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Red Bull RB14 für die Saison 2018

Bilder, Infos und Daten

Red Bull RB14 - F1-Auto 2018 Foto: Red Bull 40 Bilder

Red Bull hat die ersten Bilder des RB14 für die Formel -1-Saison 2018 veröffentlicht. Mit dem neuen Auto wollen Max Verstappen und Daniel Ricciardo die beiden Platzhirsche Mercedes und Ferrari wieder stärker ärgern als zuletzt.

19.02.2018 Tobias Grüner Kommentare

Wird mit dem RB14 im Jahr 2018 alles besser für Red Bull? Auch im Vorjahr war das Team aus Milton Keynes mit großen Erwartungen in die Saison gestartet. Das Vorgängermodell konnte Mercedes und Ferrari aber aus verschiedenen Gründen nicht herausfordern.

Das Auto wurde erst spät fertig, was das Testprogramm störte. Auch der Renault-Motor machte immer wieder Mucken. Und dann kamen noch Probleme mit der Korrelation zwischen Strecke und Windkanal dazu. Damit es dazu dieses Jahr nicht noch einmal kommt, wurde der Entwicklungsplan für den RB14 komplett neu aufgebaut.

„Wir haben den Ingenieuren aufgrund unserer Erfahrungen im vergangenen Jahr eine frühere Deadline eingezogen. Es gibt diesmal kein Zittern, ob wir es überhaupt zum ersten Test schaffen“, erklärte Red Bull-Berater Helmut Marko. Schon in der vergangenen Woche wurde der Renault-Motor im Chassis erstmals gestartet. Am Montag (19.2.2018) fand bereits der erste Rollout auf der feuchten Strecke in Silverstone statt. Dafür wurde das Auto extra in einen neuen Tarnlook gehüllt.

Neuer Red Bull RB14 mit interessanten Aero-Tricks

Red Bull RB14 - F1-Auto 2018
Video vom Rollout in Silverstone 38 Sek.

Auch die Veröffentlichung der ersten Studiofotos wurde vorgezogen. Normalerweise wird das Newey-Geheimnis bis kurz vor dem Beginn der Testfahrten gehütet. Nun wurde die virtuelle Enthüllung schon eine Woche vor dem Start in die Wintertestwochen gefeiert. Wie man aus Milton Keynes hört, sollen auf den Fotos aber noch nicht alle neuen Tricks zu sehen sein.

Einige interessante Features wird sich die Konkurenz aber sicher bei den Testfahrten noch einmal genau anschauen. Die oberen Querlenker sind ungewöhnlich über horizontale Verbindungsstücke am Chassis befestigt. Außerdem sind sie extrem durchgebogen. Auch die Kühlöffnungen an den Seitenkästen haben es in sich. Im Vergleich zur eher runderen Form aus dem Vorjahr sind sie nun fast schlitzförmig.

Die Leitbleche rund um die Seitenkästen lohnen ebenfalls einen genaueren Blick. Die horizonalen abstehenden Flügelchen auf der Oberseite hat man in dieser Form noch nicht gesehen. Auch bei der Airbox geht Newey einen eigenen Wert. Während der obere Lufteinlass bei den meisten anderen Teams oval geformt und in mehrere Kanäle unterteilt ist, kommt er am RB14 fast kreisförmig und in einem Stück daher.

Helmut Marko versucht den Ball Flach zu halten: „Es ist eine Evolution des Vorgängermodells.“ Aber auch der alte Rennwagen fuhr in Sachen Chassis zumindest in der zweiten Saisonhälfte bereits auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, wie die Siege in Malaysia und Mexiko gezeigt haben.

Newey wieder mehr involviert

Helmut Marko - Formel 1 - 2017
Kämpft Red Bull 2018 um den Titel? 24:56 Min.

„Dieses Jahr sollten wir von Anfang an wettbewerbsfähig sein“, gibt sich Marko optimistisch. „Es sollte generell enger sein, als letzte Saison. Ich glaube, dass es einen Dreikampf an der Spitze geben wird. Einen großen Vorteil bei uns sehe ich darin, dass wir mit Ricciardo und Verstappen die stärkste Fahrerpaarung haben.“

Die Korrelationsprobleme mit dem Windkanal sind laut Red Bull ausgeräumt. Newey war bei der Konstruktion des RB14 wieder deutlich mehr involviert als beim Vorgänger. „Nicht zu 100 Prozent dabei, aber massiv“, beschreibt es Marko. Während Mercedes wieder ein extrem langes Auto baut und Ferrari seinen Radstand in einem bescheidenen Maß verlängert, setzen der Stardesigner und seine Kollegen nicht auf Extralänge.

Wie gut ist der Renault-Motor?

Ein großes Fragezeichen schwebt immer noch über dem Motor. Kann Renault endlich das Defizit gegenüber Mercedes und Ferrari aufholen? Die Red Bull-Bosse glauben nicht so recht daran. „Unser Renault-Motor sollte zumindest standfester sein und mehr Leistung haben als letztes Jahr. Aber Mercedes baut auch wieder einen komplett neuen Motor. Da ist die Frage, ob der Abstand größer oder kleiner wird“, so Marko.

„Dazu kommt noch ihr spezieller Quali-Modus. Die stehen im Training immer vorn, und auf den meisten Strecken kannst du nicht mehr überholen. Dazu brauchen sie im Rennen teilweise deutlich weniger Sprit. Mercedes ist beim Gesamtpaket, Fahrbarkeit, Leistung, Verbrauch, Abrufbarkeit der elektrischen Leistung von der MGU-H klar vorn.“

In der Galerie zeigen wir Ihnen die ersten Bilder des neuen Red Bull RB14.

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nachtrag: REN hat gestern beim Launch bekanntgegeben, dass ihre 2018 PU ca. 950 PS haben wird; das wäre ca. das MER Niveau von 2017 - auch wenn unklar bleibt, ob es sich hierbei um die absolute Spitzenleistung handelt oder ob damit ein Niveau gemeint ist, auf dem die pu länger im rennen betrieben werden kann; 2017 wär RB mit diesem Aggregat wahrscheinlich vorn dabei gewesen - für 2018 wird's wahrscheinlich wieder nicht reichen....

misterX_ 21. Februar 2018, 09:40 Uhr
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