Rasante Temposteigerung

Foto: Daniel Reinhard 28 Bilder

Die Abrüstungspläne von FIA-Chef Max Mosley kommen scheinbar gerade recht. Innerhalb nur eines Jahres stieg das Durchschnittstempo in der Formel 1 um bis zu sieben km/h.

Die Regeln blieben beim Jahreswechsel zur Saison 2004 nahezu stabil. Von den Rundenzeiten lässt sich das nicht behaupten. Weltmeister Ferrari senkte seine Rundenzeiten gegenüber dem Vorjahr im Training um 2,1 Sekunden, im Rennen waren es 2,2 Sekunden.

Das Mittel aus den Durchschnittsgeschwindigkeiten der jeweils Schnellsten im Qualifying lag 2003 noch bei 213,3 km/h. In der abgelaufenen Saison stieg das Tempo auf 217,1 km/h. Noch drastischer fällt der Vergleich im Rennen aus. Während die schnellsten Runden 2003 mit einem Mittel von 210,9 km/h absolviert wurden, erledigten die Topfahrer dies 2004 mit 217,5 km/h.

Tempo 370 in Monza

Verantwortlich für die erhöhte Geschwindigkeit der Autos war vor allem die Reifenentwicklung. Das Duell Bridgestone gegen Michelin brachte vor allem durch die Fortschritte der japanischen Marke starke Fortschritte bei den Rundenzeiten. Einen weiteren Beitrag zur Temposteigerung brachte Feinschliff an der Aerodynamik und verbesserte Motorleistung.

Die Top-Motoren liegen mittlerweile bei etwa 920 PS. Bei Honda träumt man schon vom Durchbrechen der 1000 PS-Schallmauer, die seit dem Ende der Turbo-Ära unereichbar schien. An einer weiteren Schallmauer kratzte Williams-BMW: Juan Pablo Montoya verfehlte beim Rennen in Monza den Topspeed von 370 km/h nur um 0,1 Kilometer pro Stunde.

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