Max Verstappen - Red Bull - GP England 2021 - Silverstone Motorsport Images
Lewis Hamilton - Formel 1 - Silverstone - GP England 2021
Lewis Hamilton - Formel 1 - Silverstone - GP England 2021
Charles Leclerc - Formel 1 - Silverstone - GP England 2021
Tom Cruise - Formel 1 - Silverstone - GP England 2021 46 Bilder

Red Bull-Einspruch von Sportkommissaren abgelehnt

Red Bull-Einspruch abgeschmettert Doppelte Niederlage für Red Bull

Die Sportkommissare haben Red Bulls Einspruch in der Causa Verstappen gegen Hamilton abgeschmettert. Die angeblich neuen Beweismittel waren zu dünn. Dazu gehörte auch, dass Alexander Albon die Hamilton-Linie nachstellte.

Red Bull hat sich mit diesem Einspruch keinen Gefallen getan. Der WM-Spitzenreiter wollte mit angeblich neuen Beweisen eine Wiederaufnahme der Untersuchung gegen Lewis Hamilton als Auslöser der Kollision mit Max Verstappen beim GP England erreichen. Die Sportkommissare von Silverstone hörten sich in einer Zoom-Konferenz am Donnerstagnachmittag die Argumente des Klägers und die Verteidigung von Mercedes an und kamen zu dem Schluss, dass die Beweise weder neu noch relevant waren.

Noch bevor der Unfall ein zweites Mal aufgerollt wurde, wunderte man sich im Fahrerlager, dass Red Bull überhaupt so weit gegangen ist. Was sollte dieses Nachkarten in einem Fall, in dem Lewis Hamilton schon bestraft worden war? Eine noch höhere Strafe war kaum zu erwarten. Die Sportkommissare hatten Hamilton bereits die Hauptschuld an dem Unfall gegeben. Dass die beiden WM-Kandidaten in der schnellsten Kurve des Kurses zusammengestoßen sind, spielt für das Urteil keine Rolle. Kollision ist Kollision.

Christian Horner - Max Verstappen - Red Bull - GP Frankreich 2021 - Paul Ricard
xpb
Teamchef Christian Horner und Max Verstappen sind verärgert, doch Red Bull muss mit dem Urteil leben.

Albon wie Hamilton

Red Bull war trotzdem wild entschlossen, sich für seinen Starpiloten mit allen Mitteln einzusetzen. Verstappen war auch zehn Tage nach dem Unfall noch der Meinung, dass sein WM-Gegner härter hätte bestraft werden müssen. Und dafür legte Red Bull "neue" Beweise auf den Tisch. Die bestanden unter anderem darin, dass man Alexander Albon bei einem Filmtag letzte Woche in Silverstone in einem zwei Jahre alten Red Bull RB15 die Hamilton-Linie nachfahren ließ, um zu beweisen, dass Hamilton sehr wohl weiter innen hätte fahren können.

Das gleiche sollte der Vergleich der GPS-Daten zu Hamiltons Überholmanöver gegen Charles Leclerc in der Copse-Kurve am Ende des Rennens zeigen. Da war Hamilton weiter innen gefahren, und die Autos hatten sich nicht berührt. Deshalb kam Red Bull zu dem Schluss, dass der Weltmeister früher hätte vom Gas müssen, damit Verstappen außen überholen kann.

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Ungarn - Budapest - Donnerstag - 29. Juli 2021
F1/FIA
Verstappen führt die WM nach Silverstone mit acht Punkten vor Hamilton an.

Ein km/h schneller trotz vollem Tank

Mercedes brachte ins Spiel, dass Verstappen im Gottglauben in die Kurve eingelenkt hat als wäre Hamilton gar nicht da. So war der Holländer trotz 100 Kilogramm Sprit im Tank und trotz härterer Reifen am Einlenkpunkt um ein km/h schneller als in seiner besten Qualifikationsrunde. Außerdem sei Albons Versuch, die Linie von Hamilton nachzustellen, nicht sonderlich repräsentativ, da der Thailänder in einem zwei Jahre alten Auto saß, das mit Demo-Reifen bestückt war.

Für Mercedes war es ein doppelter Sieg. Red Bull hat mit seinem Rekurs genau das gemacht, was man in einem WM-Duell gar nicht braucht. Man hat Energie, Zeit und Geld in eine Sache investiert, die zum Scheitern verurteilt war.

Am Ende ihres Urteils äußerten die Stewards noch Kritik am Vorgehen von Red Bull und bestimmten Anschuldigungen, die das Team offenbar vorgebracht hat. "Die Stewards nehmen mit einiger Besorgnis bestimmte Anschuldigungen zur Kenntnis, die im Schriftverkehr zu dem Fall aufgeworfen wurden. Die Anschuldigungen mögen oder mögen nicht relevant gewesen sein, wenn dem Antrag auf eine Überprüfung des Falls stattgegeben worden wäre. Die Stewards hätten zu diesen Anschuldigungen möglicherweise bei jeder weiteren Entscheidung Stellung bezogen. Da der Antrag abgelehnt wurde, braucht es nun allerdings keine weiteren Ausführungen."

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