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Red Bull will Mercedes stürzen

„Renault hatte einen großen Winter“

Red Bull bläst zum großen Angriff auf Mercedes. Die neuen Aerodynamikregeln sollen dem Team in die Hände spielen. Dazu glaubt man, die beste Fahrerpaarung im Feld zu haben. Und Renault verspricht eine weitere Leistungssteigerung für 2017.

Nur Red Bull konnte Mercedes im vergangenen Jahr schlagen. Beim GP Spanien siegte Max Verstappen in seinem ersten Rennen für das A-Team. In Malaysia langte Daniel Ricciardo zu. Beides Mal half Mercedes kräftig mit. In Barcelona durch die Startkollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton. In Sepang durch einen Motorschaden am Auto von Hamilton.

Für die meisten Experten gilt Red Bull aufgrund der Leistungen der Vorsaison 2017 als der größte Herausforderer des Titelträgers der letzten drei Jahre. „Wir sind mit Selbstvertrauen in den Winter gegangen. Wir haben in den letzten Rennen 2016 ein Momentum aufgebaut. Wir haben unser Auto gut entwickelt, sind starke Rennen gefahren und waren strategisch gut aufgestellt“, sagt Red Bull-Teamchef Christian Horner.

RB13 im Zeitplan

Mit dem RB13 liegen die Ingenieure um Technik-Guru Adrian Newey laut Horner im Zeitplan. Man weiß: Newey ist durch das neue Regelwerk wieder angefixt. Und Red Bulls Starkonstrukteur reizt gerne die Entwicklungszeit neuer Autos bis aufs letzte aus. Um so viele Stunden wie möglich am Designbrett und im Windkanal verbringen zu können. Den neuen RB13 stellt Red Bull erst am 26. Februar vor. Also einen Tag vor Testbeginn in Barcelona. „Es ist eines der schönsten Autos, das wir bislang gebaut haben. Die Proportionen passen wieder, es sieht gemein und schnell aus. Es gibt diesen Spruch: Wenn ein Auto gut aussieht, neigt es auch dazu, schnell zu sein.“

Die Entwicklungsphase über den Winter beschreibt der Engländer so: „Wir sind wie ein Schwan, der auf der Oberfläche schwimmt und unter Wasser heftig strampelt. Aber das ist eigentlich in jedem Winter das gleiche.“

Die neuen Aerodynamik-Regeln sind eine Zäsur in der Formel 1. Die Autos wachsen in der Breite auf zwei Meter. Der Frontflügel legt von 165 auf 180 Zentimeter in der Breite zu. Der Heckflügel liegt tiefer (80 statt 95 cm über der Referenzebene) und baut oben breiter (95 statt 75 cm). Ein größerer Diffusor, mehr Freiheiten bei den Leitblechen und breitere Reifen an Vorder- und Hinterachse helfen weiterhin, den Anpressdruck zu steigern. Die Aerodynamik-Revolution klingt nach der großen Chance für Red Bull, die Lücke zu Mercedes zu schließen. Das Team ist optimistisch, wenngleich Horner auch warnt. „2009 gab es den Doppeldiffusor. Hoffentlich zieht nicht wieder jemand so einen Trick raus, den wir nicht gefunden haben.“

Horner baut auf Verstappen und Ricciardo

Der Optimismus bei Red Bull beruht auch auf der Entwicklung von Motorenpartner Renault. 2016 schafften die Franzosen die Wende, verkleinerten das PS-Defizit zu Mercedes und machten die Antriebseinheit um den V6-Turbo kugelsicher. 2016 kam es zu keinem technischen Ausfall durch ein Renault-Triebwerk. Für die kommende Saison soll noch mehr Leistung kommen. In Viry-Châtillon entstand ein komplett neuer Motor. Sowohl der Zylinderkopf als auch die Innereien, die Verbrennung und die Einspritzung sind neu. Dazu kommt die zweite ERS-Generation. „Es ist ein neuer Motor, eine andere Philosophie. Renault hatte einen großen Winter“, behauptet der Red Bull-Rennleiter. „Wir hoffen auf einen Schritt. Wenn das der Fall ist, können wir Mercedes und Ferrari hoffentlich herausfordern.“

Die Silberpfeile bleiben die große Referenz. „Sie sind das Team, das es zu schlagen gilt. Sie haben die Latte sehr hoch gelegt.“ Doch Red Bull will Mercedes stürzen. Nicht zuletzt dank der Fahrerpaarung Max Verstappen und Daniel Ricciardo. „Ich finde, wir haben die spannendste Paarung im Feld. Die Entwicklung von Max ist unglaublich zu beobachten. Und Daniel war für mich der Mann der Saison 2016. Beide werden sich weiter hart antreiben. Sie sind die besten Überholer im Feld. Ich könnte mir kein besseres Duo vorstellen.“ Die Beziehung zwischen den beiden sei ein bisschen wie der „große und kleine Bruder“.

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Die Reifentestfahrtfahrten sind abgeschlossen, die Daten studiert.

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