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Red Bull verzichtet auf F-Schacht

Red Bull ohne Top-Speed-Hilfe in Budapest

Red Bull wird beim GP Ungarn in Budapest ohne den F-Schacht antreten. Wie Teamchef Christian Horner bestätigte, werden Sebastian Vettel und Mark Webber das ganze Wochenende ohne die Top-Speed-Hilfe fahren.

Wer im ersten Freien Training einen genaueren Blick auf die beiden Red Bull-Autos geworfen hat, wurde überrascht. Der F-Schacht, der bei Mark Webber und Sebastian Vettel erstmals in Valencia am Auto zu sehen war, fehlte auf dem Hungaroring plötzlich.

Heckflügel ohne F-Schacht effizienter

Red Bull-Teamchef Christian Horner bestätigte gegenüber auto motor und sport, dass die komplizierte Aerodynamik-Lösung das ganze Wochenende von Budapest nicht zum Einsatz kommen soll. Die Gründe dafür sind einfach. "Weil der Heckflügel ohne den F-Schacht effizienter ist", erklärt Horner.

Am Hungaroring gibt es nur eine lange Gerade. Zu wenig um den Top-Speed-Vorteil des F-Schachts richtig auszunutzen. "Der Gewinn auf der Geraden ist geringer als der Zeitvorteil, den wir ohne das System erreichen können", begründet Horner den Wechsel auf das konventionelle System. Durch den F-Schacht in der Motorabdeckung wird Luft zum Heckflügel geleitet, der bei hohen Geschwindigkeiten zu einem Strömungsabriss führt. Der Top-Speed erhöht sich dadurch.

Auch bei Ferrari ist man sich noch nicht sicher, ob der F-Schacht in Ungarn wirklich einen Vorteil bringt. Nachdem Felipe Massa das erste Training mit dem belüfteten Heckflügel begonnen hatte, rüsteteten auch die Italiener zur zweiten Hälfte des Tests zurück, um einen Vergleichswert zu erhalten. Am Nachmittag gingen sogar beide roten Autos ohne den belüfteten Flügel ins Training.

Konkurrenz hält an F-Schacht fest

Die restliche Konkurrenz plant mehrheitlich keine Rückrüstung: Williams-Pilot Rubens Barrichello reagierte überrascht, als er von der Red Bull-Taktik hörte. Doch auch beim Brasilianer könnte der F-Schacht noch wegfallen. "Wir werden das Wochenende auf jeden Fall mit dem F-Schacht starten. Nach dem Test sehen wir weiter."

Neben Williams hält auch F-Schacht-Pionier McLaren, sowie Sauber und Force India an dem System fest. Red Bull geht in puncto Aerodynamik mal wieder eigene Wege. Die Frage unter Experten lautet nun: Ist der konventionelle Flügel bei Red Bull einfach so gut, oder das F-Schacht-System noch nicht so perfekt, dass sich der Verzicht lohnt.

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