Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Mexiko - Formel 1 - Freitag - 28.10.2017 sutton-images.com
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Mexiko - Formel 1 - Freitag - 27.10.2017
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Mexiko - Formel 1 - Freitag - 27.10.2017
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Mexiko - Formel 1 - Freitag - 27.10.2017
Valtteri Bottas - Mercedes - GP Mexiko - Formel 1 - Freitag - 27.10.2017
Valtteri Bottas - Mercedes - GP Mexiko - Formel 1 - Freitag - 27.10.2017 103 Bilder

3 kaputte Motoren bei Red Bull & Toro Rosso

Motorleistung rückt in Mexiko zusammen

Red Bull beklagt einen Motorschaden im Training zum GP Mexiko 2017. Toro Rosso gleich zwei. Die dünne Höhenluft lässt die Motoren bei der Leistung enger zusammenrücken. Deshalb ist Red Bull für das restliche Rennwochenende optimistisch gestimmt.

Max Verstappen beendete den Freitagnachmittag in Mexiko nach 17 Runden. Ein Motorschaden stoppte laut Red Bull die Longrun-Ambitionen des zweifachen GP-Siegers. Brendon Hartley von Toro Rosso kam in der Früh zehn Runden weit. Dann hauchte der Renault-V6 sein letztes Leben aus. Teamkollege Pierre Gasly spulte am Nachmittag dieselbe Distanz ab, ehe auch sein Motor den Dienst quittierte.

„Drei Motorschäden an einem Tag“, rümpft Red Bulls Motorsportlenker Helmut Marko die Nase. Immerhin droht Max Verstappen keine Startplatzstrafe. In seinem RB13 arbeitete ein altes Triebwerk, das für Samstag sowieso hätte ausgewechselt werden soll. „Alt?“, entgegnet Marko. „Wenn ich es mit den Laufzeiten der Mercedes-Motoren vergleiche, sind unsere Motoren noch relativ frisch, bevor sie kaputtgehen.“ Laut des Grazer Doktors werden sowohl Gasly als auch Hartley Strafen auffassen. Toro Rosso und McLaren werden sich die letzten Startreihen in Mexiko teilen.

Hamiltons Longrun beeindruckt Red Bull

Nun zum Positiven aus Sicht von Red Bull. Daniel Ricciardo erzielte in 1:17.801 Minuten die Tagesbestzeit. In beiden Trainings reihten sich beide Red Bull jeweils unter den besten vier Autos ein. „Wir sind bei der Musik“, resümiert der Marko. „Wir rechnen uns Siegeschancen aus.“ Mit einer Einschränkung: „Hamiltons Longrun auf den Ultrasoftreifen war schon sehr beeindruckend. Da müssen wir uns strecken.“

Max Verstappen - Red Bull - GP Mexiko 2017 - Formel 1
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Hamilton selbst konstatierte zufrieden. „Ich glaube nicht, dass ich je zuvor 26 so konstante Runden gefahren bin, vielleicht einmal abgesehen vom Rennen.“ Laut den Mercedes-Ingenieuren waren es sogar 28 „Im Longrun sehen wir sehr stark aus. Vettel hatte einen schlampigen Longrun. Red Bull hat Überhitzungserscheinungen.“

Auf eine Runde allerdings zeigte sich die Spitze am Trainingsfreitag ausgeglichen. Zwischen Ricciardo und Valtteri Bottas auf dem sechsten Platz lag am Nachmittag keine halbe Sekunde. „Vier oder fünf Autos haben die Chance auf die Pole-Position“, sagen die Mercedes-Ingenieure. Bei Red Bull hält man zwischen Reihe eins und Reihe drei alles für möglich. „Kommt darauf an, wie viel hier der Qualifikationsmodus von Mercedes und Ferrari ausmacht.“

Red Bull freut sich über dünne Luft

Einen Hoffnungsschimmer gibt es für das Team aus Milton Keynes bereits. Die dünne Höhenluft 2.200 Meter über dem Meeresspiegel lässt die Motoren zusammenrücken. Eine Faustformel besagt, dass ein gewöhnlicher Verbrennungsmotor je 1.000 Meter rund zehn Prozent an Leistung einbüßt. In Mexiko wäre es also ein Fünftel weniger Power. Die Turbomotoren fangen diesen Verlust auf. Wenn auch nicht komplett. Auch sie leiden unter dem um rund 20 Prozent geringerem Luftdruck. Die Antriebseinheiten wurden nicht für die Verhältnisse in der Höhe, sondern für die auf Meeresspiegel-Niveau entwickelt. FIA-Technikkommissar Jo Bauer veranschaulicht: „Es verhält sich wie mit einem Staubsauger. Wenn du dort das Loch zu hältst, schneidet es die Luftzufuhr ab, und er arbeitet schlechter oder irgendwann gar nicht mehr.“

Vereinfacht ausgedrückt: Je dichter die Luft, desto effektiver die Aufladung, desto mehr Leistung kann man aus dem Luft-Benzingemisch herauskitzeln. Bei geringerem Luftdruck lassen die Teams den Verdichter höher drehen, um wenigstens einen Teil des Verlusts auszugleichen. Erlaubt sind laut Reglement maximal 125.000/min. Auch muss die Einspritzung angepasst werden.

Red Bull verliert deshalb auf den Geraden nicht so viel wie üblich. Zumindest den Freitagseindrücken zugrunde gelegt. „Die Autos fahren mit maximalem Anpressdruck. Unsere Topspeeds stimmen. Das zeigt, dass unser Paket effektiv ist“, sagt Marko. Nico Hülkenberg sieht es ähnlich. Auch sein Auto treibt ein Renault-V6 an. „Wir haben relativ viel Luftwiderstand und sind in dieser Beziehung schlechter aufgestellt als Red Bull.“

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