Sebastian Vettel - GP Russland 2014 Foto: xpb
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Red Bull chancenlos

Vettel fliegt in Q2 raus

Die Red Bull-Piloten starten beim GP Russland von den Plätzen 6 und 10. Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel konnten in den Kurven nicht die Zeit wettmachen, die sie auf den Geraden verloren. Vettel verpasste dabei zum vierten Mal den Sprung ins Q3.

Die Arbeit in der Nacht vom Freitag hatte sich gelohnt. Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel spürten im dritten Training eine deutliche Verbesserung. Doch die Sekunde Abstand zu den Mercedes blieb. Wie so oft ging den Red Bull auf den Geraden die Luft aus. Mit 325,8 km/h lagen sie 11 km/h hinter den Williams und 7 km/h hinter McLaren und Mercedes. Problemzone waren die Sektoren 1 und 2 mit ihren langen Vollgaspassagen.

Die drittschnellste Sektorzeit im Schlussabschnitt konnte den Schaden nicht mehr wettmachen. Nicht nur die beiden Mercedes waren in der Qualifikation schneller. Auch beide McLaren, ein Williams und ein Toro Rosso.

Vettel hadert mit Hinterreifen

Während Ricciardo die Fortschritte beim Setup bis ins Q3 trug, war bei Vettel im Q2 Endstation. "Vielleicht bin ich ein bisschen zu aggressiv rangegangen. Am Ende, als es zählte, hatten die Hinterreifen keinen Grip mehr."

Das Abschlusstraining geriet wegen der langlebigen Reifen zu einem Longrun. Vettel fuhr in der zweiten K.O.-Runde sechs Runden am Stück, Ricciardo sogar acht. Der Australier zu seiner Taktik, die Reifen in Schuss zu halten: "Ich war jede Runde am Limit. Das Auto wurde immer schneller."

Die Möglichkeiten, sich im Rennen entscheidend zu verbessern, sind begrenzt. Regen ist nicht in Sicht. Die Reifen halten ewig. Der Top-Speed ist zu langsam. "Alles läuft auf ein Einstopprennen raus. Da liegt auch strategisch nicht viel drin", bedauert Vettel.

Er hat aber Hoffnung, dass DRS beim Überholen eine Hilfe sein könnte. Weil alle Autos auf viel Abtrieb getrimmt sind. Damit ist der Effekt beim Flachstellen des Heckflügels größer. "Und die letzten Kurven der Strecke sind langsam. Das gibt die Möglichkeit vor der Zielgeraden auf den Vordermann aufzuschließen." Ricciardo hofft noch: "Heute hatten einige Blasen auf den Reifen. Wenn das im Rennen auch passiert, müssen die dann doch zwei Mal die Reifen wechseln."

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