Red Bull war chancenlos

Mehr Power für die Bullen

Max Verstappen - Formel 1 - GP Italien - 01. September 2018 Foto: sutton-images.com 65 Bilder

Max Verstappen startet von Platz 5 in den GP Italien. Mehr ist trotz mehr Power von Renault nicht drin. Der Abstand zur Spitze beträgt satte 1,5 Sekunden. Daniel Ricciardo wird wie in letzten Jahr von hinten starten. Das Ziel: die Top 5.

Ferrari und Mercedes fahren in einer eigenen Liga. Da kann auch Red Bull nicht mehr mitspielen. Bis zum Q2 sah der Rückstand noch gnädig aus. Max Verstappen verlor sieben Zehntel auf Sebastian Vettel, den Schnellsten der zweiten K.O.-Runde. Doch dann drehten Ferrari und Mercedes am Power-Rad. Am Ende hatte Verstappen doppelt so viel Rückstand wie zuvor: Unglaubliche 1,496 Sekunden. Und Romain Grosjean im HaasF1 fehlten nur drei Zehntel.

Red Bull entschied sich früh gegen Windschattenspiele. Daniel Ricciardo stieg nach einer gezeiteten Runde im Q1 aus. Der Australier muss wegen einer Motorstrafe ohnehin von hinten starten. Damit war Verstappen im Q3 allein auf der Bahn. „Ich fuhr am vorderen Ende der Schlange. Hinter mir haben sich alle gegenseitig gezogen. Aber selbst mit Windschatten hätte ich eine Sekunde verloren. Und das ist der Unterschied, den der Motor ausmacht.“

Zwischen 20 und 27 PS mehr

Dabei äußerten sich die Red Bull-Piloten positiv über Renaults letzte Ausbaustufe. „Der neue Motor ist ein bisschen besser als der alte. Wir nehmen alles, was wir kriegen können“, meinte Verstappen. Ricciardo spürte im Qualifikationstrim mehr Power: „Das Drehmoment hält länger an.“ Im Renntrim dürfen die Fahrer häufiger in der höchsten Power-Stufe fahren. Ricciardo sprach von einem Zeitgewinn von zwei Zehnteln. Renault-Sportchef Cyril Abiteboul drückte es in Leistung aus: „Zwischen 15 und 20 Kilowatt.“ Also zwischen 20 und 27 PS.

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Verstappen war über den großen Abstand zu den zwei Topteams nicht überrascht. „Monza ist für uns noch härter wie Spa. Für ein Podium brauche ich wieder viel Glück.“ So weit will Ricciardo gar nicht schauen. Von seinem Startplatz aus der letzten Reihe rechnet er unter besten Bedingungen mit einem Endresultat in den Top 5. „Dazu sollte ich gleich in der ersten Runde so um die fünf Positionen gutmachen.“

Gegner kennen Tricks

Im Vorjahr hat es funktioniert. Da fuhr Ricciardo auf Platz 16 los und wurde Vierter. Der zweifache Saisonsieger überholte alle seine Konkurrenten mit dem berühmten Überraschungsangriff aus dem Hinterhalt. „Das Problem ist, dass meine Kollegen jetzt meine Tricks kennen. Ich muss mir morgen andere ausdenken. Die meisten werde ich auf der Bremse überholen. DRS ist hier keine große Hilfe.“

Red Bull hat nicht nur beim Motor Boden eingebüßt. Singapur steht vor der Tür. Eigentlich eine Spezialstrecke für den RB14. Doch weder Ricciardo noch Verstappen erwarten Wunder von dem Stadtrennen. „Die Pole Position wird schwer. Singapur ist nicht Monte Carlo. Wenn wir auf drei bis vier Zehntel an Ferrari hinfahren, können wir zufrieden sein“, hält Verstappen den Ball flach. Für Ricciardo ist Ferrari Favorit. „Sie konnten seit meinem Sieg in Monaco mehr zulegen als wir.“ Im Rennen dagegen sieht Kollege Verstappen noch einmal eine Gelegenheit, den beiden WM-Kandidaten in die Suppe zu spucken. „Da sind unsere Chancen größer. Das Rennen in Singapur ist lang, da passiert viel mit Safety Cars und so.“

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