Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Malaysia - Sepang - Formel 1 - Donnerstag - 28.9.2017 sutton-images.com
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Red Bull podiumsreif

2018 muss ein besserer Saisonstart her

Red Bull hat in den letzten drei Rennen einen großen Schritt gemacht. Wie groß, ist selbst für Daniel Ricciardo schwer abschätzbar. Der Australier traut sich bei jedem der sechs folgenden Rennen ein Podium zu.

Wie gut ist Red Bull? Sicher besser als noch vor der Sommerpause. „Seit dem GP Österreich geht es vorwärts. Seit diesem Rennen verstehen wir unser Auto. Es ist viel berechenbarer geworden“, lobt Daniel Ricciardo seine Ingenieure.

In Spa, Monza und Singapur hat Red Bull noch einmal stark an der Entwicklungsschraube gedreht. In Monza wäre Red Bull ohne die Startplatzstrafen die zweite Kraft gewesen. In Singapur sahen Daniel Ricciardo und Max Verstappen wie Siegkandidaten aus.

Bis zum Samstag. Im Rennen bestimmte Lewis Hamilton das Tempo. Und der war an den Trainingstagen noch chancenlos gegen die Red Bull. Ricciardo schiebt die wundersame Wandlung des Mercedes zum Guten und des Red Bull zum Schlechten auf die Abstimmung: „Wir haben unser Auto aggressiv für eine Strecke mit viel Grip abgestimmt. Dann kam der Regen und hat den Gummi und damit den Grip weggewaschen. Das hat Mercedes geholfen und uns geschadet.“

Red Bull hat den Abstand verkürzt

Die Erkenntnis aus dieser Episode ist, dass die aktuellen Autos je nach Setup und Streckenbedingungen extremen Schwankungen ausgesetzt sind. „Wenn du dich ein bisschen mit dem Setup verschätzt, kann das große Auswirkungen haben. Und seit wir diese breiten Autos mit den breiten Reifen haben, ist es irgendwie einfacher, mit der Abstimmung danebenzuliegen.“

So tut sich selbst Ricciardo schwer, den Red Bull in seiner jüngsten Spezifikation einzuordnen. Der RB13 hat den Rückstand auf Mercedes und Ferrari verkürzt, doch wie nah ist man wirklich dran? „Ich traue mir auf jeder der 6 folgenden Strecken ein Podium zu“, erklärt Ricciardo. „Aber für einen Sieg brauchen wir glückliche Umstände. Das geht nur, wenn das Wetter oder die Strategie uns hilft.“ Oder wenn wie vor einem Jahr in Malaysia andere ausfallen.

Das Jahr 2017 war ein zweiter Warnschuss

Ricciardo und Verstappen sind mit dem Kopf schon halb in der nächsten Saison. 2017 will man sich noch so teuer wie möglich verkaufen, was auf den Rennstrecken, die viel Abtrieb verlangen, einfacher ist als auf den Power-Kursen.

Max Verstappen - Red Bull
Aktuell

Für 2018 fordert Verstappen ein Auto, mit dem er um den Titel fahren kann. Ricciardo sieht es pragmatischer: „Dieses Jahr war wie ein zweiter Warnschuss für uns. Wir müssen besser in die Saison starten. Ich glaube, wir haben verstanden, was da in den letzten Jahren schiefgelaufen ist.“

Über den für 2019 drohenden Motorwechsel von Renault zu Honda zerbricht sich Ricciardo noch keinen Kopf. „Mein Vertrag endet zwar im nächsten Jahr, aber es wäre noch viel zu früh, sich jetzt bereits Gedanken über meine Zukunft zu machen. Lassen wir nächste Saison einmal beginnen und sehen, wo die Reise hingeht.“

Immerhin weiß der Malaysia-Sieger von 2016, was er 2019 will: „Ich will in einem Team sein, das um den WM-Titel mitfahren kann.“ Und wenn nicht? Ricciardo zeigt sein breitestes Grinsen: „Dann werde ich Tennisspieler.“

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In Malaysia laufen die Vorbereitungen für das Rennwochenende auf...

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