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Red Bull sauer auf McLaren

„Herr Key wird lange warten müssen“

McLaren sucht neue Ingenieure und ist dabei auf Toro Rosso-Technikchef James Key gestoßen. Nachdem McLaren die Verpflichtung von Key bestätigte, meldet sich jetzt Red Bull zu Wort. Dort ist man sauer, dass McLaren die Personalie vorschnell verkündet hat.

McLaren will seinen Rennstall umstrukturieren. Sportdirektor Eric Boullier, Chassis-Chef Tim Goss und Einsatzleiter Matt Morris mussten ihren Hut nehmen. Gil de Ferran, Simon Roberts und Andrea Stella wurden befördert. In Ungarn überraschte der Rennstall aus Woking mit der Ankündigung, dass man Toro-Rosso-Technikchef James Key verpflichtet habe. Dem Technikbüro im McLaren Technology Center fehlte noch eine Führungspersönlichkeit.

Fernando Alonso lobte den Transfer: „Wir können Leute mit Erfahrung und frischen Ideen in unserer Mannschaft gebrauchen.“ McLaren steht bei dem Spanier im Zugzwang. Man muss Alonso beweisen, dass sich etwas ändert. Sonst legt der zweifache Ex-Weltmeister 2019 eine Formel 1-Pause ein. Um für diesen Fall gerüstet zu sein, sucht McLaren auch Fahrer. Im Ringen um Esteban Ocon verlor man gegen Renault. Jetzt steht Carlos Sainz auf der Wunschliste.

Stillschweigen gebrochen

Lando Norris - Formel 2 - 2018
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Gibt es ein Tauschgeschäft: James Key gegen Junior-Pilot Lando Norris?

Bei Toro Rosso und Red Bull reagierte man überrascht und verärgert über die Personalie Key. Motorsportdirektor Helmut Marko stellt die Sachlage klar: „Wir haben mit James Key einen mehrjährigen Vertrag. Zak Brown hat bei uns angefragt, ob wir ihn früher aus diesem Vertrag entlassen würden. Wir haben noch verhandelt, als wir plötzlich in der Presse lesen, dass McLaren James Key verpflichtet hat.“

McLarens voreilige Verkündung könnte den Rennstall teuer zu stehen kommen. „Herr Key wird lange warten müssen, bis er für McLaren arbeiten kann“, kündigte Marko als Konsequenz an. Man nimmt an, dass der Anfang 2017 verlängerte Vertrag mit Key mindestens noch bis Ende 2019 läuft. Da wird sich wohl Alonsos Wunsch eines schnellen Arbeitsantritts des 46-jährigen Engländers bei McLaren nicht erfüllen. „Je früher er kommt, umso mehr Einfluss hätte er noch auf das nächstjährige Auto.“

Red Bull hat schon einmal schlechte Erfahrungen mit McLaren gemacht. „Mit Lando Norris war es das gleiche. Wir verhandeln hinter verschlossenen Türen mit McLaren und erfahren plötzlich aus der Zeitung, dass sie ihn nicht hergeben wollen.“ Wer die Formel 1 kennt, könnte sich jetzt folgendes Szenario vorstellen. McLaren bekommt Key nur vorzeitig, wenn sie Norris an Toro Rosso abgeben.

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