Max Verstappen - Red Bull  - Formel 1 - GP Deutschland - 30. Juli 2016 sutton-images.com
Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Deutschland - 30. Juli 2016
Lewis Hamilton - Mercedes  - Formel 1 - GP Deutschland - 30. Juli 2016
Lewis Hamilton - Nico Rosberg - Mercedes  - Formel 1 - GP Deutschland - 30. Juli 2016
Sebastian Vettel - Ferrari  - Formel 1 - GP Deutschland - 30. Juli 2016 65 Bilder

Red Bull überrascht sich selbst

Ricciardo hofft auf Taktik-Joker

Red Bull rechnete in Hockenheim mit Ferrari als Gegner. Nach der Fahrt in die zweiten Startreihe wollen Daniel Ricciardo und Max Verstappen Mercedes unter Druck setzen. Ricciardo spricht von einem Taktik-Joker, den die Mercedes-Strategen nicht erkennen können.

Red Bull-Berater Helmut Marko bemühte ein altes Sprichwort: „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.“ Der Grazer Jurist blickt dabei auf den GP Ungarn zurück: „Da haben wir geglaubt, wir könnten Mercedes herausfordern, hatten aber keine Chance. In Hockenheim haben wir mit einem Duell gegen Ferrari um Platz 2 gerechnet und sind näher an Mercedes dran als in Ungarn.“

Hockenheim spricht eigentlich gegen Red Bull

Und das obwohl der Hockenheimring vom Layout eher gegen Red Bull spricht. Zu viele Geraden, zu wenig schnelle Kurven. Max Verstappen schiebt es auf die Entwicklungsarbeit: „Wir haben gute Upgrades gebracht. Das beginnt sich jetzt auszuzahlen. Außerdem haben wir hier schnell unser Set-up gefunden. Das Auto war von Anfang an gut ausbalanciert. Wir mussten nur noch Feintuning betreiben, um die Reifen optimal zu schonen.“

Würde der Hockenheimring nur aus dem Motodrom bestehen, müsste Mercedes sich echte Sorgen machen. Daniel Ricciardo fuhr dort hinter Lewis Hamilton die zweitbeste Sektorzeit. Der Australier lag mit einem Rückstand von 0,363 Sekunden auf die Pole Position im Einzugsbereich der Silberpfeile. „Eine Zehntel hätte ich vielleicht noch wegfeilen können, aber die Mercedes hätte ich nicht geschafft“, gab Ricciardo zu. Verstappen wusste ganz genau, wo er 0,15 Sekunden verloren hat. „Bei einem Quersteher in den letzten zwei Kurven.“

Mercedes in Fehler hetzen

Red Bull will Mercedes im Rennen unter Druck setzen, in der Hoffnung Hamilton und Rosberg damit in Fehler zu hetzen. „Wir waren in den Longruns am Freitag näher dran als auf eine Runde“, rechnet Ricciardo vor. Der WM-Dritte sieht auch noch taktisch eine Chance. „Wir haben uns andere Reifen als Mercedes für das Rennen aufgehoben.“

Die beiden Mercedes-Piloten können aus einem Kontingent von je einem frischen und zwei gebrauchten Supersoft, einem frischen und einem gebrauchten Soft und einem gebrauchten Medium wählen. Ricciardo hat noch einen gebrauchten Medium, einen neuen Soft, einen neuen und drei gebrauchte Supersoft übrig. Verstappen kann auf einen neuen Medium, einen neuen Soft, einen neuen und drei gebrauchte Supersoft-Reifen zurückgreifen.

Alternative Strategie bei Red Bull

Ricciardos Hinweis auf die Reifen impliziert die Hoffnung auf eine alternative Strategie. Die Mercedes-Strategen schütteln den Kopf: „Ricciardo kann mit seinen Reifen nichts tun, was wir nicht auch könnten. Und sein Satz Reifen für den Start hat mehr Runden abgeschrubbt als unsere Startgarnituren.“ Verstappens neuer Medium könnte dagegen auf ein Einstopp-Rennen hindeuten. Mercedes winkt auch da ab: „Wir halten den Medium nicht für einen schnellen Rennreifen. Auch wenn es langweilig klingt. Wenn es nicht regnet, werden fast alle die gleiche Strategie am Sonntag fahren.“ Regen wiederum käme Red Bull gelegen.

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