Red Bull RB16 - F1-Auto für 2020 - Shakedown Silverstone Red Bull
Red Bull RB16 - F1-Auto für 2020 - Shakedown Silverstone
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Red Bull RB16 - F1-Auto 2020
Red Bull RB16 - F1-Auto für 2020 26 Bilder

Red Bull RB16 für F1-Saison 2020

Mercedes-Killer mit Nasenlöchern

Red Bull hat ein erstes Foto vom neuen RB16 veröffentlicht. Darauf sind bereits einige interessante Technikdetails zu erkennen. Kann Max Verstappen damit Mercedes endlich Paroli bieten?

Bei Red Bull sind die Ziele für 2020 hoch gesteckt. Nach dem ersten Übergangsjahr mit Motorenpartner Honda will das Team aus Milton Keynes nun richtig durchstarten. Sportchef Helmut Marko äußerte in den vergangenen 12 Monaten regelmäßig den Wunsch, dass sein Team Max Verstappen diese Saison gerne zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten machen würde.

In Sachen Antrieb wurde in Japan über den Winter erneut hart gearbeitet. Mit den letzten großen Schritten im Vorjahr konnte Honda die Lücke zur Konkurrenz schon fast egalisieren. 2020 will man in Sachen Power von Anfang an auf Augenhöhe mit Ferrari, Mercedes und Renault mitgeigen.

Auch am Thema Zuverlässigkeit hat man gearbeitet. Letztes Jahr kassierten die Piloten jeweils bei zwei Rennen Startplatzstrafen, weil man das Kontingent von drei Verbrennungsmotoren überschritten hatte. Die Rückversetzungen waren allerdings schon vor der Saison einkalkuliert, um dem Motorenpartner Spielraum zur Weiterentwicklung einzuräumen. Das kann man sich nicht noch einmal leisten, wenn man um den WM-Titel fahren will.

Red Bull RB16 - F1-Auto für 2020
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Die Nase hat neben dem Loch vorne auch auf der Oberseite noch zwei geschlitzte Öffnungen.

Red Bull RB16 zeigt innovative Features

Auch in Sachen Chassis war Red Bull 2019 nicht immer auf der Höhe. Vor allem zum Saisonbeginn hatten die Ingenieure mit den Regeländerungen zu kämpfen, die vor allem den Frontflügel betrafen. Eine Serie an Technik-Upgrades brachte den RB15 erst zum Grand Prix von Frankreich wieder in die Spur. Kurz vor der Sommerpause konnte Verstappen dann regelmäßig um Siege kämpfen, doch da war der WM-Zug schon abgefahren.

Dieses Jahr will man die Wiederholung eines solchen Fehlstarts mit aller Macht vermeiden. Das Design-Team um Starkonstrukteur Adrian Newey wurde von der Teamführung angehalten, die Entwicklung des RB16 frühzeitig zu beginnen, um mit einem relativ ausgereiften Basisfahrzeug bei den Testfahrten in Barcelona anzutreten.

Wie immer baut Newey seine Autos vom Konzept her auf den Vorgängermodellen auf. Und so erinnert auch der RB16 auf den ersten Blick auch stark an das alte Modell. Im Detail sind aber einige innovative Lösungen zu erkennen, was schon direkt an der Nase beginnt. Der Schnorchel am vorderen Ende weist nun nicht mehr nur vorne ein Loch auf sondern auch zwei Öffnungen auf der Oberseite.

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Newey kopiert bei Mercedes

Kurz dahinter wurden die alten Leitbleche durch einen Cape-Flügel ersetzt. Diese Lösung kennen wir bereits seit zwei Jahren von Mercedes. Auch der S-Schacht-Ausgang oben auf der Frontpartie wurde noch einmal modifiziert. Die zwei kleinen Finnen auf Höhe der Vorderachse kennen wir dagegen schon vom RB15.

Größere Umbauten sind auch an der Vorderradaufhängung zu erkennen. Die oberen Querlenker setzen nun am Chassis etwas tiefer und dafür am Radträger höher an. Damit stehen die Elemente waagerechter im Wind, was dafür sorgt, dass die Strömung sauber nach hinten zu den Seitenkästen fließt.

Apropos Seitenkasten: Hier zeigt sich, dass der RB16 ein echtes Newey-Auto ist. Die Lufteinlässe sind mal wieder ultraklein gehalten. Das Wirrwar aus Leitblechen und den umgestalteten Spiegelhalterungen seitlich vom Cockpit ist schon fast als Kunstwerk zu bezeichnen.

Red Bull RB16 - F1-Auto für 2020 - Shakedown Silverstone
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Am Nachmittag absolvierte der RB16 in Silverstone seine Jungfernfahrt. Beim Shakedown saß zunächst Max Verstappen im Cockpit.

Red Bull nun mit Doppelstütze

Auch im hinteren Teil des Autos fallen einige interessante Features ins Auge. Am Unterboden sind vorne vier kleine Finnen aufgesetzt, dahinter gibt es Schlitze – erst zwei längs, dann vier quer. Die Motorhaube trägt am oberen Ende nicht so eine große Finne, wie zum Beispiel der neue Ferrari oder der Haas. Sie ist in diesem Bereich vor dem Auspuff etwas weiter ausgebeult.

Das liegt auch daran, dass Red Bull die Wastegate-Röhrchen neuerdings über dem Haupt-Endrohr angeordnet hat. Diese Bauweise nennen die Ingenieure auch „Mickey-Mouse“-Layout, weil die Wastegate-Röhrchen wie die Ohren der bekannten Disney-Figur aussehen. Der Vorteil dieser Neuerung ist, dass der RB16 im unteren Bereich extrem schlank baut, was die Strömung über dem Diffusor verbessert.

Neu ist auch der Heckflügel. Red Bull war lange Zeit einer harter Verfechter der Einzelstützen-Aufhängung. 2020 wird das Leitwerk wie bei den meisten anderen Konkurrenten erstmals mit zwei Pylonen befestigt sein. Der Vorteil liegt darin, dass die Aerodynamiker den Heckflügel unter Last besser nach hinten biegen lassen können. Natürlich alles innerhalb der erlaubten Toleranzen.

Bisher hat Red Bull erst ein Foto vom neuen RB16 veröffentlicht. Das Auto wird heute in Silverstone aber direkt noch seinen Shakedown absolvieren. Das Team hat bereits angekündigt, dass es am Nachmittag weiteres Bildmaterial vom Auto auf der Strecke gibt. In der Galerie zeigen wir Ihnen aber jetzt schon die ersten Modifikationen im Detail.

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