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Formel 1: Red Bull-Berater Helmut Marko

"Mercedes wollte uns nicht"

Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko hat Mercedes scharf wegen der Nichtbelieferung von Motoren attackiert. "Die wollten uns nicht. Sie wussten genau, wenn wir diesen Motor auch noch drin haben, sehen sie uns überhaupt nicht - ohne überheblich zu sein."

Der schwäbische Konzern wehrte sich gegen diese Angriffe. "McLaren war Exklusivpartner und hat nicht zugestimmt. Mercedes hätte seinen Motor an Red Bull Racing verleast und diese Fakten sind Red Bull so bekannt", sagte ein Mercedes-Sprecher am Dienstag (16.3.).

Marko kritisierte in einem Interview mit dem österreichischen Sender ServusTV außerdem, Mercedes habe sich bei der Kostenregulierung der Triebwerke einen "immensen Basisvorteil" verschafft, indem der Zeitpunkt optimal genutzt wurde, zu dem das Reglement in Kraft getreten ist. Dazu sagte der Mercedes-Sprecher mit Verweis auf den Internationalen Automobil-Verband FIA: "Alles, was unsere Techniker gemacht haben, ist strikt reglementskonform und mit der FIA abgestimmt. Die FIA wird dies gerne bestätigen."

Marko: "Respektables Schumacher-Comeback"

Red Bull, für das Vize-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt, setzt wie in den Vorjahren Renault-Motoren ein. Das Team hatte Interesse an Mercedes-Achtzylindern. Der schwäbische Konzern wollte Red Bull ursprünglich ebenfalls beliefern, konnte dies aber wegen des Vetos seines britischen Partners nicht tun. In dieser Saison sind außer im neuen Silberpfeil Mercedes-Motoren erneut im McLaren und im Force India.
 
Marko bescheinigte Rückkehrer Michael Schumacher, er habe "ein respektables Comeback" hingelegt. Der Rekord-Weltmeister habe aber nicht mehr den Vorteil von früher, wo er nach Belieben habe testen können. "Er liebt kein untersteuerndes Auto, was aber durch die schmaleren Vorderreifen fast notgedrungen von der Konzeption her vorgegeben ist", sagte Marko. "Also wird er sich schwertun, genauso wie sich Mercedes schwertun wird, einen Rückstand aufzuholen."

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