Red Bull geht im Regen baden

Deshalb ging der Sprit zur Neige

Max Verstappen - GP Belgien 2018 Foto: sutton-images.com 53 Bilder

Die Red Bull-Piloten starten den Grand Prix von Belgien nur aus Reihe vier. Bei einsetzendem Regen in der letzten Qualifying-Runde setzte das Team auf die falsche Strategie. Max Verstappen und Daniel Ricciardo haben nun im Rennen viel Überhol-Arbeit vor sich.

Die vielen in Orange gekleideten Fans trauten ihren Augen nicht. Als die Strecke in Spa nach einem kurzen Schauer zum Ende der Session immer trockener wurde, bog ihr Liebling Max Verstappen an die Boxen ab. Während der Lokalmatador aus dem Auto stieg, zogen die beiden Force India sowie Haas-Pilot Romain Grosjean in den Schlussminuten mühelos vorbei.

„Wir hatten einfach keinen Sprit mehr“, zuckte Verstappen mit den Schultern. „Als der Regen zu Beginn der Sitzung plötzlich einsetzte, waren wir von allen Teams mit am besten organisiert. Das hat uns am Ende aber nichts genutzt. Ganz im Gegenteil.“ Red Bull versuchte seine beiden Autos so schnell wie möglich auf Intermediate-Reifen wieder auf die Strecke zu schicken, bevor der Regen die Piste komplett unter Wasser setzte.

Regen-Poker geht nicht auf

Dabei verzichteten die Strategen darauf, die Autos noch einmal nachzutanken. „Zu dem Zeitpunkt schien es der richtige Schachzug zu sein. So wie bei Sebastian (Vettel) in Budapest“, erklärte Daniel Ricciardo. Verstappen fügte an: „Unsere Wettervorhersage hat andauernden Regen prognostiziert.“

Max Verstappen - GP Belgien 2018 Foto: sutton-images.com
Als Red Bull auf Zeitenjagd ging, stand am meisten Wasser auf der Strecke.

Doch das erwies sich als Trugschluss. Der Regen nahm ab. Ricciardo sah das Unheil kommen, als er sich auf seiner Runde zurück an die Box befand: „Die Feuchtigkeit ist als Wasserdampf vom Asphalt aufgestiegen. Da war klar, dass wir verwachst hatten.“ Am Ende kamen die Startplätze 7 und 8 heraus. „Mir ist am Ende auf der letzten Geraden auch noch die Batterie-Energie ausgegangen, weil ich sie in der Runde zuvor genutzt hatte. Da habe ich also auch noch ein paar Zehntel verloren“, klagte Verstappen.

Für Ricciardo war der Spaß beinahe schon im Q1 vorbei. Erst im zweiten Run schaffte der künftige Renault-Pilot den Cut: „Wir sind einfach zu langsam. Schon das ganze Wochenende läuft es irgendwie nicht. Meine ersten Runden im Q1 waren eigentlich gut, aber dann fehlte am Ende plötzlich eine Sekunde. Und wir wissen nicht warum. Das müssen wir jetzt versuchen herauszufinden.“

Volle Attacke mit Monza-Flügeln

Red Bull experimentierte das ganze Wochenende mit unterschiedlichen Flügeln. Es ging darum, den Top-Speed-Nachteil auf den Geraden zu reduzieren, ohne in den Kurven zu viel zu verlieren. „Gestern sind wir beide mit wenig Abtrieb gefahren. Ich habe im dritten Training einen Flügel für mehr Abtrieb probiert. Damit ging es im kurvigen zweiten Sektor besser. Aber auf den Geraden im ersten und dritten Abschnitt waren wir einfach zu langsam. Da wären die anderen einfach an uns vorbeigefahren.“

So entschieden sich beide Piloten am Ende dafür, Flügel im ultraflachen Monza-Format anzubauen. „Mit diesem Flügel können wir überholen. Vor allem am Start oder bei Restarts nach Safety-Car-Phasen wollen wir attackieren.“ Verstappen hofft ebenfalls auf eine Aufholjagd: „Uns fehlt leider der Speed, um gegen Ferrari und Mercedes zu kämpfen. Aber die anderen drei Autos vor uns wollen wir uns auf jeden Fall schnappen.

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