Red Bull-Berater Helmut Marko

"Toro Rosso ist keine Pensionsanstalt"

Helmut Marko Foto: Red Bull 17 Bilder

Das Ausleseverfahren bei Red Bull ist hart. Wer keine Leistung bringt, fliegt raus. Die Toro Rosso-Fahrer Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari stehen unter Beobachtung. Red Bull-Berater Helmut Marko droht den beiden mit den Ersatzpiloten Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne.

Die Lehrjahre sind vorbei. Und damit auch die Schonfrist. Sebastian Buemi fährt bei Toro Rosso seine dritte Saison. Und Kollege Jaime Alguersuari ist mit 27 GP-Starts auch kein Neuling mehr. Red Bull macht nur von außen den Eindruck einer Spaßtruppe. Im Cockpit gilt das Leistungsprinzip.

Buemi und Alguersuari wissen seit diesem Winter, dass sie bei Toro Rosso auf dem Prüfstand stehen. Ersatzpilot Daniel Ricciardo wird wie Force India-Pilot Nico Hülkenberg an jedem Freitag eine Trainingssitzung bestreiten. Das erhöht den Druck auf die Stammpiloten. Und auch der zweite Red Bull-Junior Jean-Eric Vergne steht Gewehr bei Fuß.

Fahrertausch noch während der Saison?

Red Bull-Berater Helmut Marko will nicht ausschließen, dass es während der Saison zu einem Fahrertausch kommt, wenn sich Buemi und Alguersuari nicht steigern. "Wir haben mit Ricciardo und Vergne zwei herausragende Talente. Buemi und Alguersuari müssen wissen, dass ihr Job kein Ruhekissen ist. Wir sind keine Pensionsanstalt."

Deutliche Worte von einem Ex-Rennfahrer, der von seinen Piloten immer das Maximum abverlangt hat. Toro Rosso-Teamchef Franz Tost ist genauso gestrickt. Für ihn zählt nur Leistung.

Buemi blieb unter den Erwartungen

Wenn Marko Bilanz zieht, dann redet er nicht lange um den heißen Brei herum: "Buemis Leistungen im letzten Jahr waren nicht das, was wir von ihm erwartet haben. Alguersuari hat sich gesteigert. Doch ist das genug?" Die Toro Rosso-Ersatzpiloten Ricciardo und Vergne hinterließen bei den Testafahrten im Anschluss an das WM-Finale von Abu Dhabi einen exzellenten Eindruck. Der Australier Ricciardo markierte sogar die absolute Bestzeit.

Laut Marko haben beide die Anlagen zum Siegfahrer: "Ricciardo hat eine unheimliche Grundschnelligkeit. Wenn er mal vorne liegt, dann bringt ihn da keiner weg. Leichte Schwächen sehe ich noch im Zweikampf. Daran muss er noch arbeiten." Die Meinung des Österreichers über den Franzosen Vergne ist fast noch höher: "Der ist ganz brutal im Kampf Rad an Rad. Wenn unsere vier Toro Rosso-Fahrer Seite an Seite in eine Kurve fahren würden, dann kommt der Vergne garantiert als erster wieder raus."

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