Ralf Schumacher

Nachsicht für Alonso

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Ralf Schumacher rechtfertigt sich nachträglich über seine hastige Abreise aus Monza und bittet um Verständnis für Fernando Alonsos Kritik an seinem Bruder. Er selbst war in die Rücktrittsentscheidung von Michael Schumacher nicht eingeweiht.

Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hat zugegeben, dass sein Bruder Michael ihn ihm Vorfeld nicht in die Rücktrittsentscheidung eingeweiht habe: "Wir haben da nie drüber gesprochen. Ich habe vorher auch nichts gewusst und habe es nach dem Rennen erfahren wie jeder andere auch", sagte der Toyota-Pilot dem Fernsehsender RTL.

Der Wahl-Österreicher verteidigte in dem Interview auch seine schnelle Abreise vom Formel-1-Rennen in Monza, obwohl sein Bruder dort am Sonntag seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt hatte. "Monza war ein sehr, sehr schlechtes Wochenende für mich. Das war eigentlich der einzige Grund, warum ich so schnell weg war."

Auf die nächste Saison ist Ralf Schumacher gespannt: "Was den Rücktritt betrifft, ist es natürlich nach zehn Jahren gemeinsamer Formel 1 sehr ungewohnt, wenn man darüber nachdenkt, dass er im nächsten Jahr nicht mehr dabei sein sollte. Nichtsdestotrotz muss ich die Entscheidung akzeptieren, wenn er mehr Zeit für sich selbst und die Familie braucht."

Ralf Schumacher: "Nicht ernst nehmen"

Der jüngere Schumacher hat indes Weltmeister Fernando Alonso aufgefordert, seinen Bruder Michael nicht mehr zu beschimpfen. "Letztendlich kommen diese Entscheidungen natürlich von Ferrari, nicht von meinem Bruder. Also sollte man daher von Beschimpfungen gegenüber meinem Bruder absehen", sagte der Toyota-Pilot in einem Interview mit dem Fernsehsender RTL.

"Ich verstehe natürlich in so einer Phase des WM-Kampfes, wo alles so eng ist und Fernando bereits relativ sicher war, dass er die WM gewinnt, dass er etwas empfindlich reagiert, wenn solche Entscheidungen kommen", sagte Ralf Schumacher. "Aber ich denke auch, man sollte das nicht ganz so ernst nehmen und ihm nachsehen, dass er in einer sehr schwierigen Phase war", erklärte der Toyota-Pilot.

Fernando Alonso: "Zidane mit mehr Ruhm als Schumacher"

"Michael ist der am meisten bestrafte und unsportlichste Fahrer der Formel-1-Geschichte", hatte der 25 Jahre alte Alonso einen Tag nach dem Rennen dem Sender "Radio Marca" gesagt und dabei einen Vergleich zum französischen Fußball-Nationalspielers Zinedine Zidane gezogen, der im WM-Finale in Berlin nach einem Kopfstoß die Rote Karte gesehen hatte: "Zidane hat sich mit mehr Ruhm verabschiedet als Schumacher."

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