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Red Bull ohne Chance im Qualifying

Mit Alternativ-Strategie aufs Podium?

Daniel Ricciardo - GP China 2018 Foto: sutton-images.com 96 Bilder

Red Bull präsentierte sich auch im dritten Qualifying des Jahres als dritte Kraft. In Shanghai wollen Daniel Ricciardo und Max Verstappen nun erstmals beweisen, dass sie im Rennen mit Mercedes und Ferrari auf Augenhöhe um die Podiumsplätze kämpfen können.

14.04.2018 Tobias Grüner

Nach dem Doppelausfall von Bahrain kann es für Red Bull in Shanghai eigentlich nur aufwärts gehen. Trotzdem begann der Samstag für das Team aus Milton Keynes schon wieder mit einem Tiefschlag. Ein Turbo-Defekt am Auto von Daniel Ricciardo im dritten Training sorgte dafür, dass die Mechaniker die Mittagspause ausfallen lassen mussten.

Red Bull entschied sich aus Zeitgründen die ganze Antriebseinheit zu wechseln. „Leider hatte unser Motorenpartner das Paket nicht komplett vorbereitet. Wir mussten einige Elemente einzeln zusammenschrauben, was die Prozedur etwas komplizierter machte“, klagte Teamchef Christian Horner. Am Ende wurde es zu einem Wettlauf gegen die Uhr. Erst 3 Minuten vor dem Ende der ersten K.O.-Runde konnte Daniel Ricciardo sein Qualifying starten.

Red Bull mit Last-Minute-Reparatur

„Ich habe eine halbe Stunde vor Beginn der Session bei meinen Ingenieuren nachgefragt. Sie waren da eher realistisch als optimistisch. Ich habe mich trotzdem ganz normal vorbereitet. Zum Glück hat es am Ende gereicht“, schnaufte der Pilot durch. Ricciardo hatte auch selbst seinen Anteil daran, dass er am Sonntag nicht vom letzten Startplatz losfahren muss. „Die Streckenposten wollten mein Auto erst in die falsche Richtung wegschieben. Ich habe Ihnen dann den Weg zur Boxengasse gezeigt.“

Daniel Ricciardo - GP China 2018 Foto: sutton-images.com
Nach dem Turbo-Schaden wechselte Red Bull die ganze Antriebseinheit.

Dort nahmen die Red Bull-Mechaniker das Auto im Empfang. Die Reparatur konnte noch vor dem Ende des dritten Trainings beginnen, was am Ende entscheidend war. Trotz der hektischen Vorbereitung schaffte es Ricciardo über die Q2-Hürde: „Weil der Motor ganz neu eingebaut war, musste ich ihn beim ersten Run noch kalibrieren. Es stand nicht die ganze Leistung zur Verfügung. Außerdem konnte ich die Ultrasoft-Reifen vorher nicht ausprobieren, was dazu führte, dass ich in der Haarnadel etwas weit rausgerutscht bin. Am Ende wurde es ganz knapp.“

In der zweiten Quali-Runde lief es dann schon viel besser für den 28-Jährigen. Im Q3-Finale fehlten Ricciardo nur anderthalb Zehntel auf die Bestzeit seines Teamkollegen Max Verstappen. Damit konnte der Mann aus Perth leben. Im Rennen schielt man bei Red Bull aufs Podium. „Ferrari scheint etwas weit weg. Aber Mercedes sah in den Longruns nicht so überzeugend aus. Ich hoffe, dass wir gegen sie kämpfen können“, blickte Ricciardo hoffnungsvoll auf den Sonntag.

Hoffnung auf Alternativ-Strategie

Von der Reifentaktik ging Red Bull einen anderen Weg als die Autos in den ersten beiden Reihen. Während Ferrari und Mercedes auf den Soft-Gummis starten, werden die beiden RB14 mit Ultrasofts losfahren. Das könnte vor allem beim Sprint zur ersten Kurve ein Vorteil sein. „Wenn die Vorbereitung bei uns besser gelaufen wäre, hätten wir vielleicht auch über Softs nachgedacht. Aber weil wir wussten, dass wir in der dritten Reihe stehen, müssen wir bei der Strategie ja etwas anderes machen um vorbeizukommen. Der Zweistopper ist die aggressivere Variante. Aber sie macht auch mehr Spaß“, grinste Ricciardo.

Auch Max Verstappen gibt sich vor dem Rennen kämpferisch. „Ich hoffe, dass wir mit der Strategie etwas ausrichten können. Vielleicht ändert sich mit den wärmeren Temperaturen und den unterschiedlichen Bedingungen im Rennen etwas am Kräfteverhältnis. Aber Ferrari war heute sehr stark. Und ich glaube nicht, dass sie morgen mit den Reifen komplett einbrechen werden. Allerdings können sie ihren Qualifying-Power-Modus im Rennen nicht verwenden. Deshalb sollten wir im Longrun deutlich näher dran sein.“

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