Red Bull mit Honda

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Die Shooting-Stars der noch jungen Saison, das Red Bull-Team, soll 2006 mit Honda-Motoren fahren. Teameigner Dietrich Mateschitz sind die Kosten für die Cosworth-Motoren ein Dorn im Auge.

Das englische Fachmagazin "Autosport" will wissen, dass Red Bull Racing kurz vor einem Vertragsabschluss mit Honda über Motorenlieferungen im Jahr 2006 steht. Ebenso wie bei der möglichen Verbindung zwischen Sauber und BMW gibt keine der beiden Seiten den Deal zu. Honda-F1-Chef Takeo Kiuchi gesteht jedoch ein: "Einige Teams sind an unseren Motoren interessiert und haben unseren Präsidenten in dieser Sache kontaktiert."

Kiuchi würde sich sportlich lieber weiterhin auf das Honda-Werksteam BAR konzentrieren, kann sich den übergeordneten politischen Interessen aber nicht verschließen: "Ich kann mit die Belieferung eines zweiten Teams vorstellen, um die unabhängigen Teams zu unterstützen, was im Interesse des Sports läge."

Die Angst der anderen lässt Cosworth gut aussehen

Momentan existieren vier unabhängige Rennställe in der Formel 1: Jordan, das 2006 Midland heißt, ist mit Toyota verbandelt. Teameigner Alexander Shnaider sieht sich aber ebenso nach Alternativen um wie Peter Sauber. Shnaider hat es auf Saubers Ferrari-Motoren abgesehen, während Sauber in Richtung BMW schielt. Ein großes Fragezeichen steht hinter Minardi, wo bisher ebenso wie bei Red Bull Cosworth-Motoren zum Einsatz kommen.

Sportlich gehört der ehemalige Ford-Zehnzylinder nicht zu den Top-Aggregaten. Lediglich die Abrüstung der anderen Hersteller - aus Angst vor Motorschäden bei erhöhter Laufleistung - lässt den Kundenmotor aus England bisher gut aussehen.

Der Cosworth-Vertrag ist Dietrich Mateschitz ein Dorn im Auge. Finanziell geht es Red Bull nicht schlecht, dennoch schmerzen die 20 Millionen Dollar Leasing-Gebühr für den Cosworth V10. Mateschitz würde lieber mehr vom Geld anderer Leute für sein Team ausgeben.

Cosworth: Kein Geld für Achtzylinder

Die sechs in der Formel 1 vertretenen Hersteller haben den unabhängigen Teams die Gründung einer neuen GP-Serie ab 2008 und im Gegenzug günstige Motoren ab 2006 versprochen, wenn sie ihre Teilnahme zusagen. Von nur zehn Millionen Dollar jährlich ist die Rede. Dietrich Mateschitz hat bisher jedoch unmissverständlich klar gemacht, dass er an Ecclestones bisheriger Formel 1 festhalten will.

Neben der Halbierung der Kosten hat Red Bull noch einen anderen Grund, Cosworth zu verlassen: Ab 2006 sind nur noch Achtzylinder-Motoren zugelassen. für eine solche aufwändige Neuentwicklung hat die angeschlagene Motoren-Schmiede Cosworth zur Zeit kein Geld.

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