Yuki Tsunoda - GP Mexiko 2021 Motorsport Images
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Mexiko - 6. November 2021
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Mercedes - Formel 1 - GP Mexiko - 6. November 2021
Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 6. November 2021 34 Bilder

Mexiko-Qualifikation: Ärger über Yuki Tsunoda

Red Bull sauer auf Alpha-Tauri-Rookie „Wir wurden heute tsunodat“

Yuki Tsunoda geriet im Mexiko-Qualifying überraschend ins Rampenlicht. Red Bull machte den Japaner mitverantwortlich dafür, dass die Pole Position an Mercedes ging. Der Rookie hatte zunächst keine Ahnung, was überhaupt passiert war.

Mit dem Einbau der vierten Antriebseinheit war das Schicksal von Yuki Tsunoda schon am Freitag besiegelt. Es war klar, dass der Youngster das Mexiko-Rennen durch die fällige Strafe aus den hinteren Reihen angehen muss. Doch sein Team hatte für das Qualifying noch einen Spezialauftrag vorbereitet. Tsunoda sollte Teamkollege Pierre Gasly Windschatten spenden, damit der Franzose im Idealfall sogar die Mercedes angreifen kann.

Doch diese Strategie ging am Ende nicht auf. Immerhin schaffte es Tsunoda mühelos durch die ersten beiden Quali-Runden. Um auf jeden Fall im Top-Ten-Finale dabei zu sein, bekam der jüngste Fahrer im Feld für das Q2 die Soft-Reifen aufgeschnallt. Das dürfte für den Start des Rennens am Sonntag ein klarer Nachteil sein, wenn der Rest des Feldes auf den beiden härteren Mischungen losfährt.

Wie verlangt zog Tsunoda das Schwesterauto im Q3 zwei Mal über die lange Gerade. Es reichte für Gasly aber trotzdem nicht, in die ersten beiden Startreihen zu fahren. Mercedes lag komplett außer Reichweite. Der Franzose hätte stattdessen beinahe die eigenen Kollegen aus dem Red-Bull-Lager gefährdet. Der vierte Startplatz von Sergio Perez lag nur eine Zehntel entfernt.

Yuki Tsunoda - GP Mexiko 2021
Motorsport Images
Tsunoda bekam den Auftrag, Pierre Gasly im dritten Qualifying-Abschnitt Windschatten zu spenden.

Tsunoda behindert Red-Bull-Duo

Dass es so knapp wurde, lag vor allem an Yuki Tsunoda. Nachdem der Rookie seine Helferaufgaben im zweiten Q3-Run erfüllt hatte, sollte er nur noch an die Box zurückkehren. Doch auf der Inlap tauchten plötzlich die beiden Red Bull in seinem Rückspiegel auf. Und das auch noch im schnellen Geschlängel im Mittelsektor, wo es schwer ist, andere Autos vorbeizulassen.

Tsunoda entschied sich, in Kurve 11 einfach neben die Strecke zu fahren. Doch Sergio Perez folgte ihm nur einen Moment später in die Auslaufzone. "Es war weniger die Ablenkung. Ich bin einfach zu dicht auf ihn aufgefahren. In den Turbulenzen habe ich dann beim Bremsen Abtrieb verloren und konnte das Auto nicht mehr kontrollieren", schilderte der Lokalmatador die Szene aus seiner Sicht.

Weil der Asphalt in Mexiko neben der Piste sehr dreckig ist, wirbelten Tsunoda und Perez bei ihrem Ausritt jede Menge Staub auf. Das irritierte Max Verstappen so sehr, dass der Holländer ebenfalls aus dem Tritt kam. "Man ist an dieser Stelle sehr schnell unterwegs. Und wenn man dann nur noch Staub sieht, weiß man nicht, was passiert ist. Da habe ich leider Schwung und die entscheidenden Zehntel verloren. Mit der Runde hätte ich zumindest um Pole kämpfen können", ärgerte sich der Holländer.

Verstappen hatte zudem Angst, dass an der betreffenden Stelle gelbe Flaggen geschwenkt werden könnten. Wäre er voll auf dem Gas geblieben, hätte eine Strafe gedroht – so wie im Mexiko-Qualifying 2019, als ihm ein Flaggen-Vergehen die Pole Position kostete.

Yuki Tsunoda - GP Mexiko 2021
Wilhelm
Nach dem Qualifying war sich Tsunoda keiner Schuld bewusst.

Tsunoda erkennt keinen Fehler

Als Tsunoda von den Medienvertretern nach der Session auf die Behinderung seiner Red-Bull-Kollegen angesprochen wurde, hatte der Pilot keinen Schimmer, was er angerichtet hatte. Erst als ihm die Pressesprecherin auf dem Handy ein Video der Szene zeigte, kam die Erleuchtung. Die Einsicht kam allerdings nicht.

"Was hätte ich denn bitte anders machen sollen? Ich bin nach außen gegangen, um Platz zu schaffen. Wo sollte ich denn sonst hingehen? Denkt Ihr, ich habe etwas falsch gemacht?", fragte der Pilot irritiert in die Runde. "Ich muss das mit Red Bull diskutieren. Aber ich glaube nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe."

Bei dem Gespräch mit den Verantwortlichen von Red Bull wäre man gerne dabei gewesen. Teamberater Helmut Marko machte seinem Ärger ordentlich Luft: "Tsunoda hat zwei unserer Autos aus dem Geschäft genommen. Seine einzige Aufgabe war es, Pierre Gasly Windschatten zu spenden. Alpha Tauri hätte ihn längst an die Seite nehmen sollen."

Und auch Teamchef Christian Horner hatte eine klare Meinung über seinen Junior-Piloten. Der Brite übte sich in Galgenhumor: "Wir wurden heute tsunodat. Ich weiß wirklich nicht, was er im Cruise-Modus an dieser Stelle der Strecke zu suchen hatte. Aber das lässt sich nun leider nicht mehr ändern. Heute wären Plätze in der ersten Reihe drin gewesen. Aber ich bin immer noch optimistisch, was das Rennen angeht."

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