tausendstel

Bottas, Räikkönen & Vettel - Formel 1 - GP Monaco - 27. Mai 2017 Foto: sutton-images.com 93 Bilder

Kimi Räikkönen steht zum ersten Mal seit dem GP Frankreich 2008 wieder auf der Pole Position. Sebastian Vettel war sichtlich verärgert über die 48 Tausendstel, die er in der Mirabeau-Kurve liegenließ.

Man hatte mit allen aus dem Kreis der Favoriten auf der Pole Position gerechnet, nur nicht mit ihm. Kimi Räikkönen hat 3.261 Tage auf seine 17. Pole Position gewartet, die erste seit dem GP Frankreich 2008 und seine zweite in Monte Carlo nach 2005. Kein anderer Fahrer legte zwischen zwei Pole Positions eine so lange Pause ein. Es folgen Mario Andretti mit 2.940 Tagen, Giancarlo Fisichella mit 2.415, Riccardo Patrese mit 2.163 und Felipe Massa mit 2.058 Tagen.

Sebastian Vettel war mit zwei Bestzeiten und einem zweiten Platz in den freien Trainingssitzungen als klarer Favorit in die Qualifikation zum GP Monaco gegangen. Doch dann stand der Name Vettel in keiner der drei K.O.-Runden an oberster Stelle. Max Verstappen gewann das Q1, Kimi Räikkönen das Q2. Im Q3 legte der Finne mit 1.12,296 Minuten gut vor. Vettel gelang im ersten Versuch nur eine Runde von 1.13,002 Minuten. „Ich bin in Kurve 5 etwas zu weit rausgerutscht.“ Zur besseren Orientierung: Das ist Mirabeau.

Räikkönen stellt neuen Monaco-Rekord auf

Spätestens da wusste der Monaco-Sieger von 2011: Meine härtester Gegner kommt aus dem eigenen Team. Räikkönen verbesserte sich im zweiten Versuch noch einmal um ein Zehntel und stellte mit 1.12,178 Minuten und einem Schnitt von 166,438 km/h einen neuen Monaco-Rekord auf.

Der 37-jährige Finne kommentierte kühl: „Das Auto war das ganze Wochenende gut. An einigen Stellen hatten wir noch Probleme, doch die konnten wir bis zu Qualifikation ausbügeln. Es war nicht perfekt, aber perfekt ist es nie. Es hat gereicht, und das ist wichtig. Das Timing für meine Runden stimmte. Ich fühlte mich gut im Auto, und so hat sich das eine ins andere gefügt.“

Vettel konnte nicht mehr kontern. Wieder wurde ihm die Bergabrechts-Haarnadel von Mirabeau zum Verhängnis: „Das Auto war gut und einfach zu fahren. Ich wollte zu viel, war einmal ein bisschen zu aggressiv und bin beim zweiten Mal zu tief in die Kurve rein. Ich habe die Zeit im zweiten Sektor liegengelassen. Kimi hat es offensichtlich besser gemacht. Ich bin mir sicher, dass jeder von uns nach der Qualifikation irgendetwas findet, das er besser hätte machen können.“

Der WM-Spitzenreiter war sichtlich angesäuert. Sein TV-Statement in Deutsch fiel mit 3 Sätzen unüblich kurz aus. Wenn Vettel gut drauf ist, kann die Beschreibung seiner Qualifikationsrunde schon mal zu einer längeren Geschichte ausarten. Er gab zu: „Ein tolles Resultat für das Team. Aber ich bin nicht so happy, wie ich sein könnte.“

Vettel mochte auch nicht die Tatsache aufheitern, dass WM-Gegner Lewis Hamilton nur auf Startplatz 13 steht. Der Ferrari-Pilot lebt im heute und jetzt. „Das kümmert mich nicht. Wir haben um den besten Platz gekämpft, und Kimi war besser.“

Für Vettel kam die Bestzeit seines Teamkollegen weniger überraschend als für Außenstehende. „In den freien Trainingssitzungen hatte ich immer freie Bahn und saubere Runden. Bei Kimi stand immer einer im Weg. So kam er nie in seinen Rhythmus. In der Qualifikation hat er seine Runde besser zusammengebracht. Deshalb war schneller. So einfach ist das.“

Keine Abmachungen für den Start?

Die Pole Position in Monte Carlo ist zwar die halbe Miete, aber trotzdem keine Garantie. Der Stadt-Grand Prix war schon zu oft eine Lotterie, die alle schlauen Prognosen über den Haufen warf. Das weiß auch Räikkönen. „In diesem Rennen kann viel passieren. Die Pole Position schenkt mir keinen Sieg.“

Bei einem normalen Rennen bleiben Vettel nicht viele Chancen, seine Position zu verbessern. Der Weg in die erste Kurve misst nur 227 Meter. Zwei Ferrari in der ersten Startreihe, schreit das nicht nach besonderen Abmachungen? Räikkönen reagierte gereizt auf die Frage: „Wir werden beim Start nichts anders machen als in den letzten 3 Jahren.“

„Es ist immer das gleiche Spiel. Wir wissen, dass wir für das Team fahren und wir wissen, welche Regeln wir beachten müssen. Wir dürfen gegeneinander kämpfen, solange wir uns nicht von der Strecke schieben. Ich weiß nicht, dass ihr etwas anderes erwartet als das, was in den letzten 3 Jahren passiert ist. Nichts hat sich geändert. Ihr wollt doch nur eine dumme Geschichte aus Nichts machen.“

Ferrari wird in diesem Rennen schwer zu schlagen sein. Die Autos fuhren nicht um den 3.337 Meter langen Parcous, sie schwebten. Aus der Bordkamera sah es so aus, als befänden sich Räikkönen und Vettel in einem Videospiel. TV-Kommentator Martin Brundle begeisterte sich: „Der Ferrari folgt jedem Lenkbefehl, er liegt über die Randsteine satt auf der Straße, das Auto scheint wie angeschraubt auf der Straße. Die Fahrer können mit ihren Autos machen was sie wollen.“

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