Red Bull mit ERS-Problemen

Früher Dienstschluss für Vettel

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - Test - Jerez - 29. Januar 2014 Foto: xpb 149 Bilder

Um 13 Uhr packte Sebastian Vettel seinen Infiniti FX50. Der Weltmeister hatte es eilig. Nach acht Runden stieg er aus seinem Red Bull. Die Ingenieure hatten eine schlechte Nachricht für Vettel: Sein Arbeitstag war beendet. Das Problem liegt bei Renault. Das Energie-Rückgewinnungssystem (ERS) machte Zicken.

Gegen Mittag fiel es auf. Die drei Renault-Kunden Red Bull, Toro Rosso und Caterham standen schon ewig in ihren Garagen. Kurz darauf tauchte Sebastian Vettel in Zivil auf und packte eilig seinen Dienstwagen. Der Weltmeister hatte einen frühen Feierabend. Drei Runden am ersten Tag, acht am zweiten.

Während Vettel am ersten Testtag wegen einer falsch eingebauten Feder lange zum Zuschauen verurteilt war, tauchte am zweiten Tag ein ernsteres Problem auf. "Wir haben Schwierigkeiten mit dem Energie-Rückgewinnungssystem. Es hat sich gestern schon bei Toro Rosso angedeutet und heute uns erwischt", erklärte Red Bull-Teamchef Christian Horner.

Red Bull hofft auf schnelle Lösung

Renault will über Nacht neue Teile einbauen und der Ursache für die Schwierigkeiten auf den Grund gehen. Offenbar zickt eine elektronische Steuerungseinheit herum. Wenn das ERS aussteigt, macht fahren keinen Sinn. Bei Red Bull kann man nun nur noch Daumen drücken, dass Renault die Probleme in den Griff bekommt: "Wir brauchen dringend Kilometer, um dieses komplizierte Ding zu verstehen."
 
Vettel hat jetzt erst einmal frei bis zum nächsten Test in Bahrain. Die nächsten beiden Testtage soll Daniel Ricciardo im Red Bull Platz nehmen. An eine Änderung des Testprogramms wurde nicht gedacht. Horner: "In dieser Phase ist es wirklich egal, welcher Fahrer im Auto sitzt.“

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