Ralf zu Renault

Wechsel oder großer Bluff?

Foto: ams

Update ++ Renault-Teamchef Flavio Briatore gibt sich unwissend. Die "Bild"-Zeitung will dagegen wissen, dass Ralf Schumacher 2005 für Renault fährt. Manager Willi Weber sagt, der Vertrag sei nur noch eine Formsache.

Schumacher-Manager Willi Weber sagte dem Blatt: "Wir sind uns mit Flavio Briatore über alle Eckpunkte einig. Einen Vertrag aufzusetzen ist nur noch reine Formsache." Bei Renault könnte Ralf Schumacher 2005 den Italiener Jarno Trulli ersetzen.

Ralf Schumachers Vertrag mit Williams-BMW endet mit Ablauf der Saison 2004. Trotz monatelanger Verhandlungen konnten sich beide Seiten bisher nicht auf eine Verlängerung einigen. "Es wird demnächst eine Entscheidung fallen", kündigte der 28 Jahre alte Kerpener an, "lassen wir uns überraschen."

Mario Theissen: "Ralf nicht oberste Priorität"

Williams-Motorenpartner BMW ließ durchblicken, dass man nicht unbedingt auf der Weiterbeschäftigung eines deutschen Fahrers bestehe: "BMW ist ein globales Unternehmen. Bei 16 von 18 Rennen ist jeder von uns ein Ausländer. Wir haben immer klar gemacht, dass wir versuchen, die zwei schnellsten Fahrer zu bekommen, die zur Verfügung stehen. Ralf dabei zu haben, ist nicht die oberste Priorität", sagt Sportchef Mario Theissen.

Die Fahrerverträge macht allerdings nicht BMW sondern Frank Williams. Dieser erzürnte seinen Fahrer, als er angeblich ein bereits besprochenes Vertragsangebot zurückzog und das Gehalt nach unten korrigierte. ""Es wäre schade, aber ich kann mich so nicht behandeln lassen", sagte Schumacher.

Briatore dementiert

Denkbar ist aber, dass Schumacher-Manager Willi Weber die Verhandlungen mit Renault benutzt, um noch einmal öffentlich Druck auf Williams auszuüben. Ein ähnlicher Versuch mit Toyota scheiterte im vergangenen Herbst. Angeblich wollen sich beide nach drei Rennen noch einmal zusammensetzen.

Renault-Teamchef Flavio Briatore will sich jedoch nicht vor den Karren spannen lassen. In einer offizellen Stellungnahme verkündete der Italiener: "Ich habe Willi Weber in Melbourne gesehen. Wir sind befreundet und haben auch miteinander geredet, aber zu keinem Zeitpunkt haben wir eine mögliche Zukunft für Ralf Schumacher bei Renault diskutiert."

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