Red Bull-Fahrer an kurzer Leine

Stallregie nur bei Bedarf

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 29. April 2018 Foto: sutton-images.com 114 Bilder

Red Bull lässt seine Fahrer weiter gegeneinander fahren. Das Team behält sich jedoch vor, in bestimmten Fällen einzugreifen. Zum Beispiel, wenn sich das Duell zwischen Daniel Ricciardo und Max Verstappen wieder so aufheizt wie in Baku.

Daniel Ricciardo und Max Verstappen haben ihre gute Laune wieder gewonnen. Der Crash von Baku ist ausdiskutiert. Aus allen Blickwinkeln. „Wir haben das, was in Baku passiert ist, im Detail analysiert und besprochen. Was können wir als Fahrer besser machen? Was kann das Team an der Boxenmauer verbessern? Was die Ingenieure? Es war eine lange Diskussion. Am Ende bleibt es an uns Fahrern hängen. Wir haben den Unfall inszeniert“, erzählte Ricciardo.

Der Australier sagt auch: „Wir dürfen den Unfall nicht isoliert betrachten. Unser Duell hat sich über eine lange Zeitspanne hochgeschaukelt. Daraus sollten wir lernen.“ Zwischen den Red Bull-Fahrern wäre es vorher schon vier Mal fast zu einer Kollision gekommen. „Es ist klar, dass da das Adrenalin stärker pumpt. Ehrlich gesagt, war ich gar nicht so überrascht, dass es dann am Ende zwischen Max und mir gekracht hat. Es war irgendwie die logische Folge von dem, was vorher passiert ist“, gab Ricciardo zu.

Der WM-Vierte gibt noch einmal einen kleinen Einblick, in das was passiert ist: „Ich habe noch versucht, aus der Falle zu kommen, aber ich war schon so dicht dran, dass ich Abtrieb verloren habe. Deshalb haben die Bremsen blockiert.“

Schuldeingeständnis um Strafe zu entgehen

Max Verstappen - Daniel Ricciaro - GP Aserbaidschan 2018 - Baku Foto: sutton-images.com
Wer war Schuld am Red Bull-Crash? Die Piloten geben sich versöhnlich.

Max Verstappen wollte auf Details zum Unfall nicht mehr eingehen: „Was passiert ist, ist passiert. Wir können es nicht mehr ändern. Wir können uns nur anstrengen, dass es nicht mehr passiert.“

Über die Schuldfrage wollte der Holländer ebenfalls nicht mehr sprechen. „Was soll das bringen? Wir haben einen Crash produziert, und das war nicht gut.“ Ricciardo muss kurz überlegen, ob er mit der Meinung des Teams übereinstimmt, dass beide Fahrer gleich viel schuld sind. „Ich kann damit leben. Weil ich die Gründe kenne.“

Die Gründe liegen auf der Hand. Red Bull hatte seinen Fahrern schon vor dem Gang zu den Sportkommissaren eingebläut, die Schuld zu je 50 Prozent auf sich zu nehmen. Wenn sich die Fahrer gegenseitig beschuldigt hätten, hätte es für einen der beiden Fahrer eine Strafe gegeben. Möglicherweise mit Auswirkungen für den GP Spanien.

Intern hat der Crash nur unter bestimmten Voraussetzung Folgen. „Es gibt keine generelle Stallregie“, beteuert Verstappen und fügt hinzu: „Es kann aber bestimmte Umstände geben, unter denen das Team eingreift.“ Ricciardo nennt sie: „Wenn sich das Duell wieder so auflädt, oder wenn der eine von uns schneller ist als der andere, dann kann der Befehl vom Team kommen, entweder Positionen zu halten oder zu wechseln.“ Also wie bisher, mit etwas strengeren Rahmenbedingungen.

Das Klima unter den beiden Fahrern hat offenbar nicht gelitten. „Daniel und ich haben uns schon in Baku ausgesprochen. Da bleibt nichts zurück. Wir respektieren uns gegenseitig“, ist Verstappen überzeugt. Der Holländer hofft, dass er in Barcelona endlich den bösen Fluch brechen kann: „Ich brauche endlich mal ein rundherum positives Wochenende. Dann komme ich auch wieder in einen Lauf.“

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