Red Bull mit Ferrari-Motoren

Foto: dpa

Für die kommenden zwei Jahre erhält Red Bull Racing Kundenmotoren von Ferrari. Das Team von Dietrich Mateschitz tritt damit die Nachfolge von Sauber an, die sich die Zehnzylinder aus Maranello nicht mehr leisten können.

Nach dem Saisonende 2005 wird Red Bull-Racing von Cosworth-Motoren auf Ferrari wechseln. Der Vertrag geht zunächst bis Ende 2007. "Das ist für uns die beste Basis, auch in der Zukundt erfolgreich zu sein", ließ das Team in einer Pressemitteilung verlauten.

"Wir sind extrem stolz und fühlen uns privilegiert, dass Red Bull Racing mit Ferrari-Motoren ausgerüstet wird", sagt Teamchef Christian Horner. "Das ist ein enormer Schub für uns." Während der aktuelle Cosworth-Motor eher am unteren Ende der Leistungsskala aktueller Formel 1-Motoren rangiert, gehören die Ferrari-Aggregate zu den Spitzen-Motoren.

Zweifel an Cosworth

Zwar berichten Cosworth-Mitarbeiter stolz, man sei mit der Entwicklung des 2006 vom Reglement geforderten Achtzylinders schon sehr weit, doch Red Bull-Eigner Dietrich Mateschitz hatte in der Vergangenheit Zweifel geäußert, dass der britische Motorenbauer die Kapazitäten habe, um wirklich konkurrenzfähig zu sein.

Mateschitz muss etwa 20 Millionen Dollar für die Ferrari-Motoren überweisen. Doch nach dem Scheitern der Pläne für den Umbau des A1-Rings sind im Marketing-Etat des Getränkeherstellers satte 700 Millionen Dollar übrig. Dass Geld keine Rolle spielt,demonstriert Red Bull Racing mit dem neuen Motorhome, das mit drei Stockwerken in der Formel 1 neue Maßstäbe setzt.

Red Bull und Ferrari: Bündnis auch auf politischer Ebene?

Die Verbindung mit Ferrari entfernt Red Bull wohl endgültig aus der Allianz der Hersteller, die zusammen mit den vier verbliebenen freien Teams eine eigene Rennserie aus der Taufe heben wollen. Möglicherweise treibt der neue Deal jedoch Peter Sauber in die Arme der Konzerne.

Da Hauptsponsor Petronas nicht mehr bereit ist, die erforderliche Summe für die Ferrari-Motoren aufzubringen, muss sich das schweizer Team nach einem neuen Ausrüster umsehen. Die Hersteller verprechen preiswerte Motoren für Teams, die sich auf ihre Seite schlagen. Sauber wird seit Monaten mit BMW in Verbindung gebracht.

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