Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco 2017 sutton-images.com
Red Bull - Camping-Rennen - Max Verstappen vs. Daniel Ricciardo - Spielberg - 2017
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Red Bull - Camping-Rennen - Max Verstappen vs. Daniel Ricciardo - Spielberg - 2017 20 Bilder

Red Bull dämpft Erwartungen

„Jetzt kommen die härtesten Rennen“

Die Podiumsplätze in Barcelona und Monaco haben den Red Bull-Fans Hoffnung gemacht. Teamchef Christian Horner warnt jedoch vor zu viel Optimismus. Mit Montreal, Baku und Spielberg warten drei der schwierigsten Strecken auf Red Bull.

Der Frust bei Red Bull sitzt in dieser Saison tief. Fahrer und Verantwortliche hatten gehofft, mit Mercedes um den WM-Titel zu kämpfen. Jetzt ist man noch hinter Ferrari klar die Nummer 3 im Feld. Das Schlimmste aber ist, dass man die Schuld dafür nicht nur auf Motorenlieferant Renault abwälzen kann. Auch in Sachen Chassis war die silber-rote Konkurrenz im ersten Saison-Viertel einen Schritt voraus.

Ansteigende Red Bull-Formkurve

Doch seit dem großen Upgrade in Barcelona keimt wieder Hoffnung unter den Red Bull-Anhängern. Der Abstand zur Spitze wurde verringert. Daniel Ricciardo konnte sowohl in Spanien als auch in Monaco aufs Podium klettern. „Wir verstehen das Auto jetzt mehr und können es besser weiterentwickeln. Dadurch geht es nun natürlich auch mit der Performance aufwärts“, zeigte sich Teamchef Christian Horner in Monaco zufrieden.

Auf dem engen Stadtkurs kämpfte Red Bull erstmals dieses Jahr auf Augenhöhe mit den anderen beiden Top-Teams. Auch wenn es gegen Ferrari noch nicht ganz reichte, zog Horner dennoch ein positives Fazit: „Aus Sicht des Teams war es ein gutes Ergebnis. Wir haben Mercedes fair auf der Strecke geschlagen. 25 Punkte sind eine exzellente Ausbeute. Ideal wäre es natürlich gewesen, wenn beide Autos an Bottas vorbeigekommen wären.“

Frust bei Verstappen

Während Ricciardo in der Fürstenloge mit Champagner spritzen durfte, schob Max Verstappen Frust. Der holländische Senkrechtstarter verlor einen Platz durch die Strategie und machte seinem Ärger schon am Funk Luft. Teamchef Horner zeigte Verständnis für die deftigen Worte seines Jungstars.

„Natürlich war es nicht das, was Max im Sinn hatte. Wir wollten den Undercut gegen Bottas probieren. Max war in einer guten Position. Leider hat er irgendwo in der Boxengasse eine Sekunde verloren. Das hätte sonst mit einer guten Outlap gereicht, um an Bottas vorbeizukommen“, erklärte Horner die Absicht der Strategegen.

Doch statte einen Platz gutzumachen, verlor Verstappen sogar noch eine Position. Und ausgerechnet auch noch gegen den eigenen Teamkollegen: „Daniel konnte ohne Verkehr sehr schnelle Runden drehen und hat es geschafft an beiden vorbeizugehen. Wir waren wirklich überrascht von seiner Pace. Er war kurzzeitig der schnellste Pilot auf der Strecke und hat sogar auf Sebastian (Vettel) aufgeholt.“

Strategie transparent erklärt

Doch warum hat Red Bull Verstappen überhaupt auf den Undercut gesetzt? Hätte man nicht schneller erkennen müssen, dass der späte Stopp die bessere Wahl ist?: „Wir haben die Outlap von Sergio Perez gesehen. Die sah ziemlich beeindruckend aus“, verteidigte Horner seine Strategen. „Und wir wollten Valtteri attackieren. Einfach nur hinterherfahren kam nicht in Frage. Dann standen auch noch Überrundungen an. Also haben wir uns für den Undercut entschieden. Mit dem besser platzierten Auto versucht man immer die etwas weniger riskante Taktik. Das war aus unserer Sicht in diesem Fall der frühe Boxenstopp.“

Erst nach dem Rennen konnte man auch Verstappen davon überzeugen, in guter Absicht gehandelt zu haben. „Wenn man das in einer offenen und ehrlichen Art transparent erklärt, dann kann jeder intelligente Fahrer mit sowas umgehen. Es war immer unsere Politik, alle Fakten auf den Tisch zu legen. Wir haben das in Ruhe geklärt. Nach dem Blick auf alle Daten und Fakten konnte Max die Taktik nachvollziehen. So läuft das manchmal: Hätten wir Daniel reingeholt und er wäre mit einer guten Outlap an Max vorbeigegangen, dann wären wir auch in Erklärungsnot gekommen.“

Red Bull vor schwierigen Rennen

Die internen Misstöne könnten allerdings wieder lauter werden, wenn die Formkurve nicht weiter ansteigt. Horner stellt seine Piloten vorsichtshalber schon mal auf schwierige Zeiten ein: „Ich mache mir etwas Sorgen über die nächsten Rennen. In Kanada und Baku erwarten uns ganz andere Herausforderungen als in Monaco. Zusammen mit Österreich sind das wohl die drei schwierigsten Strecken für uns – wenn man mal von Monza absieht.“

Aber schon vorher Aufgeben gilt natürlich auch nicht. Die Saison hat Horner noch längst nicht abgeschrieben. „Wenn wir in den nächsten Rennen eine ordentliche Leistung abliefern, dann sieht es gut aus. Wir haben noch einige vielversprechende Upgrades in der Pipeline. Die zweite Saisonhälfte sollte also besser laufen als die erste.“

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