Ralf Schumacher wechselt 2005 zu Toyota

Foto: dpa

Ralf Schumacher steht unmittelbar vor einem Vertragsabschluss mit Toyota. Der Kontrakt mit dem japanischen Hersteller soll eine Laufzeit von fünf Jahren haben.

In der Zeit von Januar 2005 bis Ende 2009 soll der 28-jährige Schumacher eine Garantiesumme von 100 Millionen Dollar erhalten. Dazu kommen im Erfolgsfall noch erkleckliche Bonus-Zahlungen für WM-Titel, Siege und WM-Punkte.

Noch vor Ostern, unmittelbar nach dem GP von Bahrain, soll der Wechsel offiziell verkündet werden. Dann ist das Ultimatum abgelaufen, das Schumachers Manager Willi Weber dem Team Williams-BMW gestellt hatte. Nach fünf Jahren im Team will Teamchef Frank Williams dem Deutschen die Gage, bislang geschätzte 16 Millionen Dollar jährlich, empfindlich kürzen, angeblich auf ein Viertel, bei allerdings erheblich höheren Punkte- und Siegprämien. Dieser Vorschlag missfiel Ralf Schumacher und Manager Weber.

System Ferrari soll kopiert werden

Toyota plant, mit dem jüngeren Schumacher-Bruder das System Ferrari zu kopieren. Um Schumi II, der bislang bei 117 GP-Starts erst sechs Mal gewonnen hat, soll eine Team entstehen, mit dem die von Köln aus operierenden Japaner endlich auf die Erfolgsspur fahren wollen. Toyota gilt mit einem Jahresbudget von knapp einer halben Milliarde Dollar als Krösus in der Formel 1-Branche. Diese Zahl wird von Toyota allerdings dementiert. Man verweist darauf, dass das Formel 1-Budget 2004 im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent zurückgeschraubt wurde.

Michael Schumacher war nach seinen beiden ersten WM-Titeln im Jahr 1996 zu Ferrari gewechselt. Zusammen mit Teamchef Jean Todt, Konstrukteur Rory Byrne und Taktik-Genie Ross Brawn musste Schumacher allerdings erst drei magere Jahre durchleiden. Erst 1999 wurde die Konstrukteurs-WM nach Maranello geholt. Den möglichen Titel in der Fahrer-WM verpasste Schumacher damals, weil er nach seines Beinbruchs in Silverstone monatelang pausieren musste. Ab dem Jahr 2000 waren die Roten dann nicht mehr zu stoppen: in den letzten vier Jahren holte Ferrari jeweils beide WM-Titel.

Personalprobleme bei Williams- Kehrt Villeneuve zurück?

Ralf Schumachers Ausscheiden bei Williams stellt das englische Team vor Personalprobleme. Der von Renault-Formel 1-Boss Flavio Briatore gemanagte Mark Webber steht auf der Wunschliste weit oben. Der Wechsel des Jaguar-Fahrers könnte aber am Veto des Italieners scheitern. Zudem ist Webber nur dann frei, wenn Jaguar zu Saisonmitte in der Konstrukteurswertung schlechter als auf Rang sechs platziert ist. So würden die Chancen des Ex-Williams-Fahrers Jacques Villeneuve auf ein Formel 1-Comeback steigen.

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