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Die Wahrheit folgt am Mittwoch

Foto: Red Bull

Es kam in letzter Minute. Am Montag abend traf die lang erwartete Fracht mit dem endgültigen Aerodynamik-Paket für den neuen Red Bull RB4 in Barcelona ein. Es gibt nur ein Exemplar, und das wurde ans Auto von Mark Webber geschraubt.

Neu sind der Frontflügel, der Unterboden und die seitlichen Leitbleche. Der Dienstag (26.2.) blieb der Datensammlung vorbehalten. Am Vormittag fuhr Webber Aerodynamik-Checks. Der Australier musste dafür mit gleichbleibender Geschwindigkeit über die Zierrlgerade in Barcelona fahren, um für die Ingenieure Abtriebsdaten zu sammeln. Die werden dann im Werk in Milton Keynes mit den Windkanalwerten verglichen. "Am Nachmittag ist ein Vergleichstest mit dem alten und neuen Frontflügel geplant", erzählte Webber in der Mittagspause. "Wo wir wirklich stehen", so der Red Bull-Pilot, "wissen wir erst morgen, wenn wir auch auf Rundenzeit fahren."

Chance für Vettel

Während Webber Versuchskaninchen spielt, setzte Aushilfspilot Sebastian Vettel die normale Testarbeit mit der Standardversion des RB4 fort. Der 20-jährige Hesse erfuhr erst am Montag abend, dass er vom ToroRosso in das Schwesterauto umsteigen müsse. Da meldete sich David Coulthard krank. "Ich habe mir einen Nerv eingeklemmt", erzählte der Veteran. "Die Strecke warf noch feucht, aber ich hatte schon Trockenreifen aufgezogen. Weil das Auto noch ziemlich herumgerutscht ist, war der Körper angespannter als sonst. Als es das Auto auf der Bodenwelle in Kurve 9 versetzt hat, ist mir bei einer blöden Bewegung der Schmerz links in den Nackenbereich gefahren." Ob Coulthard am Mittwoch wieder fit ist, kann erst am Abend entschieden werden. "Eigentlich wäre ich heute abend heimgeflogen", lachte Vettel, "aber jetzt gibt es vielleicht einen Extratag. Mein Team hat ja nur ein Auto hier in Barcelona. Bourdais und ich waren für je eineinhalb Tage eingeplant, aber darüber, dass ich jetzt für einen Tag ins Red Bull-Team aufgestiegen bin, bin ich auch nicht traurig."

Für Vettel ergibt sich damit die Möglichkeit, schon das Auto kennenzulernen, das er ab dem GP Türkei fahren soll. Der Red Bull RB4 ist die Basis für den neuen ToroRosso STR3. Die ersten vier Rennen bestreitet ToroRosso noch mit dem Vorjahresmodell. "Für mich ist das eine gute Gelegenheit, schon mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was mich später in der Saison erwartet", freute sich Vettel. Sein Fazit: "Der Neue hat echt Potenzial."

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