Red Bull mit neuen Flügeln

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Redbull Racing hat mit der Testarbeit am neuen RB1 begonnen. Der Jaguar-Nachfolger entspricht den neuen Technik-Trends der Formel 1, geht aber nicht so in die Extreme wie andere Teams. Vor allem David Coulthard soll dem neuen Renner Flügel verleihen.

So war es auch der Schotte, der an einem feuchten Tag im spanischen Jerez als Erster ins neue Auto kletterte. "David ist unser wichtigster Mann", sagt Teamchef Christian Horner. Die Aussagekraft des ersten Tests hält sich ohnehin immer in Grenzen, zusätzlich erschwert wurde der Ausflug des RB1 durch den Regen. Erst im Lauf der Woche wird der neue Renner richtig Fahrt aufnehmen.

Der RB1 (für den ersten GP-Rennwagen von Red Bull) ist nichts anderes als eine modifizierte Fassung des bereits im Spätsommer 2004 fertig gezeichneten Jaguar R6. Auch der Motor ist der gleiche. Ein Ford-Cosworth-Zehnzylinder mit 90 Grad Zylinderwinkel arbeitete im Heck. Um die 2005 erforderliche Laufleistung von 1.400 Kilometern zu erreichen, musste die Leistung reduziert werden. Die Tagesbestzeit, die David Coulthard mit dem Interimsmodell im Januar in Valencia erzielte, ermöglichte allerdings ein Experimental-Motor. Im Sommer sollen auch die jetzigen Rennmotoren auf diesen Leistungsstand kommen.

Zittern um das zweite Cockpit

Die Kraftübertragung übernimmt ein neues Siebengang-Getriebe. Die Schaltbox und der breite Motor erlauben keine extrem schmale und aerodynamisch optimale Heckpartie. Die stark eingezogenen Seitenkästen mit großen Kaminen zur Entlüftung entsprechen dagegen voll dem neuen Formel 1-Trend. Das Gleiche gilt für die Nase, mit einer in der Frontflügelmitte tief nach unten und vorn gezogenen Ausbuchtung.

Die offizielle Präsentation des RB1 erfolgt erst am 3. März, unmittelbar vor dem Großen Preis von Australien. Während Teamleader David Coulthard seinen Flug nach Melbourne längst gebucht hat, müssen sich zwei andere Kandidaten noch gedulden. Wie bei Williams, wo man Nick Heidfeld wochenlang bei Tests auf Antonio Pizzonia losließ, kämpfen bei Red Bull der Österreicher Christian Klien und der Italiener Vitantonio Liuzzi um das zweite Cockpit.

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