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Red Bull nicht so stark wie in Mexiko

Gerade kostet eine halbe Sekunde

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Brasilien - 11. November 2017 Foto: Red Bull 17 Bilder

In Mexiko ging Max Verstappen als Favorit ins Rennen. In Brasilien ist der Holländer nur Außenseiter. Die Red Bull-Piloten kämpften mit Untersteuern und beklagten großen Zeitverlust auf der Zielgeraden.

12.11.2017 Michael Schmidt

Das Team der letzten vier Rennen ist beim GP Brasilien nur dritte Kraft. Wenigstens am Samstag. Max Verstappen startet am Sonntag hinter Valtteri Bottas und zwei Ferrari vom vierten Platz. Auf die Pole Position fehlen dem Sieger von Mexiko 0,603 Sekunden. „Eine halbe Sekunde davon verliere ich allein auf der Gerade.“ Der Topspeed-Unterschied zu Bottas war nicht einmal so groß. Mit 7,2 km/h blieb er im Rahmen des Üblichen.

Doch diesmal konnten die Red Bull die Zeit auch nicht in den Kurven wieder wettmachen. Die Red Bull-Piloten klagten über Untersteuern. Und darüber, dass sie auf den Supersoft-Reifen im Vergleich zur Mischung Soft nicht die Zeit gutmachen konnten, wie man es eigentlich erwarten sollte. „Es waren nur zwei bis drei Zehntel“, rechnet Verstappen vor.

Vorderreifen nicht auf Temperatur

Schon im dritten Training hatte man die Erfahrung gemacht, dass die Vorderreifen nicht auf Temperatur kommen wollten. „Wir haben die Balance verbessert, aber ideal war es nicht“, meinte Daniel Ricciardo. Auch sein Teamkollege vermutete den Grund für die unüblichen Reifenprobleme in der Fahrzeugabstimmung. „Die Strecke ist generell nicht daran schuld, dass die Vorderreifen langsam auf Temperatur kommen. Schwierig ist es nur in den ersten zwei Kurven.“ Wenn die Reifen dann endlich mal im Fenster sind, zeigt der Red Bull auch wieder seine Zähne. Verstappen: „In den Kurven 7, 8 und 9 sind wir die Schnellsten.“

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Die Motorenmisere von Renault hatte in Mexiko auch Red Bull erreicht. So schlimm wie beim Schwesterteam Toro Rosso ist es nicht, auch wenn Daniel Ricciardo wieder 10 Startplätze verliert, weil er die bereits achte MGU-H einsetzt. Die übrigens aus dem Ersatzteillager des Werksteams kommt. „Ich habe jetzt genug Teile im Pool, dass es für die letzten zwei Rennen reichen sollte“, hofft der Australier. Er muss auch nicht als Vorsichtsmaßnahme mit moderateren Motoreinstellungen fahren. „Wenn die Motoren hochgehen, gehen sie hoch. Egal in welchem Modus.“

Alternative Reifenfolge für Ricciardo

Ricciardo wird vom 15. Startplatz auf Soft-Reifen losfahren. Damit setzte er seine Zeit im Q2. Die alternative Reifenfolge ist vielleicht eine Chance, schneller durch das Feld zu kommen. „Ich hoffe, dass ich früh in frischer Luft fahren kann. Dann bleiben wir so lange wie möglich auf der Strecke, bis wir auf die Supersoft-Reifen wechseln. Auch weil ich mich auf den Soft-Reifen wohler fühle.“

Auch Verstappen hatte sein Motordrama, allerdings ohne Strafe. Red Bull baute wieder die alte Motorspezifikation in das Auto mit der Nummer 33 ein. Damit fühlt man sich mehr auf der sicheren Seite. Verstappen hofft am Renntag auf heißes Wetter: „Das sollte uns helfen.“

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