Red Bull in Monza

Webber hat Force India auf dem Zettel

Mark Webber Foto: Red Bull 51 Bilder

Mit Monza steht nicht gerade der optimale Rennstrecke für Red Bull auf dem Programm. Neben den üblichen Verdächtigen erwartet Mark Webber auch Force India ganz vorne. Sebastian Vettel ist ebenfalls vorsichtig mit Prognosen. "Es wird nicht leicht für uns."

Red Bull und Monza passen einfach nicht zusammen: Als hätte man eine Anti-Strecke für das Vettel-Auto geplant, wechseln sich im Königlichen Park lange Geraden und enge Schikanen ab. Der hohe Vollgasanteil und der Stop & Go-Charakter des Traditionskurses behagen dem RB6 weit weniger als den Autos der Konkurrenz.

Red Bull kann Stärken kaum ausspielen

Der Red Bull besitzt seine Stärken vor allem in Kurven - je schneller desto besser. Wenn Abtrieb gefragt ist, gibt es kein besseres Auto im Feld. Doch Kurven gibt es in Monza nur vier. Dazu noch drei Schikanen, ansonsten geht es nur Vollgas. Die Frage lautet, ob das spezielle Monza-Aeropaket die bisherigen Schwächen beseitigen kann. Der hohe Luftwiderstand und der Leistungsnachteil des Renault-Aggregats führten in dieser Saison regelmäßig zu hinteren Plätze im Top-Speed-Vergleich.

Was spricht für ein gutes Ergebnis von Red Bull? Eigentlich nicht viel. Immerhin konnten Vettel und Webber auf den zwei anderen Highspeed-Kursen in Spa und Montreal mithalten und respektable Ergebnisse einfahren. Doch Monza ist noch eine Spur extremer. Im Vorjahr zeigte sich das besonders deutlich, als sieben Mercedes-Autos im Qualifying an der Spitze standen. Als bester Red Bull-Pilot wurde Vettel im Rennen Achter.

Vettel will bis zum Ende kämpfen

Schon vorher aufgeben gilt für Vettel allerdings nicht. "Es wird nicht leicht für uns mit den langen Geraden. Aber ich bin sicher, wir werden unsere Bestleistung abliefern und bis zum Ende kämpfen." Mut schöpft der 23-Jährige aus seiner eigenen Monza-Statistik. "Ich habe zwei gute Erinnerungen an Monza: mein erster Formel 1-Sieg und meine erste Formel 1-Pole Position. Es ist schön, wieder hierher zurückzukommen."

Auch Teamkollege Mark Webber erwartet für sein Team ein hartes Stück Arbeit. "Ich denke aber, dass wir trotzdem ganz gut aussehen könnten", bleibt der WM-Zweite optimistisch. An der Spitze erwartet der Australier gleich vier Teams im Kampf um den Sieg. "Wir dürften etwas mehr Gegenwehr bekommen – zusätzlich zu Ferrari, McLaren und Renault. Force India habe ich ebenfalls auf dem Zettel für die Spitzenplätze."

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