Alexander Albon - Red Bull - Formel 1 - GP Portugal - Portimao - 24. Oktober 2020 xpb
Lewis Hamiton - Mercedes - Formel 1 - GP Portugal - Portimao - 24. Oktober 2020
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Portugal - Portimao - 24. Oktober 2020
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Portugal - Portimao - 24. Oktober 2020
Ferrari-Fans - Formel 1 - GP Portugal - Portimao - 24. Oktober 2020 51 Bilder

GP Portugal: Red Bull plant Attacke auf Mercedes

Red Bull plant Attacke im Rennen „Albon-Abstand noch vertretbar“

Red Bull war in Portimao so nah dran an der Pole Position wie noch nie in dieser Saison. Leider brachte Mercedes im entscheidenden Moment die Reifen besser auf Temperatur. Sorgenkind Alex Albon steht weiter in der Kritik.

Bei Red Bull ist zum Endspurt der Saison noch einmal Feuer unterm Dach. Nach zuletzt schwächeren Leistungen von Alexander Albon wurde der Rennstall wieder zu einem Ein-Mann-Team. Auch die Führung verliert langsam die Geduld. Teamchef Christian Horner erklärte am Freitag, dass man sich die Situation in Portimao und Imola anschauen will und dann eine Entscheidung treffen wird.

Sollte Albon die Erwartungen nicht erfüllen, dann will man nach Aussage von Horner nicht im eigenen Fahrerpool nach Ersatz suchen sondern außerhalb. Dabei wird vor allem der Name von Sergio Perez immer wieder ins Spiel gebracht.

Sportchef Helmut Marko legte am Samstagvormittag in Sachen Albon auch noch einmal nach: "Noch ist er unser Mann. Wir erwarten von ihm aber, dass er den Abstand zu Max weiter reduziert. Am Freitag hat das nicht immer geklappt. Er lässt sich zu leicht davon irritieren, wenn das Auto nicht das macht, was er will."

Albon fehlt halbe Sekunde

Im Qualifying präsentierte sich dann wieder das alte Bild. Während Verstappen vorne mit den beiden Mercedes um die Pole Position fightete, hatte Albon dahinter alle Hände voll zu tun, dass Mittelfeld hinter sich zu halten. Das gelang nicht ganz. Mit Charles Leclerc und Sergio Perez fuhren gleich zwei Autos zwischen die beiden Red Bull.

Alexander Albon - Red Bull - Formel 1 - GP Portugal - Portimao - 24. Oktober 2020
Wilhelm
Alexander Albon will sich durch den Druck nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Der Abstand zu Verstappen fiel mit mehr als einer halben Sekunde im Q3 mal wieder heftig aus. Trotzdem gab es von Marko anschließend keine Kritik: "Alex hatte im Q3 zu wenige Runden auf den Medium-Reifen. Die lagen noch nicht im Arbeitsfenster, sonst wäre es wohl noch etwas schneller gegangen. Der Abstand ist am Ende noch vertretbar. Wir sind mit Platz sechs zufrieden. Er liegt damit im positiven Bereich."

Die Ingenieure machten dem Piloten das Leben nicht gerade leicht. In der letzten K.O.-Runde wurde Albon erst mit den Medium-Reifen rausgeschickt, dann mit den Softs. "Wir haben verschiedene Aufwärmprozesse probiert, aber wir haben die Reifen einfach nicht in ihr Arbeitsfenster gebracht", beklagte Albon. "Wenn ich mehr Erfahrung auf den Mediums gehabt hätte, wäre es wohl noch etwas schneller gegangen. Aber Max hätte ich natürlich nicht geschlagen, so ehrlich muss ich sein."

Auf die Verschärfung des Drucks von der Teamführung angesprochen, gab sich Albon cool. "Ich weiß, dass ich den Job erledigen muss. Wenn da jetzt Namen in den Raum gestellt werden, stört mich das nicht. Es gibt auch keine festen Ziele, die ich erfüllen muss. Meine Herangehensweise ändert sich durch die Situation nicht. Was geschrieben wird, hat keinen Einfluss auf die Art wie ich fahre."

Noch glaubt Albon, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet: "Ich habe das Gefühl, dass mein Qualifying immer besser wird. Ich fühle mich immer wohler im Auto. Natürlich ist die Lücke zu Max noch da. Ich brauche einfach mal ein sauberes Wochenende. Mein Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten ist nach wie vor vorhanden."

Hamilton & Verstappen - Formel 1 - GP Portugal - Portimao - 24. Oktober 2020
xpb
Kann Verstappen die beiden Mercedes am Sonntag aus der Reserve locken?

Verstappen plant Angriff auf Mercedes

Was im Red Bull wirklich steckt, kann aktuell nur Max Verstappen zeigen. In Portimao sah es lange so aus, als würde der Holländer erstmals dieses Jahr ein Wörtchen um die Pole Position mitsprechen. Doch im Q3 brachten die Mercedes den Medium-Reifen besser ins Arbeitsfenster. Red Bull blieb mit dem Soft chancenlos. Am Ende fehlten zweieinhalb Zehntel auf den besten Startplatz.

"Ich bin zufrieden. Die dritte Position ist in Ordnung. Meine Runde war okay", erklärte Verstappen anschließend. "Ich stehe am Start auf einem anderen Reifen als Mercedes. Keiner weiß, wie sich die Reifen im Rennen verhalten. Das macht es umso interessanter. Wenn es dazu noch windig und regnerisch ist, dann ist es eine richtige Reise ins Ungewisse. Egal wie die Bedingungen aussehen, ich hoffe einfach, dass ich Mercedes unter Druck setzen kann."

Auch Marko rechnet mit einem spannenden Rennen: "Mercedes startet vor uns mit den härteren Reifen. Wir kommen aus Reihe zwei mit den Softs. Damit sollte Max am Start theoretisch mehr Grip haben und besser wegkommen. Ich hoffe, dass es ihm gelingt, aus dem Windschatten nach vorne zu kommen. Sonst ist Überholen hier wahnsinnig schwierig. Wir müssen also versuchen, sofort an die Spitze zu schießen. Wenn man vorne ist, kann man auch besser das Tempo regulieren und sich die Taktik einteilen. Aktuell sieht es nach unserer Einschätzung mehr nach einem Zweistopp-Rennen aus."

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