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Red Bull hilft Vettel in GP Kanada 2017

Ricciardo bremst Force India-Piloten ein

Daniel Ricciardo - GP Kanada 2017 Foto: xpb 22 Bilder

Red Bull fuhr beim GP Kanada 2017 überraschend aufs Podium. Teamchef Christian Horner erklärte anschließend, wie man das Ruder in dieser Saison herumreißen konnte und warum Ricciardo Vettel geholfen hat.

13.06.2017 Tobias Grüner 1 Kommentar

Als Max Verstappen in der ersten Kurve den Frontflügel von Sebastian Vettel rasierte, war das Rennen um den Sieg für den Heppenheimer gelaufen. Er fiel nach dem Reparaturstopp in Runde 6 bis ans Ende des Feldes zurück. Doch als wollte Red Bull das Missgeschick am Start wieder gutmachen, half das Ex-Team von Vettel fleißig bei der Schadensbegrenzung mit.

Vettel hätte deutlich mehr als 13 Zähler auf Hamilton verlieren können. Doch als Verstappen in Runde 11 ausrollte, hatte der WM-Spitzenreiter schon mal eine Position kampflos gewonnen, die er aus eigener Kraft wohl nicht wieder gutgemacht hätte. „Wir vermuten irgendein elektrisches Problem mit der Hybrid-Batterie. Die ganze Energieversorgung ist ausgefallen“, erklärte Horner nach dem Rennen.

Verstappen auf dem Weg zu Rang 2

Es war Verstappens dritter Ausfall in den letzten fünf Rennen. „Das passt zu dieser Saison. Nichts läuft zusammen“, klagte der Holländer den Reportern anschließend in die Mikrofone. Horner übte sich in Galgenhumor: „Zum Glück ist auch der Funk ausgefallen. Sonst hätte man noch deftigere Flüche gehört.“

Der Teamchef versuchte, seinen Schützling wieder aufzubauen. „Sein Frust ist doch ganz verständlich. Max war das ganze Wochenende schnell unterwegs. Er hatte einen tollen Start, bei dem er sich mit einem mutigen und perfekt getimten Manöver außen an Sebastian vorbeigeschoben hat. Und bei seinem Speed hätte er die zweite Position gegen Valtteri auch halten können, wenn die Boxenstopps normal gelaufen wären. Das war echt schade, dass er so früh ausgeschieden ist.“

Ricciardo im Verteidigungsmodus

So musste Daniel Ricciardo die Kohlen aus dem Feuer holen. Der Australier kam aber das ganze Wochenende nicht ganz an den Speed seines jüngeren Teamkollegen heran. Und dann wurde er noch auf die langsamen Soft-Reifen gesetzt. „Wir wollten mit einem frühen Stopp den dritten Platz auf der Strecke verteidigen“, erklärte Horner die Strategie-Entscheidung.

„Um mit dem Reifen bis zum Ende durchzufahren, haben wir eine konservative Wahl getroffen. Allerdings hat es ihm die Arbeit an diesem Nachmittag nicht gerade erleichtert. Man muss aber auch sagen, dass Perez und Ocon eine sehr gute Pace gezeigt haben. Daran sieht man wieder, wie wichtig das Thema Motor auf solch einer Strecke ist.“

Mit dem Bremsklotz Ricciardo vor der Nase wurden sowohl die beiden Force India als auch Kimi Räikkönen eingebremst. Horner glaubt nicht, dass ein Platztausch bei den Verfolgern etwas gebracht hätte. „Ocon ist ja auch nicht aus eigener Kraft an Perez vorbeigekommen. Deshalb hätte er sich auch gegen Daniel schwergetan.“

Red Bull-Fortschritt dank Adrian Newey

Der Profiteur davon war Vettel. Bereits in Runde 47 hatte der WM-Spitzenreiter Anschluss an den Zug gefunden. Als er merkte, dass er nicht vorbeikam, entschied er sich für einen zweiten Boxenstopp. Die Ingenieure rechneten vor, dass er 8 Runden vor der Zielflagge mit frischeren Reifen wieder dran sein würde. Und so kam es auch.

Mit der Brechstange ging es in Runde 65 zunächst an Ocon vorbei, zwei Umläufe später war auch Perez fällig. Nur Ricciardo schnappte sich Vettel nicht mehr. 0,6 Sekunden fehlten auf dem Zielstrich. „Mir fehlte eine Runde“, ärgerte sich der Heppenheimer. „Vielleicht hätte ich den zweiten Stopp schon in etwas früher absolvieren sollen. Dann hätte es vielleicht gereicht.“

So feierte Ricciardo den dritten Podiumsplatz in Folge für Red Bull. Horner sieht einen klaren Aufwärtstrend bei seinem Team: „Wir haben jetzt einige Probleme bei der Korrelation gelöst. Wir wissen jetzt, welchen Tools wir bei der Entwicklung vertrauen können. In den letzten drei Rennen konnten wir spürbare Fortschritte machen. Die Lücke nach vorne schließt sich immer weiter.“

Ein Faktor bei der Lösung der Probleme war auch Designguru Adrian Newey: „Er war im Winter nicht an der Entwicklung beteiligt. Aber seit den Tests in Barcelona hat er sein Engagement deutlich gesteigert. Leider sind die Fortschritte im Motorenbereich nicht so schnell zu machen. Ich hoffe, dass der dritte Motor in Österreich kommt und ein bisschen mehr leistet. Auch unsere Benzin-Partner helfen bei der Suche nach Power mit. Wir geben in allen Bereichen Gas.“

Neuester Kommentar

unter normalen umständen wäre vettel der dritte am Podest gewesen, somit wäre der Aufwärtstrend gestoppt und nach unten gegangen... wenn man so knapp dran gewesen wäre, hätte vettel wohl nicht vom letzten platz aus dermaßen ausschließen können...

p2d 13. Juni 2017, 15:53 Uhr
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