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Max Verstappen - Red Bull - GP Australien 2018 - Melbourne - Rennen
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Wer bekommt Windschatten?

Knatsch bei Red Bull

Daniel Ricciardo und Max Verstappen diskutierten am Funk heftig mit ihren Ingenieuren, wer wem Windschatten geben sollte. Ricciardo fühlte sich ungerecht behandelt. Offenbar gab es ein Missverständnis.

Kaum fahren die Bullen auf ihrer Heimstrecke, stoßen sie sich gegenseitig mit den Hörnern. Auslöser war das Qualifying, bei dem sowohl Daniel Ricciardo als auch Max Verstappen über Funk mit ihren Ingenieuren debattierten, man solle dem jeweils anderen Windschatten spenden. Auf einer Strecke wie dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring, der drei lange Geraden bietet, ein immenser Vorteil. „Das kann bis zu zwei Zehntel ausmachen”, rechnete Ricciardo vor.

Direkt nach dem Zeittraining, bei dem sich Verstappen und Ricciardo auf den Positionen 5 und 7 qualifizierten, waren die Gemüter erhitzt. “Das hätte fairer ablaufen können”, sagte Ricciardo. Verstappen verwies hingegen darauf, dass es die Abmachung gibt, dass bei jedem Rennen abgewechselt wird, wer als Erster rausfährt. In Paul Ricard war er dran, in Spielberg war es der Job von Ricciardo.

Drei statt zwei Versuche im Quali

Der Unterschied in Spielberg: Red Bull machte nicht wie üblich zwei Versuche, um die Pole-Position zu ergattern, sondern drei. Da ging Ricciardo davon aus, dass er zumindest bei einem der drei auch zum Zug kommt. „Für mich war das klar”, sagte der Australier. “Für das Team aber offenbar nicht. Wir hätten vorher mehr darüber reden müssen. Es war wohl eine Fehlkommunikation.”

Renault - Formel 1 - GP Österreich - 28. Juni 2018
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Bei der Regelung, wer als Erster aus der Box fährt, steht auch eigentlich nicht der strategische Vorteil im Vordergrund sondern es ist einfach ein normaler Ablauf. In Spielberg macht es aber eben einen eklatanten Unterschied. Was zusätzlich verwirrte: Auch wenn Verstappen derjenige war, der an diesem Wochenende die Rolle des Hintermanns hatte, forderte ihn sein Ingenieur auf, an Ricciardo vorbeizufahren. Doch der Holländer blieb stur. „Ich habe mich an den Plan gehalten”, sagte er.

Red Bull zu langsam auf Geraden

Es brauchte einige Minuten, bis sich die Gemüter wieder beruhigt hatten. “Ich bin nicht sauer auf ihn”, sagte Ricciardo. „Jeder kämpft da draußen für sich selbst. Ich hätte in der Situation wahrscheinlich auch keinen Platz gemacht, wenn es mir nicht gesagt worden wäre.”

Ricciardo fehlten 0,156 Sekunden auf Verstappen. Wäre es andersherum gelaufen, hätte er ihn womöglich geknackt. Generell fehlte den Bullen aber die Geschwindigkeit auf der Geraden. “Wir haben da mehr verloren, als wir in den Kurven aufholen konnten”, meint Ricciardo.

Verstappen machte dieselbe Schwachstelle aus. Zudem waren beide nicht mit der Balance des Autos zufrieden. Da konnte auch der neue Party-Modus des Renault-Aggregats nicht helfen. „Ich habe nicht viel davon gespürt”, sagte Verstappen. “Ich muss nochmal in die Daten schauen. Vielleicht brauchen wir auch noch etwas, um das zu optimieren.” Zur Erinnerung: Im Abschlusstraining rauchte die Elektronik ausgerechnet in dem Moment ab, wo man den Party-Modus aktivierte.

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