Ricciardo startet von hinten

Red Bull testet C-Version des Renault-Motors

Red Bull - Formel 1 - GP Italien - 30. August 2018 Foto: ams 34 Bilder

Daniel Ricciardo hat keine Aktien um den Sieg im Grand Prix von Italien. Der Australier muss von hinten starten, weil man außerhalb des Rhythmus die C-Spezifikation des Renault-Motors einbaut. Ricciardo will aber nicht zu viel erwarten.

Monza ist allgemein kein gutes Pflaster für Red Bull, weil die langen Geraden nicht unbedingt zu den Stärken des RB14 zählen. Für Daniel Ricciardo wird es in Italien aber noch schwieriger, weil er einen außerplanmäßigen Motorwechsel in Kauf nehmen muss und damit von hinten startet. Dort leistet ihm Nico Hülkenberg Gesellschaft, der neben seiner Startplatzstrafe wegen der Kollision in Spa auch noch zehn Plätze wegen einem Motorwechsel auf die B-Version des Renault-Motors bekommt.

Ricciardo hofft auf Zeitgewinn

Für Ricciardo ist es die zweite Strafversetzung nach Hockenheim, wo er das Maximum der elektrischen Elemente überschritt. Immerhin kommt die neue C-Version des Renault-Motors unter das Blechkleid. „Ich hoffe, es bringt ein paar Zehntel”, meint der Australier. “Aber ich versuche nicht zu viel zu erwarten. Das sehen wir am Freitag.”

Im Training wird Ricciardo das neue Aggregat Probe fahren. Je nachdem wie das Experiment verläuft, bekommt dann auch Max Verstappen am Samstag den Motor an Bord. Für den Holländer würde das jedoch keine größeren Auswirkungen haben, denn er hat das Motorenlimit von drei Stück in der Saison noch nicht überschritten.

Renault bleibt bei B-Version

Im Fall von Ricciardo hat das Team die Entscheidung getroffen, in Monza den Nachteil in Kauf zu nehmen. „Ich habe nicht widersprochen”, sagt Ricciardo. “Auch wenn ich mir gewünscht hätte, weiter vorne zu stehen.” Die Hoffnung auf eine gute Platzierung gibt der Berufs-Optimist trotzdem nicht auf. „Ich hoffe auf ein verrücktes Rennen”, meint der Sunnyboy. “Dann ist vielleicht ein Podium drin.”

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Das Fragezeichen hinter der C-Version bleibt, warum Renault selbst diese Weiterentwicklung nicht gleich nutzt. Tatsächlich ist es den Franzosen zu viel Aufwand, das Auto eigens für das neue Herz umzubauen – die Kühlung ist dabei das Thema. Wenn unter der Verkleidung Kühlelemente versetzt werden müssen, dann kann auch die innere Durchströmung leiden.

Zum einen steckt viel Risiko darin, zum anderen muss man im Kampf mit Haas F1 jeden Zähler mitnehmen und besinnt sich daher womöglich mehr auf Sicherheit. „Was die Zuverlässigkeit betrifft, mache ich mir jetzt mal noch keine Sorgen”, sagt Ricciardo. “Dafür muss ich den Motor erst mal gefahren sein. Ich hoffe einfach, er ist besser.”

Verstappen sieht sich nicht als Teamleader

Ricciardo muss wohl auch aufpassen, was er sagt, schließlich handelt es sich um seinen zukünftigen Arbeitgeber. Sein überraschender Wechsel in das Werksteam ist auch in Italien noch ein Thema. Offenbar begegnen ihm die Teammitglieder von Mechanikern über Ingenieure alle mit Respekt. „Das war ja auch nicht persönlich”, sagt er. “Jeder wechselt mal.”

Den Platz des Australiers bei Red Bull nimmt 2019 Pierre Gasly ein. Eine Chance für Max Verstappen, der schließlich mehr Erfahrung mit dem Team und insgesamt in der Formel 1 hat, die Rolle des Häuptlings zu übernehmen – speziell wo Honda als neuer Partner dazu kommt? „Nein, ich muss kein Teamleader sein”, meint der Holländer trocken. “Ich schaue auf mich selbst, nicht auf meinen Teamkollegen.”

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