Max Verstappen - Red Bull - GP Brasilien - Sao Paulo - Freitag - 12.11.2021 Motorsport Images
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - Freitag - 12.11.2021
Verstappen - Hamilton - Bottas - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - Freitag - 12.11.2021
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - Freitag - 12.11.2021
Verstappen - Hamilton - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - Freitag - 12.11.2021 39 Bilder

Red Bull trotz Quali-Niederlage zufrieden

Red Bull trotz Niederlage zufrieden Strafe gegen Hamilton muntert auf

Max Verstappen eroberte in der Qualifikation den zweiten Startplatz. Gegen die Übermacht aus Mercedes und Lewis Hamilton war nichts auszurichten. Trotzdem traf man bei Red Bull auf zufriedene Gesichter. Die Startplatzstrafe gegen Lewis Hamilton erhöht die Chancen, mit einem langsameren Auto mehr Punkte zu holen als der große Rivale.

Eigentlich müsste nach einer solchen Niederlage so etwas wie Katerstimmung bei Red Bull herrschen. Das Gegenteil war der Fall. Nach zwei Siegen über Mercedes in Austin und in Mexiko setzte es in der Qualifikation für den Sprint in Sao Paulo einen Nackenschlag. Lewis Hamilton enteilte Max Verstappen um 0,438 Sekunden.

Das ist auf einem Kurs, der nur 4,309 Kilometer lang ist, eine Menge. Zumal Red Bull in Austin etwa zwei und in Mexiko rund drei Zehntel schneller war als der große Rivale, wie die Mercedes-Ingenieure nach ihrer Analyse vorrechneten. In Mexiko-Stadt hatte sich Red Bull in der Qualifikation mit den Reifen verzockt. Sonst wäre man auch dort vor den Mercedes gelandet.

Verstappen muss zweiten Platz absichern

Die Stimmung war am Freitagabend von Sao Paulo trotzdem gut. Das hing ein wenig damit zusammen, dass der Abstand hätte geringer ausfallen müssen. "Max hat in Q3 keine sauberen Runden erwischt. Sonst wären es zwei Zehntel gewesen", bilanzierte Sportchef Helmut Marko. Vor allem aber lag es daran, dass der große Rivale mal wieder in der Startaufstellung zurückversetzt wird.

Der fünfte Motor der Saison verbannt Lewis Hamilton am Rennsonntag um fünf Positionen nach hinten. Es wird vom Ergebnis des Sprints über 24 Runden abhängen, wo der Weltmeister schlussendlich startet. Der Champion hofft, dass ihn der Teamkollege am Samstag unterstützt, und Verstappen hinter sich lässt. "Hoffentlich hat Valtteri morgen einen guten Start." Im Gegensatz zu Mexiko, wo der Finne erst nicht recht aus der Startbox kam, und dann auch noch Verstappen die Tür auf der Ideallinie öffnete.

Bei Red Bull hingegen ist die Marschroute eine andere. "Max muss den zweiten Platz absichern", fordert Marko. Soll heißen: Selbst, wenn Hamilton mit einem Sprint-Sieg drei Punkte abräumt, und Verstappen nur deren zwei, würde das beim Herausforderer kaum jemanden stören. Weil Verstappen am Sonntag auf Pole Position stehen würde. Und dort werden die dicken Punkte gemacht.

Max Verstappen - Red Bull - GP Brasilien - Sao Paulo - Freitag - 12.11.2021
Motorsport Images
Max Verstappen lag in der Qualifikation um 0,438 Sekunden gegenüber Hamilton zurück.

Mercedes fliegt auf Geraden

Mit einem sauberen Sprint steigen die Chancen, auch in Sao Paulo wieder Punkte auf Hamilton gutzumachen und ihm in der Weltmeisterschaft weiter zu enteilen. Trotz eines langsameren Autos. "Am Sonntag sollen auch die Temperaturen viel höher sein. So um die 25 Grad. Das wird uns helfen. Traditionell sind wir mit vollen Tanks und höheren Temperaturen besser aufgestellt. Da sollten dann auch die Balance-Probleme mit dem Auto verschwinden", referiert der Grazer Doktor. Im entscheidenden Quali-Durchgang beklagte Verstappen zu heiße Reifen ab Kurve acht.

Nach dem einzigen Training vor der Qualifikation baute Red Bull um. Über Setup-Änderungen sollten die Vorderachse gestärkt werden. Doch schon da schwante dem Team, dass Mercedes in Sao Paulo das schnellere Auto hat. Die Geraden sind ein bisschen zu lang für Red Bull, und in den Kurven ist Mercedes diesmal im Gegensatz zu Mexiko gut aufgestellt.

Der frische Motor bringt Hamilton einen kleinen Extra-Boost im Vergleich zu einem älteren Modell. Red Bull beobachte am Freitag von Sao Paulo mit Argusaugen, was der WM-Rivale mit seinem Auto mal wieder treibt, um in den Vollgaspassagen zu fliegen. Der bekannte Trick mit dem sich absenkenden Heck hilft, den Luftwiderstand zu verringern. Red Bulls Ingenieure stellten fest: "Der Mercedes geht schon auf dem Bergaufstück nach Kurve 12 richtig tief. Sogar deutlich vor der Messstelle von DRS."

Ziel: Mit beiden Autos vor Hamilton

Der Herausforderer hat noch eine weitere Theorie entwickelt, warum Mercedes auf den Geraden überlegen ist. Offenbar macht der Weltmeister das, was Red Bull selbst im ersten Saisondrittel praktizierte, bis die FIA mit einer Technischen Direktive ab dem GP Frankreich einschritt: den Heckflügel auf der Gerade verbiegen, damit sich der Luftwiderstand verringert. Red Bull hat die FIA darauf aufmerksam gemacht.

Auf der Strecke soll der nächste Sieg her. Marko hofft: "Der Perez ist auch gut dabei. Wenn der Sprint entsprechend läuft, können wir im Rennen vielleicht mit beiden Autos vor Hamilton landen." Und damit den Punktevorsprung vergrößern.

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