Red Bull nur dritte Kraft

„Seb schuldet Max ein Bier“

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Australien 2017 19 Bilder

Red Bull erlebte eine herbe Enttäuschung beim Saisonauftakt. Max Verstappen konnte nicht in den Kampf um das Podium eingreifen. Und Daniel Ricciardo erlebte ein komplett verkorkstes Wochenende.

Bei Red Bull rauchten das ganzen Melbourne-Wochenende die Köpfe. Das Auto fuhr der Konkurrenz deutlich hinterher. Schon bei den Testfahrten in Barcelona hatte sich der Rückstand angedeutet. Das Setup-Fenster des RB13 scheint extrem klein zu sein. Wie Titelkandidaten sahen Max Verstappen und Daniel Ricciardo noch längst nicht aus.

Wochenende in der Hölle

Im Fall von Ricciardo war die Pleite schon vor dem Start besiegelt. Auf dem Weg in die Startaufstellung blieb der Lokalmatador zum Entsetzen der australischen Fans einfach stehen. Nach einer Notoperation war im Rennen dann nach 25 Runden Schluss. „Daniel hatte ein Wochenende in der Hölle“, grinste Christian Horner gequält. „Das hat gestern mit dem Crash im Qualifying angefangen. Die Mechaniker haben das Auto wie durch ein Wunder noch zusammengebaut. Aus England wurden über Nacht extra Teile eingeflogen. Und dann kam noch die Strafe für den Getriebewechsel dazu.“

Doch irgendwie steckte der Wurm in der Technik. „In der Runde zur Startaufstellung hat ein Sensor-Problem dafür gesorgt, dass das Getriebe im sechsten Gang steckenblieb. Unsere Jungs haben nicht aufgegeben und ein weiteres Wunder geschafft. Wir hatten gehofft, dass wir uns durch ein Safety-Car wieder zurückrunden können. Außerdem gibt es hier immer viele Ausfälle. Doch dann ist das Auto erneut stehengeblieben. Zuerst dachten wir, es sei der Motor. Doch das war es wohl doch nicht“, schüttelte Horner den Kopf.

Verstappen von Räikkönen eingebremst

Auch für Max Verstappen lief es nicht optimal. Der Holländer konnte die Pace von Räikkönen zwar mitgehen, fand aber keinen Weg vorbei am Ferrari. Immerhin hielt er vor dem ersten Stopp ein paar Runden Lewis Hamilton in Schach, was für den Ausgang des Rennens von entscheidender Bedeutung war. „Sebastian schuldet Max heute ein Bier“, betonte Horner. „Max hat ihn in die Lage gebracht, das Rennen zu gewinnen. Es ist natürlich gut für den Sport, dass wir mal wieder einen anderen Sieger haben. Wir wollen aber so schnell wie möglich bei der Party dabei sein.“

Der Teamchef warnte davor, die Leistung komplett schwarz zu malen. „Von Mercedes sind wir gar nicht so weit weg. Ferrari war sehr beeindruckend. Sie hatten das schnellste Auto. Wir waren nur die Drittschnellsten. Wir müssen eine gute halbe Sekunde finden, um in den Kampf vorne eingreifen zu können. Max hat Kimi unter Druck gesetzt. Aber die Pace von Vettel oder Hamilton konnten wir nicht gehen.“

Red Bull mit Luft nach oben

Red Bull kündigt bereits eine große Aufholjagd an. Horner ist überzeugt, dass im Auto Titelpotenzial steckt. „Wir haben uns für ein anderes Konzept entschieden als die anderen. Ich denke, da ist noch viel drin. Wir konnten einige Dinge von diesem Rennen lernen. Da bekommt unsere Design-Abteilung jetzt ordentlich Arbeit.“ Dass die verbotene Aufhängungstechnik verantwortlich für die Pleite war, verneinte der Brite. “Wir hätten sie aus Gewichtsgründen sowieso nicht eingebaut.“

Red Bull hofft, den Spieß jetzt so schnell wie möglich umzudrehen. Horner bittet die Fans aber um Geduld. „Ferrari hat im Winter gut gearbeitet. Aber die Saison besteht aus 20 Rennen. Diese Autos stecken noch in den Kinderschuhen. Die Entwicklung wird schnell voranschreiten. Ich glaube fest daran, dass wir im Laufe des Jahres noch konkurrenzfähig sein werden. Allerdings hängen wir da natürlich auch etwas von unserem Motorenpartner ab.“ Renault hat bereits angekündigt, dass das erste Upgrade erst in Kanada fertig sein wird.

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